BVB als Spielverderber: Als Dortmund die Titelträume der Schalker zerstörte

Zeitspiel

Am 33. Spieltag der Saison 2006/2007 kommt es zum 129. Revierderby - der FC Schalke 04 steht kurz vor der ersten Meisterschaft seit fast 50 Jahren. Doch dann kommt der BVB. Unser Zeitspiel.

Dortmund

von Dennis Winterhagen

, 25.10.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB als Spielverderber: Als Dortmund die Titelträume der Schalker zerstörte

Feiertag für die BVB-Fans beim Revierderby. © dpa

Es läuft so gut wie lange nicht mehr beim FC Schalke 04. Die erste Meisterschaft seit Einführung der Bundesliga ist zum Greifen nahe. Nur noch zwei Spieltage muss die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka überstehen, dann soll die Schale in die Höhe gereckt werden. Beim BVB hingegen herrscht Tristesse, die Schwarzgelben taumeln durch die Saison. Durch drei Siege in Serie wahren sich die Borussen gerade noch Chancen auf das Erreichen des UI-Cups - und somit auch auf den UEFA-Cup. Doch jeder weiß: Derbysiege können über vieles hinwegtäuschen.

Alexander Frei bringt den Signal Iduna Park zum Beben

Schalke geht als Tabellenführer ins Derby, mit einem Punkt Vorsprung auf den VfB Stuttgart. Die Blau-Weißen haben es in eigener Hand, die lange Durststrecke zu beenden und endlich den langersehnten Bundesliga-Titel zu holen. Mit einem Sieg im ausverkauften Signal Iduna Park könnten sie bei einer Niederlage der Stuttgarter sogar schon Meister werden - in Dortmund! Das kann und will der BVB nicht zulassen.

BVB als Spielverderber: Als Dortmund die Titelträume der Schalker zerstörte

Enttäuschte Schalke-Fans nach der bitteren Derby-Niederlage. © dpa

Vor 80.708 Zuschauern kommen beide Mannschaften gut ins Spiel. Für die Dortmunder vergibt zunächst Alexander Frei eine Chance, für Schalke ausgerechnet die Ex-Stuttgarter Marcelo Bordon und Kevin Kuranyi. Danach reißt das Team aus Gelsenkirchen das Spiel an sich und dominiert den BVB nach Belieben. Es bleibt nur ein Makel: Ein Tor will nicht fallen. Und diese Fahrlässigkeit bestrafen die Schwarzgelben kurz vor der Halbzeit eiskalt.

In der 44. Minute hat Christoph Metzelder viel Platz auf der rechten Seite und schlägt eine scharfe Flanke in den Strafraum. Frei ist einen Tick eher als Bordon am Ball und schießt ihn an Manuel Neuer vorbei ins untere rechte Eck. Die Borussia führt, zur Halbzeit sieht es so aus, als würden sie tatsächlich die Party des Erzrivalen crashen.

Ebi Smolarek macht den Deckel drauf

Schalke ist angeknockt. Doch statt in Schockstarre zu verfallen, werfen die Königsblauen alles nach vorne. Dortmund kann kaum für Entlastung sorgen und muss sich immer wieder bei Keeper Roman Weidenfeller bedanken, dass der Ausgleich noch nicht gefallen ist. Nach 70 Minuten steht es immer noch 1:0 für den BVB und die Gäste müssen hinten aufmachen. So ergeben sich Kontersituationen für den BVB, die die Schwarzgelben jedoch nicht gut ausspielen - bis zur 85. Minute.

BVB als Spielverderber: Als Dortmund die Titelträume der Schalker zerstörte

Ebi Smolarek erzielte das erlösende 2:0 für den BVB. © dpa

Der starke Metzelder gewinnt den Ball im Mittelfeld, hat links am Strafraum viel Platz, zieht in den Sechzehner und schließt ab. Sein Schuss wird von Schalke-Kapitän Bordon geblockt und segelt quer durch den Strafraum. Euzebiusz „Ebi“ Smolarek behält den Überblick und fackelt nicht lange. Per Volley schießt der Pole den Ball ins Tor - 2:0.

Dortmund ist Derbysieger! Und Stuttgart gewinnt gegen den VfL Bochum mit 3:2 - eine Woche später sind sie Meister. Und Schalke schaut traurig zu.

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