BVB-Youngster Sancho trifft doppelt - Starker Zagadou patzt in der Nachspielzeit

dzEinzelkritik

Trotz eines guten Auftritts reicht es für den BVB nur zu einem 2:2 gegen Berlin. Sancho trifft doppelt, Zagadou spielt wie ein alter Hase - patzt aber in der Nachspielzeit. Die Einzelkritik.

Dortmund

, 27.10.2018, 17:53 Uhr / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki: Seine härteste Prüfung in der ersten Hälfte bestand er bei einem Zusammenprall mit dem eigenen Mann, als der Schweizer einen Steilpass abfing und mit Achraf Hakimi kollidierte (35.). Auf dem Posten auch beim Kopfball von Niklas Stark (10.). Verkürzte dann den Winkel gegen den heranstürmenden Kalou - der Ball fand dennoch den Weg in sein Tor (41.). Verlebte dann eine ruhige zweite Hälfte, in der er zunächst nur gegen Salou mit der Faust zur Stelle sein musste (77.). Hielt dann auch den Kopfball von Selke aus spitzem Winkel (87.). Machtlos beim Elfmeter. Note: 2,5

Anzeige



Lukasz Piszczek: Gewann wichtige Zweikämpfe in den ersten 25 Minuten, dann bekam er mehr Probleme, als die Hertha über Maximilian Mittelstädt mehrfach über seine Seite stürmte. Schöner Kopfball nach Götzes Ecke - genau auf Rune Jarstein (51.). Note: 3,0


Abdou Diallo: Kümmerte sich im Abwehrzentrum vorrangig um Salomon Kalou, den er erfolgreich ohne Foul im Griff hatte. 100 Prozent Zweikampfquote und 90 Prozent erfolgreiche Pässe belegen seine gute erste Hälfte. Beim Konter, der zum Ausgleich führte, entwischte ihm Kalou dann durch die Mitte. Unauffälliger in der zweiten Hälfte. Note: 2,5

Dan-Axel Zagadou: Begann mit der einen oder anderen Ungenauigkeit. Ibisevic forderte ihm alles ab. Fing sich dann aber und lieferte eine tadellose und sehr aufmerksame Partie ab. War in allen Defensiv-Aktionen, an denen er beteiligt war, Herr der Situation. Bekam Szenenapplaus, als er sich technisch höchst anspruchsvoll aus dem Zweikampf mit Davie Selke befreite und abgebrüht wie ein alter Hase klärte (55.). Es hätte ein Traumtag werden können für den Franzosen - bis zum dummen Foul an Selke, das zum Elfmeter und Ausgleich für die Hertha führte. Note: 3,0


Achraf Hakimi: Stoppte den durchbrechenden Ondrej Duda auf Kosten einer frühen Gelben Karte (9.). Sein Rechtsschuss aus 20 Metern hätte beinahe die Führung gebracht. 19 Sprints bis zur Pause, 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe - defensiv allerdings mit einigen Problemen, die die Hertha nach der Pause vor allem durch Lazaro aufdeckte, aber nicht ausnutzte. Seine Qualitäten nach vorne allerdings sind überragend - wie beim tollen Pass auf Reus, der das 2:1 einleitete (61.). Note: 2,5

Mahmoud Dahoud: Seine gedankenschnelle Weiterleitung in den Lauf von Mario Götze hebelte die Hertha-Kette aus und bereitete den Weg zum 1:0 (27.). Übereifrig dann beim Schuss, als er bei einem Konter zwei völlig freistehende Mitspieler übersah (31.). Schlimmer allerdings dann sein Katastrophen-Ball quer durchs Mittelfeld, das der Hertha den Konter zum 1:1 ermöglichte (41.). Bekam auch nach der Pause keine Konstanz in seine Aktionen. Note: 4,0


Axel Witsel: Ohne Fehl und Tadel: Ibisevics rüde Attacke von hinten (23.) schmerzte, hinderte den Belgier aber nicht an einer weiteren sehr ordentlichen Performance. Bis zur Pause ohne Fehlabspiel und mit guten 69 Prozent gewonnener Zweikämpfe im Zentrum. Dem flinken Kalou konnte er beim Ausgleich allerdings nicht folgen (41.). Bediente dann maßgenau Hakimi, dessen Schuss knapp am Berliner Tor vorbeistrich (59.). Note: 2,5


Jadon Sancho: Wenn er in Ballnähe war, wurde es brandgefährlich. Hätte schon in der fünften Minute das 1:0 machen können, als er frei vorm leeren Hertha-Tor Karim Rekik anschoss. Sein sensationeller Hackentrick war ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, zählte aber nicht (19.). Dann zur Stelle, als ihm Götze den Ball mustergültig in den Lauf legte (41.). Danach war zunächst wenig von ihm zu sehen - bis zur 61. Minute, als er dem Schussversuch von Marco Reus einfach hinterherging und nur noch ins leere Berliner Tor einzuschieben musste. Note: 2,0

Marco Reus: Stand minimal im Abseits beim Querpass auf Sancho (19.), blieb mit seinen Antritten über Außen auch danach für die Berliner ein schwer zu greifendes Phantom. Die technische Unsauberkeit, als er nach dem Pass von Hakimi über den Ball trat, verzieh man ihm gerne (61.). Stark sein scharfer Querpass auf Bruun Larsen, den der Däne allerdings nicht zum 3:1 nutzen konnte. Note: 2,5


Raphael Guerreiro: Wurde für gute Trainings- und Spielleistungen mit dem ersten Starftelf-Einsatz seit dem 12. Mai (1:3 in Hoffenheim) belohnt. Begann gut, als er druckvoll nach innen zog und Dortmunds erste Chance vorbereitete (5.). Später unauffälliger. Hätte dann das Spiel endgültig entscheiden können, sein Heber-Versuch über Jarstein aber geriet zu kurz (79.). Note: 3,0


Mario Götze: Blieb nach seinem ordentlichen Auftritt gegen Atletico im Team und rechtfertigte das Vertrauen mit einer auffälligen ersten Hälfte. Sehr beweglich von Beginn an, gutes Auge dann beim genauen Zuspiel auf Torschütze Sancho (27.). Note: 2,5

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
BVB-Boss Watzke vor dem Topspiel gegen Leipzig: In Dortmund muss man erst einmal etwas holen
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou steht sinnbildlich für Borussia Dortmunds Aufschwung