Ein Anfang ist gemacht! Der BVB und Lucien Favre atmen nach dem 2:1 bei Hertha BSC durch

Zweiter Bundesliga-Auswärtssieg

Der BVB holt bei Hertha BSC in der sportlichen Krise drei immens wichtige Punkte. Der Erfolg verschafft Trainer Lucien Favre Luft. Das 2:1 kann jedoch nur ein Anfang sein.

Berlin

, 30.11.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ein Anfang ist gemacht! Der BVB und Lucien Favre atmen nach dem 2:1 bei Hertha BSC durch

Emotional an der Seitenlinie: BVB-Trainer Lucien Favre. © imago/Contrast

In den vier Minuten Nachspielzeit strapazierte der BVB noch einmal die Nerven des eigenen Anhangs und auch die von Lucien Favre. Der erlösende Schlusspfiff von Schiedsrichter Sven Jablonski ließ dann viel Ballast abfallen, auf dem Rasen bei den völlig erschöpften Spielern wie auch auf der Bank, wo die herzlichen Umarmungen auch dem Schweizer galten, der seinen Job auch mit einer mutigen Aufstellung rettete.

Favre setzt auf Zagadou und Brandt

Manuel Akanji entschärfte die letzte Berliner Flanke, Roman Bürki begrub den Ball unter sich - danach war der ersehnte Dreier unter Dach und Fach. Und in der Kurve durften sich die Dortmunder nach vielen enttäuschenden Darbietungen in den vergangenen Wochen endlich mal wieder feiern lassen.

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Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund.
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund.© picture alliance/dpa
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Die von allen Seiten zum „Wendespiel“ ausgerufene Partie bei der Berliner Hertha begann Lucien Favre mit dem Mut, den man sich in manchen Spielen zuvor schon von ihm gewünscht hätte. Zu wenig Offensivkraft aufs Feld zu schicken, konnte man dem Schweizer jedenfalls im Olympiastadion nicht vorwerfen. In seiner Startelf standen sechs Spieler mit ausgewiesenem Drang nach vorn. Taktisch musste Favre dazu von seinem favoriserten 4-2-3-1 abweichen. Im 3-4-3 besetzte Dan-Axel Zagsadou als dritter Innenverteidiger die linke Außenposition. Überraschend vor allem, dass Julian Brandt als Achter eine zusätzliche spielerische Anspielstation darstellte. Drei Änderungen insgesamt nahm Favre vor.

Dortmund startet willig und bissig

Dass der Neustart bei der Hertha unter Jürgen Klinsmann einhergehen würde mit einem sehr aggressiven Auftreten der Heimmannschaft gegen den Ball, das durfte man erwarten. Grujic (nach Ellenbogen-Einsatz gegen Guerreiro) und Darida nach einer rüden Grätsche gegen Reus sahen früh Gelb, doch es war erfreulich, dass sich auch der BVB in der neuen Staffelung extrem willig und bissig zeigte. Das Gegenpressing funktionierte von Beginn an deutlich besser als in den vergangenen Wochen, und nach Ballgewinnen ging es deutlich zielstrebiger nach vorne.

Früh belohnten sich die Dortmunder für ihre engagierte Anfangsphase. Als Brandt nach einem von Reus ideal weitergeleiteten Ball viel freien Raum vor sich sah und der 23-Jährige den perfekten Ball in die Tiefe auf Jadon Sancho spielte, jubelte der BVB-Anhang erstmals. Sancho blieb vor Thomas Kraft eiskalt (15.).

Balsam auf die Wunden der Borussia

Nur 104 Sekunden später lagen sich die Schwarzgelben genau vor ihrer Fankurve schon wieder in den Armen. Manuel Akanji hatte Achraf Hakimi in den freien Raum geschickt, dessen Querpass lenkte Thorgan Hazard perfekt an Kraft vorbei. Das war Balsam auf die Wunden der Borussia, die die Partie fortan kontrollierte. Die Hertha musste sich berappeln, einen ersten Warnschuss gab Dodi Lukebakio ab, der um Dan-Axel Zagadou einen Haken schlug und Roman Bürki aus spitzem Winkel prüfte (31.).

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Mit Glück fand Berlin dann ins Spiel zurück: Weder Zagadou noch Axel Witsel störten den nach innen ziehenden Lukebakio, dessen Linksschuss aus zentraler Position fälschte Darida noch unhaltbar für Bürki ab (34.). Der Anschlusstreffer machte der Hauptstadt-Mannschaft Mut, der noch beflügelt wurde, als Mats Hummels kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz musste. Gegen den davoneilenden Selke ließ Dortmunds Abwehrchef das Bein stehen, zuvor war er bereits nach einem Halten gegen Lukebakio mit Gelb verwarnt worden.

Millimeter-Entscheidung rettet den BVB

Favre war gezwungen, die Taktik umzustellen. Er kehrte zurück zur Viererkette mit Akanji und Zagadou innen, außen verteidigten Hakimi und Guerreiro. Marco Reus bildete in einer Art 4-4-1 fortan die einzige Spitze.

Eine Millimeter-Entscheidung rettete den BVB vor dem schnellen Ausgleich: Als Dortmund keinen Druck auf den ballführenden Niklas Stark bekam, landete dessen Pass bei Selke, der sich geschickt um Akanji drehte. Bürki war machtlos gegen den Schuss des Berliners, der Ball zappelte im Netz und lag nach dem Jubel der Blau-Weißen schon wieder am Anstoßpunkt, als Schiedsrichter Svwen Jablonski ein Signal aus Köln erhielt. Das Tor zählte nicht. Abseits (47.).

Der BVB steht in der Defensive sicher

Das Geschehen verlagerte sich nun naturgemäß deutlich in die Dortmunder Hälfte, dem BVB aber gelang es recht eindrucksvoll, die eigenen Reihen zu schließen. Unkonzentriertheiten von Hakimi (58.) und Akanji (69.) blieben die Ausnahme: Dortmund fiel es erstaunlich leicht, die Hertha vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Herthas neuer Trainer Jürgen Klinsmann erhöhte dann das Risiko. Er brachte in Dilrosun und Ibisevic zwei zusäzliche Offensivkräfte und verzichtete auf Innenverteidiger Stark.

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Die Minuten rannen den Berlinern unter den Fingern weg, der BVB lauerte auf die eine Chance, den entscheidenden Punch zu setzen. Die Gelegenheit kam beim Doppelpass zwischen Sancho und Hakimi, der Marokkaner entschied sich aus spitzem Winkel aber frei vor Kraft gegen einen Torschuss. Sein Querpass fand keinen Abnehmer (78.). Auch Witsels Volleyabnahme fand nicht den Weg ins Tor (79.).

Dortmund holt den erst dritten Auswärtssieg dieser Saison

Doch es reichte auch so. Hertha gelang auch in den hektischen letzten zehn Spielminuten nach vorne kaum etwas. Die Kopfballchance von Salomon Kalou entsprang eher einem Zufall (90.+1), die letzten Hereingaben eher der großen Verzweiflung. Der erste Auswärtssieg der Borussia seit dem 2. Oktober (2:0 in Prag) und erst der zweite in der Liga nach dem 3:1 in Köln am zweiten Spieltag war am Ende verdient. Die Erleichterung war riesig.

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