Debatten um Handspiel: Der DFB widerspricht dem BVB

Borussia Dortmund

In der Diskussion um strittige Schiedsrichter-Entscheidungen bei Handspielen widerspricht der Deutsche Fußball-Bund den Verantwortlichen von Borussia Dortmund.

Dortmund

, 16.06.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schiedsrichter Sascha Stegemann verweigerte dem BVB-Treffer von Raphael Guerreiro am Samstag in Düsseldorf die Anerkennung.

Schiedsrichter Sascha Stegemann verweigerte dem BVB-Treffer von Raphael Guerreiro am Samstag in Düsseldorf die Anerkennung. © imago / Moritz Müller

Ums Handspiel ging es bei Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen häufiger: Boateng, Can und am vergangenen Wochenende Raphael Guerreiro. Die Entscheidung fielen stets zu Ungunsten des BVB aus.

BVB-Sportdirektor Zorc: „In der Summe nicht mehr nachvollziehbar“

Sportdirektor Michael Zorc erklärte nach dem 1:0-Sieg in Düsseldorf am vergangenen Samstag: „Das regt mich auf. Bayerns Jerome Boateng im Spiel gegen uns, da wird ein glasklarer Elfmeter nicht gegeben. In Paderborn und heute in Düsseldorf wird auch gegen uns entschieden. Es waren drei Fehlentscheidungen, das ist in der Summe nicht mehr nachvollziehbar.“

Der Deutsche Fußball-Bund verwies am Dienstag - ohne direkt auf die Dortmunder Kritik einzugehen - in einer Stellungnahme auf die neue Regel: „Die Regel 12 wurde in Bezug auf Handspiel im letzten Jahr umfassend geändert. Eine wesentliche Änderung war dabei die Festlegung, dass ein Tor nicht zählen darf, wenn es direkt mit der Hand oder dem Arm erzielt wird (egal ob absichtlich oder nicht) oder wenn ein Spieler oder auch ein Mitspieler den Ball mit der Hand oder dem Arm berührt (egal ob absichtlich oder nicht) und unmittelbar danach das Tor erzielt wird.“

DFB: Schiedsrichter haben in allen Fällen regelkonform entschieden

Das gelte auch schon, wenn eine Torchance dadurch kreiert werde. Der Grund für diese Regeländerung durch das International Football Association Board (IFAB) seien die immer wieder grundsätzlichen Diskussionen um absichtliches oder nicht absichtliches Handspiel gewesen. Der Schiedsrichter habe in solchen Fällen nun keinen Spielraum mehr.

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Am vergangenen Wochenende hatten entsprechende Szenen bei den Spielen Hoffenheim gegen Leipzig, Wolfsburg gegen Freiburg und Düsseldorf gegen Dortmund für Aufregung gesorgt. In allen drei Fällen, so der DFB, haben die Schiedsrichter vollkommen regelkonform auf Freistoß für die gegnerische Mannschaft entschieden.

Mit dpa-Material

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