DFL hofft auf Zuschauer: Wie soll der BVB entscheiden, wer rein darf?

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Die DFL beschäftigt sich wohl mit einem Szenario, wie Geisterspiele in Zukunft der Vergangenheit angehören könnten. Damit dürfte auch der BVB wieder vor Fans spielen. Mit Einschränkungen.

Dortmund

, 09.06.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die BVB-Profis feiern vor der leeren Südtribüne. Bilder wie dieses soll es ab der neuen Saison nicht mehr geben.

Die BVB-Profis feiern vor der leeren Südtribüne. Bilder wie dieses soll es ab der neuen Saison nicht mehr geben. © pa/obs FanQ - rate your club Gmb

Nach ersten Andeutungen aus der Politik befasst sich auch die Deutsche Fußball Liga für die neue Saison offenbar mit dem Wegfall der ungeliebten Geisterspiele. Angesichts sinkender Infektionszahlen habe die DFL „bereits den Dialog mit dem Bundesgesundheitsministerium aufgenommen mit Blick auf die Möglichkeit, mit dem Saisonstart schrittweise Zuschauer zu den Spielen beider Ligen zuzulassen“, teilte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (51) nach „Kicker“-Informationen am Montag in einem dreiseitigen Schreiben an die 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga mit.

DFL-Chef Seifert will Debatte über Sonderrolle des Fußballs verhindern

Wie der „Kicker“ berichtete, ersucht der Liga-Chef die Vereine, „keine konkreten Zahlen oder Zeitpunkte ungeprüft in den Raum zu stellen.“ Er befürchte, dass dies erneut eine Debatte über die Sonderrolle des Fußballs in der Corona-Krise auslösen könnte.

Angesichts landesweit konstant niedrigen Infektionszahlen und zahlreicher Lockerungen der Corona-Maßnahmen im normalen Leben gewinnt auch die Debatte um eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien an Fahrt. „Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (70/CSU) am Wochenende in einem Interview für die Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Nicht sofort, nicht wie vor dem Corona-Ausbruch, aber mit reduzierten Zuschauerzahlen und so, dass die Abstände zwischen den Stadionbesuchern eingehalten werden.“

Fußball: DFL will Hygienekonzept lockern

Die DFL kündigte am Montag zudem an, ihr Hygienekonzept zu lockern. In Absprache mit dem zuständigen Bundesministerium will die DFL ihre Bestimmungen „an die zwischenzeitlichen Entwicklungen in der Gesamtgesellschaft anpassen.“ So könnte das Tragen von Masken bei den Ersatzspielern sowie auf den Tribünen wegfallen, sofern der Mindestabstand eingehalten wird.

Zudem spricht sich die DFL für Zulassung von mehr Journalisten (derzeit zehn) und Fotografen (drei) aus. Auch die Delegationen der Klubs, die bisher nur acht (Heimverein) beziehungsweise vier (Gastverein) Vertreter umfassen dürfen, solle erweitert werden. Der unmittelbare Personenkreis um die Mannschaft sei aber „nach wie vor als hochsensibel anzusehen“, hieß es.


Wir möchten wissen: Wie soll der BVB entscheiden, wer ins Stadion darf?

Wie so eine Fan-Rückkehr in die Stadien aussehen kann, ist noch offen. Die Überlegungen sind erst am Anfang. Vorstellbar wäre eine Lockerung für bestimmte Gruppierungen, wie etwa Fan-Klubs, unter strengen Auflagen.

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Ein weiterer Lösungsansatz wäre, alle Dauerkarteninhaber zu den Spielen zu lassen – was sich beim BVB aufgrund der Masse (55.000) schon als sehr schwierig erweisen würde. Auch wäre ein Losverfahren denkbar. Das begrenzte Kartenkontingent könnte aber einfach an die höchstbietenden oder schnellsten „Kunden“ abgegeben werden.

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Mit dpa-Material.

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