Dahoud und Khedira als Kunden - Ex-BVB-Kapitän baut Homeoffice mit Tor

Borussia Dortmund

Mannschaftstraining verboten! Aber dank eines früheren BVB-Kapitäns können Fußballprofis wie Mahmoud Dahoud und Sami Khedira auch im Homeoffice mit dem Ball arbeiten.

Dortmund

, 28.04.2020, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud hat sich auf der heimischen Dachterrasse ein Kleinspielfeld einrichten lassen.

BVB-Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud hat sich auf der heimischen Dachterrasse ein Kleinspielfeld einrichten lassen. © imago / RHR-Foto

Keinen Besuch empfangen, möglichst zuhause bleiben. Diese Anweisung aus dem aktuellen DFL-Katalog ergeht derzeit an alle Bundesliga-Profis, um das Corona-Infektionsrisiko zu minimieren. Zudem dürfen die Klubs weiterhin kein Teamtraining abhalten, können nur in Kleingruppen auf dem Rasen arbeiten. Wie aber halten sich Fußballprofis dann daheim fit, damit sie für den Tag X, den Wiederbeginn der Saison, vorbereitet sind? Zum Beispiel in einem Käfig.

BVB-Profi Dahoud legt im Homeoffice Extra-Schichten ein

Auch Borussia Dortmunds Mahmoud Dahoud (24) hat sich diesen Soccer Cage zugelegt. Für die heimische Dachterrasse, ein rundherum mit Netzen und Bande umgebener Kleinspielfeld-Kunstrasen. Beraten hat den BVB-Profi bei der Einrichtung seines individuell gestalteten Homeoffice mit Deckennetz ein früherer-Kapitän der Borussia: Michael Rummenigge (56). „Trendsport Rummenigge“ hat Dahouds Fußball-Käfig auch geplant und montiert.

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„Ich nutze meinen Soccer-Court fast täglich, lege dort meine Extra-Schichten ein. Ball-Schule, Tor-Abschlüsse. Dribblings - quasi alles, was man allein so machen kann. Es geht darum, das Gefühl für den Ball nicht zu verlieren“, verriet Dahoud jüngst der „Bild“. Für den BVB-Profi könnte sein Käfig auf dem Dach zum Vorteilsbringer avancieren, wenn es darum geht, sich im Saisonendspurt dem Trainerteam anzubieten. Denn zuletzt war für den offensiven Mittelfeldspieler nur eine Ersatzrolle drin. Dahoud wolle aber um seinen Platz im Team kämpfen, ließ der Deutsch-Syrer wissen.

Ex-BVB-Profi Michael Rummenigge ist gut im Geschäft

„Der Käfig liegt im Trend, wir haben neben Vereinen, Schulen und Privatleuten auch etliche Profifußballer als Kunden“, sagt Michael Rummenigge im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Vorteil des Käfigs: „Er kann an jegliches Terrain angepasst werden, nahezu jeder Extrawunsch ist erfüllbar“, erklärt der Dortmunder Unternehmer, der früher als Profi mehrfach die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann.

Das aktuellste Projekt Rummenigges: ein Fußball-Käfig für Sandro Wagner. Der frühere Bayern-Profi lässt sich gerade in seinem Garten in München ein acht mal zwölf Meter großes Kleinfeld bauen. „Da ist sogar Flutlicht integriert“, erklärt Rummenigge. Auch der 2014er-Weltmeister Sami Khedira setzt auf seinem Hausdach in Turin längst auf einen Käfig aus Dortmund. Und die Nachfrage wächst. „Wir bauen wöchentlich irgendwo in Deutschland eines unserer Produkte“, so Rummenigge. Zwischen 5000 und 50.000 Euro kostet je nach Größe und Ausstattung ein Fußball-Käfig - für Profifußballer wie Mahmoud Dahoud ein wertvolles Homeoffice inmitten der Corona-Krise.

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