Ein Tor für Deutschland - der Startschuss zur Wende bei BVB-Profi Julian Brandt?

Borussia Dortmund

Julian Brandt ruft sich mit dem Treffer zum 6:1 der DFB-Elf gegen Nordirland auch beim BVB in Erinnerung. Nach nicht einfachen Wochen blickt er nun positiv auf die kommenden Spiele voraus.

Frankfurt

, 20.11.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Tor für Deutschland - der Startschuss zur Wende bei BVB-Profi Julian Brandt?

© picture alliance/dpa

Am Mittwoch hat sich Julian Brandt auf die Rückreise nach Dortmund gemacht. Im Gepäck ein Tor, das für die deutsche Nationalmannschaft beim 6:1 gegen chancenlose Nordiren relativ bedeutungslos war, für ihn selbst aber eine Inititialzündung bedeuten könnte.

Den Treffer erzwang er, aus dem Gleichgewicht gekommen und mit Rückenlage eigentlich nicht in einer perfekten Körperhaltung. Er wollte diesen Treffer unbedingt. Wie wichtig dieses persönliche Erfolgserlebnis war, konnte man erahnen, als er meinte: „Ich bin schon froh, dass das geklappt hat. Ist ja auch für einen persönlich gut, wenn man mal wieder trifft.“

In der ersten Hälfte sieht man die Unsicherheit bei Julian Brandt

Brandt steckt mit dem BVB in einer schwierigen Phase, auch persönlich läuft es nicht, was in Frankfurt in den ersten 45 Minuten nicht zu übersehen war.

Ein Tor für Deutschland - der Startschuss zur Wende bei BVB-Profi Julian Brandt?

Zu Beginn tat sich Julian Brandt auch gegen Nordirland schwer. © picture alliance/dpa

Nicht nur ein schlimmer Fehlpass quer durchs Mittelfeldzentrum zeugte von seinem angekratzten Selbstbewusstsein, Brandt biss sich allerdings danach in die Partie, holte sich mit einfacheren Bällen Sicherheit und belohnte sich in der Nachspielzeit.

Nach seiner Rückkehr von der letzten Nationalmannschafts-Maßnahme des Jahres wird Trainer Lucien Favre ihn und die anderen Nationalspieler allerdings mit der Bundesliga-Realität und noch einmal mit dem 0:4 von München konfrontieren. Ein Spiel, das schon so weit weg scheint, aber dringend einer Aufarbeitung bedarf.

„Ich möchte grundsätzlich jetzt nur noch nach vorne schauen“

Brandt weiß um die Notwendigkeit der knallharten Aussprache, aber er möchte den Rückenwind des 90-Minuten-Einsatzes gegen Nordirland auch nutzen, um positive Gedanken für die kommenden Wochen mitzunehmen.

Ein Tor für Deutschland - der Startschuss zur Wende bei BVB-Profi Julian Brandt?

Torschützen unter sich - Julian Brandt und Serge Gnabry feierten gegen Nordirland den Sieg und ihre eigenen Treffer. © picture alliance/dpa

„Die vergangenen Wochen waren mal mehr, mal weniger erfolgreich“, meinte er in den Gängen der Commerzbank-Arena in Frankfurt. „Ich möchte grundsätzlich jetzt nur noch nach vorne schauen, wir sind auch als Mannschaft gut beraten, bis zum Dezember positiv in die Zukunft zu schauen.“

Dass das gelingt, hängt maßgeblich von den Ergebnissen ab. Auch das weiß Brandt. „Im Pokal sind wir weiter dabei, in der Champions League haben wir alle Chancen“, rief er in Erinnerung.

Die Einschränkung folgte: „In der Liga sind wir nicht weit weg, hinken aber unseren eigenen Erwartungen hinterher. Es wäre daher schon wichtig, Freitag gegen Paderborn als Sieger vom Platz zu gehen.“

Dass alles andere als ein Dreier gegen den Tabellenletzten Paderborn die Stimmung endgültig kippen lassen könnte, musste Julian Brandt nicht erwähnen. Er denke ausschließlich positiv. „Es kann sich alles ganz schnell ändern.“

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