29 Mal ist der VfL Wolfsburg zu Hause ungeschlagen - doch dann kommt der BVB

Zeitspiel

Der VfL Wolfsburg ist in der Saison 15/16 eine Macht im heimischen Stadion. Seit 29 Partien gab es keine Niederlage mehr - Vereinsrekord. Doch dann bringt BVB-Coach Tuchel den richtigen Joker.

Dortmund

von Dennis Winterhagen

, 01.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
29 Mal ist der VfL Wolfsburg zu Hause ungeschlagen - doch dann kommt der BVB

BVB-Jubel in Wolfsburg (v.l.): Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang. © imago

Zum Abschluss der Saison 2014/2015 endet in Dortmund eine Ära. Nach sieben Jahren tritt Jürgen Klopp als Trainer der Borussia zurück. Sein Nachfolger ist Thomas Tuchel, der mit dem Team wieder oben angreifen soll - ein Plan, der aufzugehen scheint. Vor dem 15. Spieltag stehen die Borussen mit 32 Punkten auf Platz zwei.

Der BVB reist also selbstbewusst zum VfL Wolfsburg - und das obwohl die Niedersachsen eine beeindruckende Heimbilanz von 29 ungeschlagenen Partien vorzuweisen haben. Doch viel Ballbesitz für die Schwarzgelben und sieben Torschüsse nach nur 20 Minuten rücken die Kräfteverhältnisse schnell zurecht.

Marco Reus umkurvt Wolfsburger Diego Benaglio

Erst danach kommen die Wolfsburger zu einigen Entlastungsangriffen und spielen sich erste Chancen heraus. Das ändert nichts daran, dass der BVB weiterhin das Spielgeschehen kontrolliert und folgerichtig in der 32. Minute verdient in Führung geht.

29 Mal ist der VfL Wolfsburg zu Hause ungeschlagen - doch dann kommt der BVB

Der Moment der Führung: Marco Reus lässt Diege Benaglio stehen und trifft zum 1:0. © imago

Henrikh Mkhitaryan gewinnt gegen Joshua Guilavogui den Ball und spitzelt diesen in den Lauf von Marco Reus. Der heutige BVB-Kapitän zieht an Wolfburg-Schlussmann Diego Benaglio vorbei und bleibt cool - 1:0. Wolfsburg drückt im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs auf den Ausgleich - jedoch vergeblich.

Ricardo Rodriguez bleibt gegen BVB-Keeper Bürki cool

Nach der Pause bleiben die „Wölfe“ von Trainer Dieter Hecking am Drücker und erspielen sich viele Chancen, schaffen es jedoch weiterhin nicht, das 1:1 zu erzielen. Die Uhr tickt für den BVB. Der Druck auf Wolfsburg wächst.

29 Mal ist der VfL Wolfsburg zu Hause ungeschlagen - doch dann kommt der BVB

Ricardo Rodriguez (M.) traf kurz vor dem Abpfiff zum 1:1. © imago

In der Nachspielzeit setzt Weltmeister Andre Schürrle - damals noch im VfL-Trikot - noch einmal zu einem Dribbling an, zieht in den Strafraum der Borussen und wird von Lukasz Piszczek gehalten. Elfmeter! Ricardo Rodriguez verwandelt den fälligen Strafstoß gegen seinen Landsmann Roman Bürki zum Ausgleich.

Last-Minute-Drama durch Shinji Kagawa

Ein später Nackenschlag für die Schwarzgelben. Doch statt sich mit dem Unentschieden zufrieden zu geben, werfen sie noch einmal alles nach vorne.

Gonzalo Castro spielt den Ball auf Piszczek, der klug die Seite auf Mkhitaryan wechselt. Der Armenier zögert nicht lange und leitet das Leder volley weiter in die Mitte zu Shinji Kagawa. Der eingewechselte Japaner befindet sich bereits in Schussposition und knallt den Ball in die Maschen - 2:1 für den BVB!

29 Mal ist der VfL Wolfsburg zu Hause ungeschlagen - doch dann kommt der BVB

Jubel nach Abpfiff bei den damaligen BVB-Spielern Joo-Ho Park (l.) und Shinji Kagawa. © imago

Der Jubel ist riesig, die Partie aber immer noch nicht zu Ende. Der letzte Angriff geht an den VfL: Eine letzte Flanke fliegt in den Strafraum. Bürki steigt hoch und fängt das Leder souverän ab. Erleichterung macht sich breit, denn die Gewissheit ist da: Borussia hat drei wichtige Punkte geholt.

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