Finanzielle Coronakrise: BVB hat zumindest ein bisschen Planungssicherheit

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund spürt die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise. Keine Spiele bedeuten kein Geld – ein wenig Planungssicherheit hat der BVB aber doch.

Dortmund

, 09.04.2020, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Auftritte des BVB in der Champions League bringen viel Geld ein.

Die Auftritte des BVB in der Champions League bringen viel Geld ein. © Kirchner-Media

Noch regiert die Hoffnung bei vielen durch die Coronakrise in eine finanzielle Schieflage geratenen Profivereinen, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs im Mai möglich ist und dringend benötigte Fernsehgelder in die leeren Kassen spült. Auch Borussia Dortmund spürt die Folgen der ungeplanten Spielpause, Klarheit hat der BVB jedoch weitgehend darüber, mit welchen Summen der Klub aus den Pokalwettbewerben planen kann.

BVB erhält Millionenbetrag durch den DFB-Pokal

Durch das Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal in Bremen erhält die Borussia aus dem Prämientopf des DFB exakt 1.228.500 Euro, aufgeteilt in 175.500 Euro für die erste Runde, 351.000 für die zweite und 702.000 für das Achtelfinale. Richtig lukrativ wäre der Wettbewerb erst ab dem Viertelfinale geworden, ab dem sich die Prämien pro Runde weiterhin quasi verdoppeln. Der amtierende Pokalsieger Bayern München verdiente so allein aus dem Prämientopf in der vergangenen Saison über zehn Millionen Euro.

Zu den Prämien kommen die Zuschauer-Einnahmen und die TV-Prämien aus den beiden Fernsehspielen gegen Gladbach und in Bremen. Die Gesamteinnahme aus dem DFB-Pokal dürfte sich damit für Borussia Dortmund auf rund fünf Millionen Euro erhöhen.

Champions League bringt BVB viele Prämien ein

Deutlich lukrativer ist bekanntlich die Champions League, in der der BVB wie im Vorjahr im Achtelfinale die Segel streichen musste. Besonders ist hier, dass die Prämien immer nach Abschluss einer Runde gezahlt werden. Als Startgeld kassiert die Borussia wie alle Teilnehmer 15,25 Mio. Euro, für die drei Siege (2x Prag, Inter Mailand) und das Remis gegen Barcelona fließen aus der Gruppenphase neun Millionen Euro an Prämien nach Dortmund. Aus dem Achtelfinale kommen weitere 9,5 Mio. Euro hinzu, diese Runde ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Über die sogenannte Koeffizientenrangliste, die die Leistungen der vergangenen zehn Jahre berücksichtigt, kommt für Borussia Dortmund der dickste Batzen an Prämien: 25,48 Mio. Euro.

Damit hat der BVB 59,23 Mio. Euro an Prämien sicher, dazu kommen die Einnahmen aus insgesamt vier Heimspielen. Noch nicht genau zu beziffern ist der Anteil aus dem sogenannten Marktpool, aus dem die Gelderverteilung unter anderem auch davon abhängig ist, wie erfolgreich die anderen Vertreter des eigenen Landes im Wettbewerb abschneiden. Im vergangenen Jahr erhielt Dortmund aus diesem Topf weitere 6,32 Mio. Euro.

BVB schon ausgeschieden: Andere Klubs fürchten um Prämienzahlungen

Für RB Leipzig (schon für das Viertelfinale qualifiziert) und den FC Bayern, der nach dem 3:0 beim FC Chelsea sein Achtelfinal-Rückspiel noch absolvieren muss, stehen weitere große Prämienzahlungen auf dem Spiel. Sollte die Uefa den weiteren Wettbewerb absagen müssen, würden zum Beispiel dem Sieger rund 42 Mio. Euro an Prämien entgehen.

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