Auch Favre und Zorc gehen voran - BVB präsentiert Spielern Modelle für Gehaltsverzicht

Borussia Dortmund

Der BVB präsentiert seinen Spielern Modelle für einen Gehaltsverzicht zur Bewältigung der Coronavirus-Krise. Nach Watzke, Cramer und Kehl gehen auch Favre und Zorc bei diesem Thema voran.

Dortmund

, 23.03.2020, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die BVB-Profis sollen auf Teile ihres Gehalts verzichten.

Die BVB-Profis sollen auf Teile ihres Gehalts verzichten. © imago / Sportfoto Rudel

Trainiert wurde am Montag beim BVB auch weiterhin nur im individuellen Bereich nach Vorgaben der Athletik-Trainer. Bis zur kommenden Woche wird Borussia Dortmund nicht auf den Trainingsplatz zurückkehren und damit den verschärften Vorschriften zur Bewältigung der Krise durch das Coronavirus Rechnung tragen.

BVB-Spieler treffen sich im Signal Iduna Park

In mehreren Kleingruppen, unter Beachtung der am Sonntag deutlich ausgeweiteten Kontaktvorschriften, kamen Spieler und Verantwortliche der Borussia aber am Montag dennoch in den Konferenzräumen des Signal Iduna Parks zusammen. Thema der Zusammenkunft: Die finanziellen Auswirkungen der Krise durch die Aussetzung des Spielbetriebs und Möglichkeiten, gemeinsam die finanziellen Belastungen abzufedern und Zeichen zu setzen.

Im Stadion wurden der Mannschaft verschiedene Modelle einer möglichen Beteiligung der Mannschaft an Einsparungsmaßnahmen vorgestellt. Recherchen dieser Redaktion bestätigen dabei die Erstmeldung der „Bild“. Bereits in der vergangenen Woche hatten Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Marketing-Chef Carsten Cramer und Lizenzspielleiter Sebastian Kehl den Verzicht auf Teile ihrer Bezüge erklärt. Nun folgen auch Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Lucien Favre.

BVB könnte einen siebenstelligen Betrag einsparen

In welcher Form sich auch die Mannschaft beteiligt, soll in den kommenden Tagen festgezurrt werden. In den Gesprächen war dem Vernehmen nach eine grundsätzliche Bereitschaft erkennbar, allen Spielern wurde nach dem Treffen Gelegenheit gegeben, die vorgeschlagenen Modelle mit den Familien und Beratern zu erörtern.

Die Grundgehälter der Spieler schlagen beim BVB pro Monat mit circa 13 Millionen Euro zu Buche. Das ergäbe bei der Zustimmung zu einem anteiligen Verzicht ein Einsparpotenzial im siebenstelligen Bereich. Nach Informationen dieser Redaktion soll über eine Abstufung zwischen 10 und 20 Prozent gesprochen worden sein in Abhängigkeit von der Entscheidung der Deutschen Fußball Liga, ob die Saison noch zu Ende gespielt werden kann und in welcher Form dies geschehen könnte.

Vereinsvertreter treffen sich Ende März erneut in Frankfurt

In der kommenden Woche werden die Vertreter der 36 Erst- und Zweitligisten erneut bei der Deutschen Fußball-Liga in Frankfurt zusammenkommen, eine Verlängerung der Aussetzung des Spielbetriebs ist dabei zu erwarten und auch Konsens unter den Vereinen. Das bislang festgelegte Enddatum 2. April hat sich längst überholt. Allerdings gibt es über die Dauer der weiteren Unterbrechung durchaus unterschiedliche Ansichten.

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