Äußerst ungern denkt man beim BVB an die Pokalfinal-Niederlage im Mai 2015 gegen Wolfsburg zurück. Seither beißen sich die Wölfe an den Schwarzgelben allerdings die Zähne aus. Die 09 Fakten zum Spiel.

Dortmund

, 30.03.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

01.) Wieder in der Spur: Borussia Dortmund gewann die vergangenen beiden Bundesliga-Spiele, feierte damit erstmals seit Ende Januar wieder zwei Siege hintereinander. Kommen gegen Wolfsburg drei Zähler hinzu, geht der BVB mit seiner längsten Siegesserie 2019 ins Top-Spiel beim FC Bayern.

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02.) Debakel im Hinterkopf: Auswärts holten in dieser Bundesliga-Saison nur die Bayern und Dortmund mehr Punkte (30 bzw. 25) als der VfL Wolfsburg (23), der über die Hälfte seiner Gastspiele gewann (sieben von 13). Vor zwei Wochen setzte es beim FC Bayern aber eine 0:6-Schlappe - es war die höchste Auswärtsniederlage in der Bundesliga-Geschichte des VfL. Die Wölfe verloren in dieser Bundesliga-Saison nie zwei Auswärtsspiele in Serie, ließen bisher auf eine Auswärtsniederlage stets einen Auswärtssieg folgen.


03.) Offensivpower im Signal Iduna Park: Dortmund erzielte in jedem der 13 Heimspiele dieser Bundesliga-Saison mindestens zwei Tore, neun Mal sogar mindestens drei. Allein in den vergangenen vier Heimspielen gelangen der Borussia 14 Treffer. Dass eine Mannschaft in allen Heimspielen einer Bundesliga-Saison mindestens zwei Tore erzielte, gab es in der Historie noch nie.


04.) Reus auf Rekordjagd: Der 3:2-Siegtreffer in Berlin war das 15. Saisontor von Marco Reus in dieser Saison - damit traf er schon häufiger als in den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen (jeweils sieben Tore). Reus‘ Saisonrekord im BVB-Dress steht bei 16 Toren (2013/14), sein Saisonrekord in der Bundesliga bei 18 (2011/12 für Mönchengladbach). In seinen vergangenen elf Bundesliga-Spielen gegen Wolfsburg gelangen Reus zehn Tore. Im Hinspiel erzielte er eines seiner seltenen Kopfballtore (sein einziges in dieser Spielzeit) und bescherte dem BVB damit einen 1:0-Erfolg.

05.) Sancho liefert mit beeindruckender Konstanz: Jadon Sancho ist der einzige Dortmunder, der in allen 26 Spielen dieser Bundesliga-Saison zum Einsatz kam, sammelte dabei 25 Scorer-Punkte (acht Tore, 17 Assists). Herausragend sind vor allem Sanchos 17 Assists - nach 26 Spieltagen einer Bundesliga-Saison hatte seit Beginn der Datenerfassung 1992 niemand mehr auf dem Konto. Damit rückt für ihn nun auch der Allzeitrekord ins Blickfeld - der steht bei 22 Assists in einer Saison und wird gehalten von den Herren Forsberg (2016/17), De Bruyne (2014/15) und Misimovic (2008/09).


06.) Torflaute gegen den BVB: In den vergangenen vier Partien gegen Dortmund erzielten die Wölfe kein Tor - gegen keinen anderen Bundesligisten ist der VfL aktuell so lange torlos, der BVB wiederum blieb gegen keinen anderen so lange ohne Gegentor. Der letzte Wolfsburger Treffer gegen die Borussia liegt mittlerweile 2,5 Jahre zurück und löste auch nicht gerade Jubelstürme aus (Daniel Didavi im September 2016 bei einer 1:5-Heimniederlage).



07.) Letzte Niederlage gegen den VfL im Pokalfinale: Dortmund hat gegen Wolfsburg seit der 1:3-Niederlage im DFB-Pokal-Finale 2015 nicht mehr verloren. In den folgenden sieben Duellen (alle in der Bundesliga) gab es sechs Siege und ein Unentschieden. Das Torverhältnis aus diesen sieben Partien lautet 19:3 pro BVB.

Der VfL Wolfsburg beißt sich seit 2015 am BVB die Zähne aus

Jürgen Klopps letztes Spiel als BVB-Trainer. Am 30. Mai 2015 unterlag Borussia Dortmund dem VfL Wolfsburg im Pokalfinale mit 1:3. © dpa

08.) Unerschütterliche Moral: Am vergangenen Spieltag in Berlin drehten die Dortmunder zum fünften Mal in dieser Bundesliga-Saison einen Rückstand noch in einen Sieg - das ist mit Abstand Ligaspitze. Ein weiteres Mal gelang nach einem Rückstand noch ein Unentschieden. Der BVB holte damit in dieser Saison 16 Punkte nach Rückständen, auch das ist Ligaspitze. Wie beeindruckend dieser Wert ist, zeigt vor allem der Vergleich mit Leipzig: Die Sachsen lagen in genauso viele Spielen zurück wie Dortmund (8), holten daraus aber nur drei Punkte. Der jetzige Gegner Wolfsburg gehört in dieser Hinsicht allerdings auch zu den Topteams der Liga.


09.) Am Ende kommt der BVB gewaltig: Passend zu den vielen gedrehten Spielen ist Dortmund auch das Team mit den meisten Toren in der Schlussviertelstunde (19). Sechs davon gelangen in der Nachspielzeit - auch das ist Bestwert. Zwei Mal schoss der BVB in der Nachspielzeit noch das Siegtor: Außer in Berlin (90.+2) war das auch in der Hinrunde beim 4:3 gegen Augsburg gelungen (90.+6).

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