BVB vor dem Spiel gegen den SC Paderborn: Kampf um Konstanz - Ausrutscher verboten

Borussia Dortmund

Für den BVB geht es gegen Paderborn darum, zum Jahres-Endspurt in diesem Fußballjahr anzusetzen. Bei den hohen Zielen sind weitere Ausrutscher verboten. Für Mannschaft - und Trainer Favre.

Dortmund

, 21.11.2019, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB vor dem Spiel gegen den SC Paderborn: Kampf um Konstanz - Ausrutscher verboten

© Guido Kirchner

Lucien Favre fasste sich kurz, aber er brachte ganz gut auf den Punkt, worauf es für Borussia Dortmund in den kommenden Wochen bis zur Winterpause ankommen wird. „Wir müssen den Kopf frei haben“, sagte der BVB-Trainer, „wir haben noch acht Spiele bis Weihnachten und wir müssen uns auf diese Spiele konzentrieren.“

Die Aussage des Schweizers warf freilich die Frage auf, worauf sich Fußballprofis denn sonst so konzentrieren sollten, aber es war eben auch nicht das erste Mal in dieser Hinrunde, dass beim BVB vermeintliche Selbstverständlichkeiten eingefordert wurden.

Paderborn hat sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz

Wie auch immer. Das erste dieser acht Spiele steht für die Schwarzgelben am Freitagabend (20.30 Uhr, live auf DAZN) an. Es ist das, was im Fußball gerne als Pflichtaufgabe bezeichnet wird.

BVB vor dem Spiel gegen den SC Paderborn: Kampf um Konstanz - Ausrutscher verboten

Nur vier Punkte konnte der SC Paderborn bisher in dieser Spielzeit einfahren. © Guido Kirchner

Der SC Paderborn, von vielen Beobachtern als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt in dieser Spielzeit, kommt als Gast in den Signal Iduna Park. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen ist bereits nach elf Spieltagen ziemlich abgeschlagen Tabellenletzter. Vier Punkte auf dem Konto, schon sechs Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und auswärts bislang mit einem einzigen Punktgewinn am dritten Spieltag beim 1:1 in Wolfsburg dekoriert.

Wenn es in der Bundesliga überhaupt so etwas wie David-gegen-Goliath-Duelle gibt, dann findet eins davon morgen in Dortmund statt.

Die Klatsche gegen Bayern München soll schnell vergessen werden

Zur Einordnung: Der gesamte Paderborner Kader ist auf dem Transfermarkt etwa 28 Millionen Euro wert, das entspricht in etwa dem rechten Bein von Jadon Sancho. Insgesamt bringt es der BVB auf einen Marktwert von rund 640 Millionen Euro.

Für Borussia Dortmund wäre alles andere als ein Sieg also ein weiterer Rückschlag in einer Saison, in der es schon deutlich mehr Rückschläge gab, als es den Fans und den BVB-Verantwortlichen lieb ist. Das 0:4 in München im angedachten Gipfeltreffen vor knapp zwei Wochen hat bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen.

Der Trainer verfolgt den Ansatz, die Klatsche gegen den Rekordmeister auszublenden und möchte „nicht mehr darüber sprechen“, wie er auf der Pressekonferenz am Mittwoch immer wieder betonte. Es gehe darum, die Partie gegen die Bayern zu vergessen, auch wenn es schwer sei. Das sei „die beste Lösung“.

Weitere Ausrutscher sind für den BVB verboten

Eine weitere – vermutlich auch nicht ganz schlechte – Lösung wäre es, wenn die BVB-Profis fortan nicht mehr so blutleer Fußball spielen würden wie beispielsweise in München und konstant ihr zweifellos üppig vorhandenes Potenzial abrufen würden.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc bemängelte jüngst im Gespräch mit dieser Redaktion nicht ohne Grund, dass die Mannschaft schlicht „zu große Leistungsschwankungen“ zeige.

Es wird höchste Zeit, dieses Problem in den Griff zu bekommen, wenn die angestrebte Meisterschaft nicht frühzeitig aus dem Blickfeld geraten soll. Weitere Ausrutscher sind in den nächsten Wochen verboten, für das Spiel gegen Paderborn gilt das sicherlich in besonderem Maße. Für die Mannschaft – und für den Trainer.

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