Denkt der BVB über Shootingstar Erling Haaland nach? Das sagt unser Reporter

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Ein neuer Stürmer soll im Winter zu Borussia Dortmund wechseln. Aktuell im Fokus: Erling Haaland von Red Bull Salzburg. Unser Reporter ordnet das Gerücht ein und bewertet, was dran ist.

Dortmund

, 03.12.2019, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

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Die „Bild“ meldet, Borussia Dortmund habe Erling Haaland von Red Bull Salzburg bei der Suche nach einem neuen Stürmer ins Visier genommen und den 19 Jahre alten norwegischen Nationalspieler bereits mehrmals beobachtet. Die „Sport-Bild“ meldet zudem, Haaland habe eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2023 laufenden Vertrag stehen, der BVB sei bereit, rund 30 Millionen Euro für den 1,94 Meter großen Angreifer in die Hand zu nehmen.


Was zeichnet den Spieler aus?

Haalands Entwicklung in dieser Saison ist bemerkenswert. Für Red Bull Salzburg hat er wettbewerbsübergreifend in 20 Pflichtspielen bereits 27 Tore erzielt, allein acht davon in fünf Partien in der Champions League. Markus Krösche, der Sportdirektor von RB Leipzig, das ebenfalls Interesse an Haaland haben soll, sagt über den Spieler: „Der Junge ist ein sehr guter Spieler. Sowohl in der Liga als auch in der Champions League macht er einen außergewöhnlich guten Job.“

Denkt der BVB über Shootingstar Erling Haaland nach? Das sagt unser Reporter

Erling Haaland traf in der Champions League in dieser Saison schon acht Mal - und jubelte auf ungewöhnliche Art und Weise. © imago/GEPA pictures

Haaland spielt seit Januar dieses Jahres für Red Bull Salzburg. Der Sohn von Ex-Fußballprofi Alf-Inge Haaland, der in seiner Karriere 181 Spiele in der englischen Premier League bestritt und über seinen Junior sagt, dass er irgendwann gerne in England spielen würde, brauchte in Salzburg ein halbes Jahr, um richtig anzukommen.

In der vergangenen Rückrunde unter dem jetzigen Gladbach-Trainer Marco Rose tat sich Haaland schwer, kam zehn Mal zum Einsatz und erzielte fünf Treffer. Seit dieser Saison geht seine Leistungskurve unter Trainer Jesse Marsch durch die Decke, was viele große Klubs auf den Plan gerufen haben soll, die Interesse an dem norwegischen Sturmtank signalisieren. Neben Borussia Dortmund und RB Leipzig werden unter anderen auch der FC Bayern München, Manchester United und Juventus Turin mit Haaland in Verbindung gebracht.


Was sagt unser BVB-Reporter Tobias Jöhren?

Erling Haaland ist in diesem Herbst eine der heißesten Aktien auf dem Stürmermarkt. Vor allem seine Trefferquote für Red Bulll Salzburg in der Königsklasse hat viel Eindruck hinterlassen.

Sein aktueller Klub, der auf Nachfrage klar zu verstehen gibt, dass er es anstrebt, Haaland mindestens bis zum kommenden Sommer zu halten, lässt den Spieler mittlerweile keine Interviews mehr geben, will sein Sturmjuwel schützen. Haaland soll sich weiter in Salzburg entwickeln. Doch auch RB Salzburg weiß, dass der österreichische Serienmeister keine Chance hat, einen Spieler zu halten, wenn die Topklubs aus Europa anklopfen.

Natürlich weiß Borussia Dortmund um die beeindruckende Trefferquote des Youngsters. Trotzdem ist ein Wechsel Haalands nach Dortmund in dieser Winterpause nahezu ausgeschlossen.

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Das liegt in erster Linie am Geld. Der Geldbeutel ist nicht so prall gefüllt, wie viele Fans glauben. Einen Transfer in einer Größenordnung um die 30 Millionen Euro wird es dem Vernehmen nach im Winter eher nicht geben, auch wenn BVB-Boss Hans-Joachim Watzke für die kommende Transferperiode einen neuen Stürmer angekündigt hat. Es wird eine günstigere Lösung angestrebt, die trotzdem sofort helfen kann.

Der Name Olivier Giroud taucht immer wieder auf. Haaland wird - wenn überhaupt - frühestens im nächsten Sommer ein Thema beim BVB werden. Und auch dann stellt sich die Frage nach der Realisierbarkeit eines Haaland-Transfers. Nicht nur wegen des Geldes, sondern auch wegen der großen Konkurrenz auf dem Transfermarkt.

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© Lensingmedia

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