Coronavirus-Pandemie: BVB zieht Prognose für Geschäftsjahr 19/20 zurück - Aktie rutscht ab

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund zieht angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Prognose für das Geschäftsjahr 19/20 zurück. Die BVB-Aktie rutscht ab. Eine existentielle Bedrohung wird ausgeschlossen.

Dortmund

, 16.03.2020, 19:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die BVB-Aktie hat in den vergangenen Wochen rund 50 Prozent an Wert verloren.

Die BVB-Aktie hat in den vergangenen Wochen rund 50 Prozent an Wert verloren. © imago / Rene Traut

In der zugehörigen Ad-Hoc-Meldung von Montagabend heißt es: „Angesichts dieser Situation (Bundesliga-Stopp, Anm. d. Red.) hat die Geschäftsführung der Komplementärin der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA heute beschlossen, die am 27. September 2019 im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 veröffentlichte Prognose eines Jahresergebnisses im niedrigen einstelligen Millionenbereich für das Geschäftsjahr 2019/2020 (GJ 2019/2020) zurückzuziehen. Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung unter den gegenwärtigen Umständen auch davon ab, eine neue Prognose für das GJ 2019/2020 abzugeben.“

Existentielle Bedrohung des BVB „gegenwärtig nicht gegeben“

Die Situation werde fortlaufend neu bewertet. Der Geschäftsbetrieb für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 sei sichergestellt, eine „existentielle Bedrohung des Unternehmens gegenwärtig nicht gegeben“.

Im Geschäftsjahr 18/19 hatte Borussia Dortmund mit 489,5 Millionen Euro den zweithöchsten Umsatz der Geschichte erzielt. Ohne Transfererlöse war der Umsatz um 56 Millionen auf 369,3 Millionen Euro gestiegen - ein neuer Höchstwert. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt das Ziel von 500 Millionen Euro transferbereinigtem Umsatz bis 2025 ausgegeben.

Coronavirus: BVB-Aktie verliert deutlich an Wert

Im Zuge der weltweit absackenden Börsenkurse, war auch die BVB-Aktie in den vergangenen Tagen extrem unter Druck geraten und wurde am Montagabend nur noch mit 4,606 Euro geführt - ein Verlust in Höhe von 16 Prozent im Vergleich zum Freitag. Zum Vergleich: Am 21. Februar lag die Aktie noch bei 9,49 Euro. Noch vor zwei Wochen hatte die renommierte „Bankhaus Lampe KG“ aus Düsseldorf eine Kaufempfehlung ausgesprochen - mit dem Kursziel zwölf Euro.

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