DFB-Einzelkritik zum 1:1 gegen Spanien Süle patzt beim Gegentor – Musiala und Goretzka treiben an

Niklas Süle im Zweikampf mit Alvaro Morata.
Beim Führungstreffer der Spanier durch Alvaro Morata (M.) kam Niklas Süle zu spät. © imago / ANP
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Manuel Neuer:
Der Kapitän lenkte Olmos Schuss so eben an die Latte (7.). Ein schlimmer Fehlpass blieb folgenlos. Beim 18. WM-Einsatz gegen Moratas perfekten Abschluss machtlos. Note: 3,0


Thilo Kehrer:
Kam als rechter Außenverteidiger ins Team, ist aber keine Dauerlösung. Der West-Ham-Profi wurde zu oft überlaufen. Beim 0:1 konnte er Flankengeber Jordi Alba nicht stören. Note: 4,5


Niklas Süle:
Im Abwehrzentrum ist er besser aufgehoben. Klärte oft. Aber beim Tor der Spanier hob der Dortmunder das Abseits auf und kam dann gegen Morata zu spät (62.). Note: 4,0


Antonio Rüdiger:
Der Verteidiger von Real Madrid ist ein echter Zweikämpfer. Beim Kopfballtor nach Kimmichs Freistoß knapp im Abseits (40.). Ist bei dieser WM der stabilste deutsche Verteidiger. Note: 3,0

David Raum im Duell mit Nico Williams.
DFB-Linksverteidiger David Raum im Duell mit Nico Williams. © dpa


David Raum:
Anfangs war der Leipziger links hinten ein Unsicherheitsfaktor. Ging dann beherzter in die Zweikämpfe. Steigerte sich im Spielverlauf. Seine Flanken flogen allerdings häufig ins Nichts. Note: 3,0


Joshua Kimmich:
Barcas Pedri nahm der Bayern-Profi komplett aus dem Spiel. Musste seine Offensivaktionen dosieren. Dennoch nahe am 1:0, Unai Simon hielt seinen Schuss (56.). Note: 3,0


Leon Goretzka:
Die Dynamik und Körperlichkeit des Kraftpakets taten dem deutschen Spiel gut. Bekämpfte Barças Jungstar Gavi. Ungenaues Zuspiel auf Gnabry (10.). Note: 2,5


Serge Gnabry:
Der Bayern-Angreifer enttäuschte erneut. Seit über elf Monaten nun schon torlos im DFB-Trikot. Ein gefährlicher Schuss (25.). Ihm misslang viel zu viel. Note: 4,5

Serge Gnabry im Zweikampf mit Jordi Alba
DFB-Offensivspieler Serge Gnabry (l.) enttäuschte auch beim 1:1 gegen Spanien. © dpa


Ilkay Gündogan:
Der Techniker rückte im Vergleich zum Japan-Spiel vor auf die Zehn. Dort allerdings wenig produktiv. Die Auswechslung nach 70 Minuten war diesmal verständlich. Note: 4,0


Jamal Musiala:
Bayerns Jungstar startete auf dem Flügel eher unauffällig. Warf sich mutig in einen Schuss von Ferran Torres (36.). Zentral drehte er dann auf: Scheiterte selbst am Torwart (73.), bereitete aber das Tor von Füllkrug vor. Note: 2,5


Thomas Müller:
Als Angriffsspitze erster Anläufer der Spanier. Hohes Arbeitspensum, aber die großen Offensivaktionen fehlten im 120. Länderspiel. Der WM-Zauber von 2010 und 2014 ist verflogen. Note: 4,5


Niklas Füllkrug (70. für Müller):
Der Joker zündete. War gleich aktiv im Strafraum. Kam nach Musialas Hereingabe zu spät, das zweite Zuspiel aber verwandelte der Bremer stark (83.). Note: 2,0


Leroy Sane
(70. für Gündogan), Lukas Klostermann (70. für Kehrer), Jonas Hofmann (85. für Gnabry) und Nico Schlotterbeck (87. für Raum) bleiben ohne Note.