Der BVB läuft nicht nur dem Glück hinterher - Reus trifft auf seinen Lieblingsgegner

dzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund läuft im bisherigen Saisonverlauf dem Glück hinterher - und den Konkurrenten. Auch beim BVB-Lieblingsgegner? Die Fakten zum Spiel beim SC Freiburg.

Dortmund

, 04.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

01.) Noch ist es eine Scheinkrise: Dortmund ist am vergangenen Wochenende in der Bundesliga-Tabelle aus dem oberen Drittel gerutscht, stürzte auf Platz acht ab. So weit unten in der Tabelle standen die Schwarzgelben zuletzt nach dem 15. Spieltag 17/18, als Peter Bosz durch Peter Stöger ersetzt wurde - auch damals war der BVB Achter. Der kleine Unterschied: 2017 lag man als Achter 13 Punkte hinter Platz eins, jetzt sind es nur drei Zähler auf Spitzenreiter Bayern. Bitter aus BVB-Sicht: Erstmals seit Mai 2018 liegt man in der Bundesliga-Tabelle hinter dem FC Schalke 04.


02.) Was Dortmund wirklich fehlt: Sportjournalisten, Fans, die BVB-Spieler, selbst Trainer Lucien Favre waren sich nach dem Bremen-Spiel einig, es fehlt irgendetwas. Aber was? Roman Bürki vermisste den Killerinstinkt, doch der BVB hat knapp hinter den Bayern die beste Trefferquote in der Liga (5,5 Torschüsse für ein Tor, FCB 5,3). Favre hätte gern noch mehr Ballbesitz, dabei waren es gegen Bremen 62 Prozent und auch der Dortmunder Durchschnittswert dieser Saison liegt bei dominanten 61 Prozent (vergangene Saison waren es 57 Prozent). Es fehlte zuletzt auch das Spielglück! In Frankfurt kostete ein Eigentor den Sieg, gegen Bremen schoss Paco Alcacer in der Nachspielzeit knapp über das Tor. In der vergangenen Saison gewann Dortmund reihenweise Spiele in der Schlussphase (25 BVB-Tore in der Schlussviertelstunde, davon allein neun in der Nachspielzeit).

Der BVB läuft nicht nur dem Glück hinterher - Reus trifft auf seinen Lieblingsgegner

© Deltatre

03.) Dortmund läuft aber nicht nur dem Glück hinterher: Der BVB läuft dem Glück hinterher, aber auch den Gegnern. Zuletzt gegen Bremen rannten die Borussen in einem sehr laufintensiven Match starke 121,1 Kilometer, mehr als in jedem anderen Saisonspiel. Nur waren das drei Kilometer weniger als Gegner Werder an diesem Tag zurücklegte. Schon in Frankfurt lief Dortmund fünf Kilometer weniger als die Gastgeber, bei der Niederlage bei Union Berlin waren es gar über sieben Kilometer weniger. Die Bereitschaft, ein paar Extrameter mehr als der Gegner zu gehen, fällt in die Kategorie Mentalität. Allerdings liefen die Dortmunder auch in den drei gewonnenen Saisonspielen weniger als der Gegner. Dortmund ist diese Saison viel ökonomischer unterwegs (durchschnittlich 114,8 Kilometer pro Spiel) als vergangene Saison (118,1 Kilometer im Schnitt).


04.) Freiburg hat sich in der Spitzengruppe etabliert: Der Tabellendritte empfängt den Tabellenachten. Dass der SC Freiburg vor einem Duell mit Dortmund so viele Ränge höher als der BVB platziert ist , gab es nur einmal zuvor - beim ersten Bundesliga-Duell in der Saison 93/94. Damals reiste Freiburg am dritten Spieltag als Tabellensechster zum Tabellenzwölften nach Dortmund (und verlor dort 2:3).


05.) Der SC ist Dortmunds Liebling: Der BVB ist gegen Freiburg seit 16 Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Gegen Nürnberg schaffte die Borussia von 1992 bis 2007 ebenfalls 16 Duelle in Serie ohne Niederlage und könnte nun in Freiburg einen neuen Vereinsrekord aufstellen! Als die Breisgauer am 8. Mai 2010 letztmals gegen den BVB gewannen, saß beim SC noch Robin Dutt und bei Dortmund Jürgen Klopp auf der Bank. Von den Torschützen dieses 3:1-Erfolgs ist schon längst keiner mehr im Verein (Mohamadou Idrissou, Doppelpack Papiss Cisse, Lucas Barrios).

06.) Reus-Tor gegen Freiburg ist garantiert: Freiburg bekam Marco Reus in den vergangenen Jahren nie in den Griff. In seinen vergangenen sieben Bundesliga-Spielen gegen den Sportclub war der BVB-Kapitän immer an mindestens einem Tor direkt beteiligt und sammelte zwölf Scorer-Punkte!

Jubiläum: Marco Reus (250. Pflichtspiel für Dortmund), Lukas Kübler (50. Bundesliga-Spiel), Lucas Höler (50. Pflichtspiel für Freiburg).
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