Favres Kniffe bringen den Sieg! BVB besteht den Charaktertest in Prag

Champions League

Borussia Dortmund besteht den Charaktertest bei Slavia Prag. Das 2:0 in der Champions League muss sich der BVB hart erarbeiten. Lucien Favres Kniffe bringen den Sieg.

Prag

, 02.10.2019, 21:04 Uhr / Lesedauer: 3 min
Favres Kniffe bringen den Sieg! BVB besteht den Charaktertest in Prag

BVB-Matchwinner in Prag: Achraf Hakimi. © dpa

Mit seinen beiden Treffern in der 35. und 89. Minute belohnte sich der Marokkaner für eine herausragende läuferische und spielerische Leistung. Der Sieg dürfte im aufgeregten BVB-Umfeld auch für ein wenig Ruhe sorgen.

Sentimentale Momente vor dem Anpfiff

Die „goldene Stimme aus Prag“ ist am Dienstag endgültig verstummt, und weil Karel Gott auch einen besonderen Bezug zu Borussia Dortmund hat, nachdem er mit Stadionsprecher Nobby Dickel nach der Biene-Maja-Melodie ein Lied über den BVB komponierte, sorgte die Schweigeminute vor dem Anpfiff der zweiten Partie in dieser Champions-League-Saison auch bei allen in Schwarzgelb für sentimentale Momente.

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Champions League, 2. Spieltag: Slavia Prag - BVB 0:2 (0:1)

Die Bilder des Champions-League-Spiels zwischen Slavia Prag und Borussia Dortmund.
02.10.2019
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Bilder des Champions-League-Spiels zwischen Slavia Prag und Borussia Dortmund.© dpa
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„Never give up“, forderten die Slavia-Anhänger dann mit einer beeindruckenden Choreographie, dieses Motto sollte erst Recht für den Gast gelten: Es war zuletzt unruhig in Dortmund, nachdem die Mannschaft in den vergangenen beiden Liga-Spielen ihr Niveau nicht annähernd erreicht hat. Entsprechend unter Beobachtung stand der BVB.

Brandt statt Götze im BVB-Sturm

Mit vier Änderungen in der Startelf reagierte Lucien Favre, der Dortmunder Trainer ließ sich allerdings vor allem taktisch einiges einfallen. Nicht Mario Götze agierte im Zentrum als falsche Neun, sondern Julian Brandt. Und Achraf Hakimi, defensiv zuletzt mit einigen eklatanten taktischen Fehlern, durfte als verkappter Linksaußen seine Offensivstärke und Schnelligkeit ausspielen.

Favres Idee, das Tempo des Marokkaners zu schnellen Vorstößen zu nutzen, ging nicht erst durch das Traumtor der Leihgabe von Real Madrid voll auf. Das allerdings war mehr als sehenswert: Nach dem Ballgewinn am eigenen Strafraumeck lief der Konter über Julian Brandt, der mit Hakimi Doppelpass und dann perfekt in den Lauf des 20-Jährigen spielte. Hakimi hatte viel freien Raum vor sich, zog dann nach innen und hatte nach einem Spurt über 60 Meter auch noch die Ruhe, um Prags Torhüter Ondrej Kolar zu umkurven (35.).

Brandt ist beim BVB ein belebendes Element

Der Treffer war der Lohn für eine engagierte und konzentrierte Leistung der Borussia in der ersten Hälfte. Mit der Rückkehr von Mats Hummels gab es defensiv wenig Probleme, Prags größte Chance vereitelte Roman Bürki, der gegen Lukas Masopust lange stehen blieb und den Schuss aus kurzer Distanz abwehren konnte (21.). Nicolae Stanciu hatte mit einem tollen Pass aus der Tiefe der eigenen Hälfte einen Stellungsfehler von Raphael Guerreiro bestraft.

Nicht nur der taktische Kniff mit Hakimi fruchtete. Brandt als falsche Neun war mit viel Bewegungsdrang ein belebendes Element, im defensiven Mittelfeld war Thomas Delaney mit 75 Prozent gewonnener Zweikämpfe bis zur Pause enorm präsent. Auf die Schwäche bei gegnerischen Ecken reagierte der BVB mit einer Umstellung auf eine Raum/Manndeckung. Das funktionierte bis zur Pause gut.

Sancho agiert in Prag unglücklich

Jadon Sancho, bis dahin eher unglücklich unterwegs, hätte die Partie schon vorentscheiden können, als er direkt nach Wiederanpfiff aus der eigenen Hälfte allein auf das Prager Tor zulief (47.). Brandt hatte den startenden Engländer aus den Augenwinkeln erspäht, doch Sancho legte sich im Spurt den Ball zu weit vor.

Bis weit in die Dortmunder Hälfte hatte Slavia bei dieser Szene die eigene Abwehr vorgeschoben, ein Indiz dafür, dass die Prager das Risiko nun deutlich erhöhen wollten. Und als Hummels beim langen Ball von Petr Sevcik etwas zu weit aufrückte, ergab sich für Stanislav Teci die freie Bahn auf Roman Bürki zu. Der Schuss des Tschechen ging haarscharf am Tor vorbei (49.).

Die Fans treiben Slavia nach vorne

Slavias Druck nahm zu, das frenetische Publikum trieb die Mannschaft immer wieder nach vorn. Bei Dortmund gingen Klarheit und Ordnung verloren. Weil der BVB den zweiten Treffer verpasst hatte, verlieh der Glaube an die Überraschung den Tschechen Flügel. Sevcik zielte aus 19 Metern daneben (71.), das sollte aber die letzte Chance der Gastgeber gewesen sein.

Hakimi hatte auch gegen Ende noch Kraft für einen letzten Spurt und letzten Konter - der brachte das erlösende Tor zum 2:0 (89.). Ganz Dortmund atmete auf.

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