Coronavirus: NRW zieht Zügel an – BVB-Spiele können betroffen sein

Borussia Dortmund

Das Land NRW zieht zur Eindämmung der Corona-Infektionen die Zügel wieder an. Und das kann Auswirkungen auf die Spiele von Borussia Dortmund haben.

Dortmund

, 11.10.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch dem BVB drohen wieder Geisterspiele.

Auch dem BVB drohen wieder Geisterspiele. © Christopher Neundorf/Kirchner-Media/Sascha Meiser/APF/Pool

Es war ein Schritt zurück zur Normalität. Mehr als 13.000 Zuschauer durften am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga in den Signal Iduna Park, durften ihren BVB live in Dortmund gegen den SC Freiburg siegen sehen. Doch die Corona-Pandemie gönnte den Fans vor acht Tagen nur ein kurzes Aufatmen. Seit diesem Wochenende ist die Lage in NRW aufgrund stark steigender Infektionszahlen wieder höchst angespannt. Es droht trotz des bewährten Hygiene- und Sicherheitskonzeptes der DFL-Klubs die schnelle Rückkehr zu Geisterspielen, auch für den BVB.

Coronavirus: Dann droht dem BVB wieder ein Geisterspiel

Ministerpräsident Armin Laschet verkündete nach einer Sondersitzung der NRW-Regierung am Sonntag die landesweit zwingend umzusetzenden verbindlichen Regeln, die künftig bei der Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten. Die Dortmunder Borussia dürfte bei einem Inzidenzwert von über 50 in der Stadt maximal 500 Personen zu einem Heimspiel zulassen. Denn alle Freiluft-Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern sind künftig in Corona-Hotspots in NRW untersagt. Da diese Anzahl schon beinahe mit den beteiligten Spielern, Klub-Delegationen, Ordnern, Stadionmitarbeitern und Medienschaffenden im Stadion erreicht ist, bleibt kaum noch Platz für Fans auf den Tribünen.

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Die bittere Konsequenz: Die Stimmung in den Stadien sinkt wieder auf den Gefrierpunkt, und die Klubs erleiden noch stärkere monetäre Einbußen. Borussia Dortmund kalkuliert bereits für die gerade angelaufene Saison mit einem Verlust von 70 bis 75 Millionen Euro.

Coronavirus-Pandemie: Inzidenzwert in Dortmund steigt weiter an

Dass der Inzidenzwert von 50 binnen der nächsten Wochen auch in der Stadt Dortmund überschritten wird, ist nicht unwahrscheinlich. Am Sonntagabend lag er bei 36,2, Tendenz steigend. Rund um Dortmund haben zudem einige Kreise und Städte die Marke von 50 bereits überschritten: Hagen, Hamm, Essen, Unna, Recklinghausen, Herne.

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Noch kann der BVB die Genehmigung seiner künftigen Spiele mit den städtischen Gesundheitsbehörden abstimmen. Erst ab der 50er-Inzidenzmarke greift das verbindliche NRW-Reglement. Jetzt muss der Klub also abwarten, welcher Wert für Dortmund am Abend des 19. Oktober vorliegt – das ist der behördliche Stichtag für die Entscheidung, ob Zuschauer zum Revierderby des BVB gegen den FC Schalke 04 am 24. Oktober zugelassen werden können oder nicht. Die dann folgenden Dortmunder Heimpartien gegen Zenit St. Petersburg (28. Oktober) und den FC Bayern München (7. November) werden auf die gleiche Weise geprüft – fünf Tage vor dem jeweiligen Anstoß.

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