Das hat der BVB am Samstag besser gemacht als gegen Brügge

Die RN-Analyse

Dem BVB reichen ein Elfmeter und ein spätes Tor zum Sieg gegen Freiburg. Es wird das erwartet schwierige Spiel. Dortmund hat den Ball, der Gegner beschränkt sich aufs Kontern. Die Analyse.

Dortmund

, 01.12.2018, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das hat der BVB am Samstag besser gemacht als gegen Brügge

Die Entscheidung: Paco Alcacer (r.) und Lukasz Piszczek © dpa

Eigentlich war klar, was kommen würde. Marco Reus hatte es schon am Mittwochabend geahnt. Das Spiel gegen den SC Freiburg werde vermutlich „ähnlich“ werden, hatte der BVB-Kapitän nach dem zähen 0:0 gegen Brügge in der Champions League prophezeit - und spätestens nach einer Viertelstunde wusste am Samstag jeder der 81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park, dass Reus mit seiner Vorahnung goldrichtig gelegen hatte. In Minute 16 schaffte es der SC Freiburg tatsächlich für einen kurzen Moment, alle elf Feldspieler im eigenen Strafraum zu versammeln. Der Ball war wohlbemerkt im Spiel, es handelte sich nicht um eine Standardsituation, einfach so. Die Null muss stehen.

Favre nimmt fünf Änderungen vor

Sie stand. Aber nur für 40 Minuten. Der BVB, auf fünf Positionen verändert im Vergleich zum Brügge-Spiel, hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur wenige Lösungen in der Offensive, die vorher in aller Munde gewesen waren, gegen das Abwehrdickicht der Gäste gefunden. Dann aber tat Dominique Heintz das, was man als Verteidiger im eigenen Strafraum besser sein lassen sollte: Er trat Jadon Sancho ziemlich plump auf den Fuß und schenkte dem BVB einen Elfmeter. Reus schoss trocken in die Mitte - 1:0.

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Bundesliga, 13. Spieltag: BVB - SC Freiburg 2:0 (1:0)

01.12.2018
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Die Führung ging freilich in Ordnung, auch wenn der BVB bis zu diesem Zeitpunkt nur ein einziges Mal in Person von Mario Götze, der den Vorzug gegenüber Paco Alcacer im Sturmzentrum erhielt, so richtig gefährlich vor das Gästetor gekommen war. Reus hatte Sancho mit einem feinen Pass in den Rücken der Freiburger Fünferkette freigespielt, der Engländer scharf in die Mitte geflankt, Götzes Fußspitze aber war nicht lang genug gewesen, um den Ball über die Linie zu spitzeln (24. Minute). Es war eine Szene nach Lucien Favres Geschmack: Der BVB-Trainer hatte von seiner Mannschaft im Vorfeld der Partie gefordert, „schneller zu spielen“, gar „schneller zu sehen“, den Gegner „müde zu spielen“, vor allem aber „die richtigen Bewegungen im richtigen Moment“ anzubieten.

Gondorf ans Kreuzeck

Das 1:0 durch Reus tat dem BVB, aber auch dem Spiel gut. Freiburg wurde etwas offensiver. Fast wäre die Sisyphusarbeit für die Schwarzgelben im Offensivspiel von vorne losgegangen, als Jerome Gondorfs Freistoß kurz vor der Halbzeit ans Kreuzeck krachte. Doch die Führung hielt - und nach der Pause wurde der BVB in der Vorwärtsbewegung ein bisschen zwingender, auch wenn längst nicht alles klappte.

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Auch die Fans machten jetzt mit, die im ersten Durchgang zum Großteil aus Protest gegen Montagsspiele in den deutschen Fußballligen geschwiegen hatten. Reus verpasste kurz nach dem Seitenwechsel das 2:0, als er frei vor Alexander Schwolow auftauchte, allerdings am Gäste-Schlussmann scheiterte. Lukasz Piszczeks trockener Abschluss klatschte an die Latte (79.).

Gnadenlos ausgekontert

Der SC Freiburg verteidigte trotz des Rückstands weiter diszipliniert, erhöhte erst spät das Risiko - und wurde kurz vor Schluss gnadenlos ausgekontert. Der eingewechselte Maximilian Philipp spielte Sancho frei, der den mitgelaufenen Piszczek mitnahm, Querpass auf Edeljoker Alcacer - 2:0. Die Entscheidung.

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„Wir mussten Geduld haben, um die Lücke zu finden“, sagte Favre, nachdem seine Mannschaft ihr Punktepolster an der Tabellenspitze verteidigt hatte. Es sei kompliziert gewesen gegen gut verteidigende Freiburger, meinte der 61 Jahre alte Schweizer. Was seine Mannschaft dieses Mal besser gemacht habe als gegen Brügge? Zwei Tore geschossen, klar. Und sonst? „Wir haben mit mehr Geduld und mit mehr Tempo im richtigen Moment gespielt. Wir hatten bessere Kombinationen und sind mit dem Ball am Fuß in den Strafraum gegangen. Das war gut.“

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