Darum hat sich Mateu Morey für den BVB entschieden - und gegen den FC Bayern München

dzBorussia Dortmund

Mateu Morey arbeitet beim BVB seit dieser Saison am Sprung in den Profifußball. Der junge Spanier hatte im Sommer die freie Auswahl - und entschied sich ganz bewusst für Borussia Dortmund.

Dortmund

, 13.10.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstag hieß es Stadion Rote Erde statt Signal Iduna Park. Mateu Morey spielte im Schatten des großen Tempels, der ihn so sehr reizt. Eine gute Stunde gegen den SV Lippstadt in der Regionalliga West vor knapp 1500 Zuschauern. 1:2, glanzvoll war es nicht.

Risiko bei Morey ist für den BVB gleich Null

Zumindest für Morey aber war das Ergebnis eher zweitrangig. Es ging um Spielminuten, um Fitness, um Rhythmus. Für den jungen Spanier war es ein weiterer Schritt auf dem Weg zum großen Ziel. Morey will es bei Borussia Dortmund packen. Nicht in der Regionalliga-Reserve, sondern in der Bundesliga. Der 19 Jahre alte Außenverteidiger wechselte vor der Saison aus der U19 des FC Barcelona zum BVB. Mehr als eine Ausbildungsentschädigung im niedrigen sechsstelligen Bereich wurde nicht fällig, Morey hatte seinen Vertrag bei den Katalanen mangels sportlicher Perspektiven in der ersten Mannschaft auslaufen lassen.

Darum hat sich Mateu Morey für den BVB entschieden - und gegen den FC Bayern München

Im Testspiel gegen St. Gallen zog sich Morey Ende Juli eine Schulterluxation zu und musste wochenlang pausieren. © David Inderlied

Talente wie Morey sind auf dem überhitzten Transfermarkt selten so günstig zu haben. Das finanzielle Risiko ist beim ihm gleich Null. Entweder es klappt und man hat ein Schnäppchen ergattert, oder es klappt halt nicht, aber der Versuch hat auch so gut wie nichts gekostet. Entsprechend lang war die Interessentenliste. Der gebürtige Mallorquiner kommt mit der Empfehlung daher, 2017 die U17-Europameisterschaft für Spanien und 2018 die Youth League mit der U19 des FC Barcelona gewonnen zu haben. Es gibt deutlich schlechtere Bewerbungsschreiben.

Morey holt sich Tipps von Sergio Gomez

Borussia Dortmund war also Anfang des Jahres bei Weitem nicht der einzige Klub, der um Moreys Dienste buhlte, als klar wurde, dass der Spieler auf dem Markt war. Juventus Turin klopfte an, Klubs aus England - und auch der FC Bayern München. „Das stimmt. Es gab diese Anfragen tatsächlich“, sagt Morey im Gespräch mit dieser Redaktion, „aber ich halte den BVB für eine der besten Mannschaften in Deutschland und ich glaube vor allem, dass meine Chancen als junger Spieler hier größer sind als bei anderen großen Klubs.“

„Ich bin auf einem guten Weg und warte auf meine Chance.“
Mateu Morey

Die Entscheidung zugunsten Borussia Dortmunds fiel im Februar. Michael Zorc habe mit seinem Berater gesprochen und das Interesse der Schwarzgelben nachhaltig hinterlegt. „Danach habe ich mit Sergio (Gomez, Anm. d. Red.) geredet, der ja schon ein Jahr hier vor Ort war“, sagt Morey. „Danach war für mich klar, dass ich diesen Schritt machen will. Am Ende ist mir die Entscheidung leicht gefallen.“ Gomez habe ihm vor allem von den Fans erzählt, er habe gesagt, dass es in Dortmund „einzigartig“ sei. „Und er hat gesagt, dass ich es nicht bereuen werde, wenn ich den Schritt hierher wage.“

Trotz einer Schulterverletzung, die Morey seit dem Trainingslager in Bad Ragaz zurückwarf, habe er den Wechsel nach Dortmund bislang tatsächlich zu keiner Sekunde bereut, sagt der junge Spanier. Seit ein paar Wochen ist er wieder im Training, bei den jüngsten beiden Bundesliga-Spielen gegen Bremen und in Freiburg stand er erstmals im Kader. Es geht wieder Schritt für Schritt nach vorne für Morey, der in der vergangenen Saison wegen einer Knieverletzung fast ein ganzes Jahr verlor.

Morey zeigt vielversprechende Leistungen

Die Testspiele im Sommer waren vielversprechend. Und irgendwann soll das Debüt in der Bundesliga folgen. Es soll Signal Iduna Park statt Stadion Rote Erde heißen. „Ich bin auf einem guten Weg“, sagt Morey, „und ich warte auf meine Chance.“

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