Das lange BVB-Warten auf Alcacer - weitere Fragezeichen vor Pokal-Spiel gegen Gladbach

Borussia Dortmund

Für den BVB steht bereits am Mittwoch im Pokal gegen Gladbach das nächste Pflichtspiel an. Die Rückkehr des Torjägers verschiebt sich, zwei weitere Spieler sind fraglich. Unser Personal-Update.

Gelsenkirchen

, 27.10.2019, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das lange BVB-Warten auf Alcacer - weitere Fragezeichen vor Pokal-Spiel gegen Gladbach

Der BVB muss weiterhin auf die Rückkehr von Paco Alcacer warten. © imago

Mittlerweile fünf Pflichtspiele der Borussia hat Paco Alcacer nun schon wieder verpasst - und ein Ende der Leidenszeit des fünffachen Saisontorschützen, der zudem noch beim 2:0-Pokalerfolg gegen den Drittligisten KFC Uerdingen traf, ist noch nicht in Sicht.

Alcacer fehlt dem BVB bereits seit vier Wochen

Mehr als lockeres Lauftraining und eine etwas intensivere Einheit am Sonntag nach dem Revierderby war bislang für den Spanier nicht möglich, nachdem sich die Achillessehnenbeschwerden des 26-Jährigen in die Wade verlagert hatten und muskuläre Probleme die längst geplante Rückkehr ins Training bislang verhindern. Nun hofft der Klub, dass der Torjäger in der kommenden Woche die Belastung deutlich steigern kann. „Wir hoffen, dass er dann ins Teamtraining zurückkehren kann“, meinte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach dem 0:0 der Borussia auf Schalke. Dass Alcacer dann zügig auch wieder ein Thema für den Kader werden kann, sieht Zorc jedoch mit der gebotenen Skepsis. „Man muss bedenken, dass er eine ganze Weile raus ist.“

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Alcacer hatte in der vergangenen Spielzeit einige Male mit muskulären Problemen zu kämpfen gehabt, die vor allem darin ihre Ursache hatten, dass er vor seinem Wechsel zum BVB in Barcelona nur wenig Spielpraxis hatte. Läuft nun alles planmäßig, scheint ein Einsatz frühestens im „Rückspiel“ in der Champions League gegen Inter Mailand am 5. November realistisch, vielleicht auch erst am Samstag drauf in München.

Wettlauf gegen die Zeit für Roman Bürki

Exakt seit dem 28. September stand Alcacer nicht mehr auf dem Platz. Er verpasste nach seinem Kurzeinsatz beim 2:2 gegen Werder Bremen die zweite Gruppenpartie in der Champions League in Prag, die Bundesliga-Partien in Freiburg, gegen Gladbach und nun auf Schalke. Auch am Mittwoch in Mailand schaute er nur von der Couch aus zu.

Für Alcacer und den BVB sind die gesundheitlichen Probleme ein herber Schlag. Ohne den Torjäger schwand die Durchschlagskraft im Angriff erheblich, er selbst wird sich nun wieder herankämpfen müssen, nachdem er die Vorbereitung voll durchziehen konnte und mit einer ganz anderen Basis in die Saison gegangen war als im Vorjahr.

Das lange BVB-Warten auf Alcacer - weitere Fragezeichen vor Pokal-Spiel gegen Gladbach

Sicherer Rückhalt gegen Schalke: BVB-Torhüter Marwin Hitz. © Kirchner/Christopher Neundorf

Weil schon am Mittwoch das nächste Pflichtspiel ansteht für die Borussia, wird es auch eng mit der Rückkehr von Roman Bürki und Mario Götze. Zum Spieltag hin, erklärte Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl, habe sich Bürki „nicht so gut“ gefühlt. Wie sich der grippale Infekt weiter entwickelt, wird am Wochenanfang darüber entscheiden, ob sein Einsatz gegen Gladbach Sinn macht.

Die Not im Tor ist allerdings nicht allzu groß, Bürki-Vertreter Marwin Hitz präsentierte sich auch im Derby als ruhender Pol und zuverlässiger Rückhalt. Auch wenn die zwei Eins-gegen-Eins-Situationen gegen Schalkes Rabbi Matondo wegen einer Abseitsstellung des Engländers spät zurückgepfiffen wurden, zeigte sich Hitz doch in beiden Situationen nervenstark. „Wir müssen abwarten, wie es sich bei Roman entwickelt“, meinte Kehl. „Aber wir haben ja heute gesehen, dass wir uns auf Marwin Hitz verlassen können.“

Handbruch kann bei Götze ausgeschlossen werden

Sportdirektor Zorc erklärte, bei Götze könne nach ersten Untersuchungen ein Bruch der Hand ausgeschlossen werden. Ob Bänder beschädigt sind, wird wohl erst ein MRT zeigen. Schalkes Amine Harit war Götze bei einem Zweikampf unabsichtlich auf die linke Hand getreten, der Offebsivspieler hatte zunächst trotz Schmerzen weitergespielt.

Wohl noch kein Thema für Mittwoch dürfte auch Ex-Kapitän Marcel Schmelzer sein. Die Zerrung im Hüftbeuger hindert den ohnehin selten berücksichtigen Linksverteidiger nun schon seit gut einer Woche am Training mit der Mannschaft. Schmelzers einziger Saisoneinsatz war ein Drei-Minuten-Auftritt beim 2:2 in Freiburg Anfang Oktober.

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