Der Fall Axel Witsel wird mehr und mehr zu einem Verwirrspiel. Überall sprudeln Wasserstandsmeldungen aus dem Boden. Der BVB hüllt sich in Schweigen.

Bad Ragaz

, 02.08.2018, 22:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist jetzt über 20 Jahre her, dass Michael Zorc und Paulo Sousa zusammen in einem Pflichtspiel für Borussia Dortmund aufgelaufen sind. Am 19. Dezember 1997 war das. Es war das letzte Spiel des Portugiesen für den BVB, ehe er nach Italien zu Inter Mailand wechselte. Und es war ein recht verstörendes Spiel für Borussia Dortmund. 2:2 daheim im Derby gegen Schalke an einem Freitagabend kurz vor Weihnachten. Trotz zweimaliger Führung wurde der Sieg verschenkt, Torhüter Jens Lehmann erzielte in der 90. Minute mit dem Kopf ein ziemlich berühmtes Tor für Königsblau.

„Zentraler Spieler unserer Mannschaft“

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Ähnlich verstörend wie dieses Fußballspiel vor über 20 Jahren ist das Verwirrspiel um Axel Witsel in diesen Tagen. Und auch in diesem Spiel stehen Michael Zorc und Paulo Sousa auf dem Feld, nur diesmal sitzen sie nicht im selben Boot. Der eine, Zorc, BVB-Sportdirektor, möchte Witsel gerne verpflichten und zu diesem Thema nichts sagen.

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Die besten Bilder aus der Karriere des Axel Witsel

29.07.2018
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Die besten Bilder aus der Karriere des Axel Witsel.© picture alliance/dpa
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Schlagworte BVB, Borussia Dortmund

Der andere, Sousa, Witsels Trainer beim chinesischen Klub Tianjin Quanjian FC, möchte den Spieler gerne behalten und sagt das auch: „Er ist ein zentraler Spieler unserer Mannschaft. Der Transfer wird nicht passieren.“ Er verstehe es so, dass der Spieler eine Transferklausel in seinem Vertrag habe, die Klausel aber nur während des Transferfensters gezogen werden könne. Und das Transferfenster in China sei seit Mitte Juli geschlossen. „Ich habe keine Informationen über einen Transfer erhalten - weder vom Klub noch vom Spieler selbst.“ So zitieren ihn chinesische Medien.

Und täglich grüßt der Medizincheck

Der BVB lässt das unkommentiert. So, wie er alles im Fall Witsel unkommentiert lässt. Man sage nichts zu Wasserstandsmeldungen aus China, man sage nichts zu Wasserstandsmeldungen aus Belgien, und man sage auch nichts zu Wasserstandsmeldungen aus Deutschland, heißt es unisono.

Belgische Medien verkünden im Gegensatz zu den chinesischen Nachrichtenagenturen seit Sonntag eigentlich täglich, dass morgen wirklich Witsels Medizincheck in Dortmund anstünde - oder gleich, dass er ihn schon bestanden habe. Und auch der deutsche Boulevard vermeldete am Donnerstag dann durchaus feierlich, der Witsel-Transfer stehe nun unmittelbar bevor.

Zorc in Bad Ragaz eingetroffen

Der Spieler, derzeit noch auf Ibiza, fliege eventuell sogar noch ins Trainingslager in Bad Ragaz. Seine Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro könne sehr wohl noch gezogen werden. BVB-Geschäftsführer Watzke und Michael Zorc seien daher für die finalen Verhandlungen in Dortmund geblieben und am Mittwoch noch nicht mit der Mannschaft in die Schweiz gereist.

@dimitrivegasandlikemike #friends #ibiza #ushuaïa @thomas12meunier

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Auszuschließen ist das nicht, zu belegen ist es auch nicht. Fest steht nur, dass zumindest Zorc seit Donnerstag in Bad Ragaz weilt und Watzke spätestens am Wochenende nachkommen soll. Ansonsten gibt es weiterhin keinen neuen offiziellen Stand, außer den, dass sich die Verhandlungen zwischen dem Klub von Zorc, Borussia Dortmund, und dem Klub von Sousa, Tianjin Quanjian, hinziehen wie ein kilometerlanger Stau.

Entscheidung rückt näher

Daran wird sich erst etwas ändern, wenn es irgendwann eine Entscheidung gibt. Die schlechte Nachricht: Theoretisch kann sie bis Ende August auf sich warten lassen. Die gute Nachricht: Wahrscheinlich geht es doch deutlich schneller. Zu Beginn der kommenden Woche wird Witsel zurück in China erwartet. Der Gedanke daran dürfte für den Belgier ähnlich verstörend sein wie für den BVB ein spätes Gegentor gegen Schalke - erzielt von einem Torwart.

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