Der BVB stürmt durch die Bundesliga. Die sportlichen Fakten sprechen für sich. Das Spannendste ist, dass trotzdem noch Luft nach oben ist. Tobias Jöhren kommentiert.

Stuttgart

, 21.10.2018, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gegen die Macht der Zahlen ist wenig Kraut gewachsen. Borussia Dortmund wirbelt durch die Bundesliga, diese These ist nicht sonderlich gewagt. Acht Spiele, 20 Punkte, 27:8 Tore, Tabellenplatz eins. Die Erfolgswelle, die der BVB gerade surft, wächst unaufhörlich zu einem amtlichen Brecher heran. Die Entwicklung dieser Mannschaft geht in die richtige Richtung, daran bestehen keine Zweifel. Trainer Lucien Favre hat eine Einheit geformt, die sowohl charakterlich als auch spielerisch überzeugt.

Spielerische und kämpferische Klasse

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Borussia Dortmund in der Saison 18/19 ist in der Lage, Gegner spielerisch zu filetieren. Der VfB Stuttgart konnte am Samstag bereits in der Halbzeit ein Lied davon singen, auch dem 1. FC Nürnberg dröhnt es beim Gedanken an die Dortmunder Offensivwucht noch in den Ohren.

Der BVB in der Saison 18/19 ist außerdem in der Lage, Spiele zu drehen, sich gegen Widerstände zu wehren. Bayer Leverkusen und der FC Augsburg erfuhren dies auf bittere Art und Weise. Der BVB in der Saison 18/19 ist aber auch - und das ist vielleicht das Spannendste an dieser Mannschaft - noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt.

Favre: „Es gibt viel zu tun“

Lucien Favre beteuert nicht ohne Grund gebetsmühlenartig, dass die Mannschaft noch Zeit brauche, dass er noch Zeit brauche. „Es gibt viel zu tun“, lautet das Credo des Schweizers. Es gibt trotz der guten Ergebnisse und überzeugenden Leistungen noch Bereiche, in denen sich der BVB verbessern kann.

Der BVB ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt

Will weiter an den BVB-Details arbeiten: Trainer Lucien Favre. © imago

Dabei geht es nicht darum, krampfhaft nach den wenigen Haaren in der schon sehr fein abgeschmeckten Suppe zu suchen, aber Favre, dem detailverliebten und akribischen Arbeiter, ist freilich nicht entgangen, dass noch Optimierungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Stuttgart erarbeitet sich zahlreiche Chancen

Der Schweizer wird seine Mannschaft loben für das bisher Erreichte, er wird ihr aber auch vor Augen führen, dass die zweite Hälfte in Stuttgart insbesondere in den ersten 15 Minuten noch Luft nach oben offenbarte. Der VfB erarbeite sich mehr Chancen, als es Favre lieb war. Der BVB ließ mehr Kontermöglichkeiten liegen, als es Favre lieb war. Und der BVB verlor mehr Bälle in der Spieleröffnung, als es Favre lieb war.

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BVB-Training in Brackel am 21. Oktober

21.10.2018
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Impressionen des BVB-Trainings am 21. Oktober.© Guido Kirchner
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Schlagworte BVB

Insofern ist es für den 60-Jährigen wohl fast ein Segen, dass am Mittwoch in der Champions League mit Atletico Madrid ein echter Hochkaräter auf den BVB wartet. Die Mannschaft, gerade auch die jungen Spieler, werden vor die nächste Probe gestellt. Es ist die Chance, den nächsten Schritt dieser bislang so positiven, mitunter berauschenden Entwicklung zu gehen. Wenn die BVB-Profis ihrem Trainer weiterhin gut zuhören, kann die Erfolgswelle zu einem fußballerischen Tsunami werden.

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