Marco Reus trifft mit dem BVB aus seinen Lieblingsgegner Werder Bremen. © imago / ULMER Pressebildagentur
09 Fakten

Der BVB bleibt unberechenbar – Reus trifft auf seinen Lieblingsgegner

Borussia Dortmund bleibt unberechenbar. Das gilt auch für die BVB-Torschützen. Reus trifft gegen Bremen jedenfalls gern, Haaland hat erneut einen Rekord aufgestellt. Die 09 Fakten.

01.) Die Hoffnung lebt: Nach zwei sieglosen Bundesliga-Spielen mit nur einem Punkt (2:2 in Köln und 1:2 gegen Frankfurt) drohte Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag beim VfB Stuttgart der nächste Rückschlag – doch der BVB drehte die Partie nach einem 0:1-Pausenrückstand und darf nach dem 3:2-Erfolg weiter auf die Champions League hoffen. Eintracht Frankfurt auf Platz vier ist aber weiterhin sieben Punkte entfernt.02.) Champions-League-Qualifikation ist möglich: Vor zwei Jahren war Eintracht Frankfurt nach dem 28. Spieltag auch Vierter, die Champions League erreichte dann aber Bayer Leverkusen. Die Werkself lag nach dem 28. Spieltag noch zehn Zähler hinter den Hessen.

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03.) Königsklasse taugt nur bedingt als Muntermacher: Trotz einer guten Leistung in den beiden Spielen gegen Manchester City war für den BVB im Viertelfinale der Champions League Endstation. Unter Edin Terzic hat Borussia Dortmund alle drei Bundesliga-Spiele direkt im Anschluss an die Königsklasse gewonnen (4:0 beim FC Schalke 04, 2:0 gegen Hertha BSC und zuletzt 3:2 in Stuttgart). 04.) Guter Terzic-Start gegen Werder: In der Hinrunde hat die Borussia mit 2:1 in Bremen gewonnen. Die Partie am 15. Dezember 2020 war die erste unter Cheftrainer Edin Terzic. Marco Reus erzielte in der 78. Minute das Siegtor für die Dortmunder (per Elfmeter-Nachschuss). Insgesamt ist der BVB nun seit sechs Bundesliga-Spielen gegen Werder ungeschlagen (drei Siege, drei Remis).05.) Alle würden sich über ein schnelles Wiedersehen freuen: Dortmund und Bremen könnten am 13. Mai im DFB-Pokalfinale erneut aufeinandertreffen – im Halbfinale haben beide Mannschaften Heimrecht (der BVB gegen Kiel und Werder gegen Leipzig). Die vergangenen drei Pokal-Duelle gegen den BVB entschied Bremen für sich. Im Finale des DFB-Pokals spielten der BVB und Werder bislang einmal gegeneinander: 1989 setzte sich Dortmund mit 4:1 durch. Der heutige BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel traf doppelt.

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06.) Reus mag Bremen: Marco Reus hat in Stuttgart seine längste Tor-Flaute in der Bundesliga beendet, nach 14 torlosen Partien und 1130 erfolglosen Spielminuten hat er wieder getroffen. Zusammen mit seinem Tor in Manchester war Reus sogar erstmals seit Anfang 2020 wieder in zwei Pflichtspielen hintereinander erfolgreich. In zwei Bundesliga-Spielen in Serie hat er in dieser Saison dagegen noch nicht getroffen, nun sind die Aussichten dafür günstig: Gegen Bremen hat Reus in 18 Bundesliga-Spielen 14 Tore erzielt – gegen kein anderes Team war er so oft erfolgreich. In seinen vergangenen fünf Bundesliga-Spielen gegen Werder traf er immer (sechs Tore). Insgesamt hat Reus nun wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc 131 Bundesliga-Tore erzielt, das bedeutet den 23. Platz im historischen Ranking. Auf Platz 22 liegt Rudi Völler mit 132 Treffern – 97 dieser Tore schoss er für Werder Bremen.07.) Schneller Haaland – ein Problem für Werder? Erling Haaland hat am vergangenen Spieltag in Stuttgart mit einem Topspeed von 36,04 km/h einen neuen ligaweiten Saisonrekord aufgestellt. Bei Werder knackte dagegen zuletzt in der Partie gegen Leipzig kein Spieler die Marke von 33 km/h.08.) Die unberechenbare Borussia jagt Werder: In Stuttgart haben Jude Bellingham und Ansgar Knauff jeweils ihr erstes Bundesliga-Tor erzielt. Damit haben sich in dieser Bundesliga-Spielzeit nun schon 18 Borussen in die Torschützenliste eingetragen – kein anderes Team ist so unberechenbar. Der BVB hat damit seinen historischen Saisonrekord aus der Spielzeit 18/19 eingestellt, der ligaweite Allzeitrekord liegt bei 20 Torschützen in einer Saison (2007/08 Werder Bremen).

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09.) Historisch viele junge BVB-Torschützen: Borussia Dortmund hat in dieser Saison in Youssoufa Moukoko, Jude Bellingham, Giovanni Reyna, Reinier und Ansgar Knauff fünf Bundesliga-Torschützen in seinen Reihen, die jünger als 20 Jahre alt sind. So viele Teenager-Torschützen gab es in der Bundesliga-Historie in einer Spielzeit zuvor noch nie bei einem Klub.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Liebt geschriebene Worte, wollte deshalb nie etwas anderes als Journalistin werden. 1989 geboren im Schwarzwald, aufgewachsen im Sauerland, heute in Dortmund zu Hause. Erzählt seit 2013 die Geschichten dieser Stadt, ihrer Menschen und ihres schwarzgelben Fußballklubs.
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Jana Klüh
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