Ein ewiger Platz für BVB-Legende Aki Schmidt an Borussias Trainingsgelände

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund hat schon hunderte Fußballer kommen und gehen sehen. Aber er war einer der Größten: Alfred „Aki“ Schmidt. Jetzt hat die Klublegende ihren eigenen Platz - ganz nah beim BVB.

Dortmund

, 06.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Der BVB weiht den Aki-Schmidt-Platz in Brackel ein

Wenn Aki Schmidt erzählte, dann hingen die Menschen an seinen Lippen. Er hatte mit dem „Boss“ Helmut Rahn bei der Nationalmannschaft ein Zimmer geteilt, er war Teil der sagenumwobenen Dortmunder Elf, die 1966 den Europapokal der Pokalsieger gewann. Hampden Park in Glasgow, 2:1 nach Verlängerung gegen den FC Liverpool. Eine Sternstunde in Schwarzgelb. Jeder BVB-Fan kann das herunterbeten. Aber wenn Aki Schmidt es erzählte, dann war allein das ein Ereignis. Seine Stimme emotional, sein Witz einzigartig. Er fesselte. Er begeisterte. „Er war ein Mensch, der mit dem Herzen gesprochen hat, eine große Persönlichkeit“, erinnerte sich Dr. Reinhard Rauball.

Rauball spricht voller Bewunderung über Schmidt

Borussia Dortmunds Präsident sprach voller Bewunderung über den Mann, der auf ewig ein wichtiger Fixpunkt in der Klubhistorie sein wird. Als toller Fußballer. Und als Gesicht, Stimme und Helfer des BVB. Seit Donnerstag hat Aki Schmidt nun seinen eigenen Platz. Am Eingang des Trainingsgeländes von Borussia Dortmund enthüllten Stadt- und Klubspitzen das Straßenschild zum „Aki-Schmidt-Platz“. Am Tag, an dem Schmidt, vor drei Jahren verstorben, 84 Jahre alt geworden wäre.

Ein ewiger Platz für BVB-Legende Aki Schmidt an Borussias Trainingsgelände

Aki Schmidt trug zwischen 1956 und 1968 das BVB-Trikot. © imago/Horstmüller

Und so wurde die kleine Feierstunde zum Geburtstagstreffen. Zu dem die BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer kamen, auch die früheren Profis Theo Redder, Siggi Held und Wolfgang Paul, die sich mit Aki Schmidt die Bälle zugespielt hatten. „Er war ein Vorbild für mich, es war eine wunderbare Zeit“, erinnerte sich Wolfgang Paul, der von Schmidt einst das Kapitänsamt beim BVB übernommen hatte.

Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger

Alle wussten sie über den Ur-Dortmunder gute Geschichten zu erzählen. Über den Stahlarbeiter-Sohn des SV Berghofen, der fast 60 Jahre BVB-Mitglied war, der drei Mal Deutscher Meister wurde mit seinem Klub, Pokalsieger und Europapokalsieger. Der zum ersten Dortmunder Kapitän der Nationalelf aufstieg. Und der später als Trainer auch in der Fremde für Furore sorgte. Mit Kickers Offenbach triumphierte Schmidt im DFB-Pokal, Jahn Regensburg führte er trotz bescheidener Mittel zu zwei Aufstiegen. „Jahn bringt Aki Schmidt noch heute große Verehrung entgegen“, betonte Reinhard Rauball. Regensburg wählte Schmidt zum Jahrhunderttrainer.

Ein ewiger Platz für BVB-Legende Aki Schmidt an Borussias Trainingsgelände

Am Eingang des BVB-Trainingsgeländes enthüllten Stadt- und Klubspitzen am Donnerstag das Straßenschild zum „Aki-Schmidt-Platz“. © Klaverkamp

Auch die Stadt Dortmund hält das Gedenken an einen ihrer bekanntesten Söhne in Ehren. Sie machte den „Aki-Schmidt-Platz“ schnellstens möglich. „Er ist eine Legende, die für uns immer weiter leben wird“, sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau, „er war unglaublich herzlich, einer, mit dem man Spaß haben konnte und ein Botschafter der Stadt. Dies ist ein guter Ort, um ihn zu würdigen.“

Viele Erinnerungen an den früheren Spielmacher Schmidt

In der Tat. Der „Aki-Schmidt-Platz“ ist wie gemacht für die Erinnerung an den früheren Spielmacher. Denn von hier aus verteilen sich die Spieler und Mitarbeiter des BVB auf dem Trainingsgelände zu den verschiedenen Gebäuden und Fußballplätzen. Und auf den Platz mündet die Adi-Preißler-Allee, die an einen zweiten großen Kapitän der Borussia erinnert.

„Wir können stolz sein, einen Mann wie Aki Schmidt bei Borussia Dortmund gehabt zu haben“, sagte Reinhard Rauball. Er wirkte als Spieler für seinen Verein, als Fanbeauftragter, im Ältestenrat, als Kassenprüfer. Nicht zu vergessen Schmidts musikalische Ader. Sein Hit „Rubbel die Katz am Borsigplatz“ ist längst Kult. Ullrich Sierau sprach den BVB-Fans schließlich aus der Seele: „Danke für alles, Aki!“

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