BVB vor dem Duell mit Brügge - Götze fühlt sich wohl als „falsche Neun“

Borussia Dortmund

Schon ein Remis reicht Mario Götze und dem BVB gegen Brügge zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Trainer Lucien Favre wird auf einigen Positionen rotieren. Auch im Sturm?

Dortmund

, 28.11.2018, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB vor dem Duell mit Brügge - Götze fühlt sich wohl als „falsche Neun“

Beim Hinspiel in Brügge sammelte Mario Götze die ersten Pflichtspielminuten der laufenden Saison seit dem Pokalspiel in Fürth. © imago

Mario Götze läuft den Gegner müde, Paco Alcacer darf dann als frischer Einwechselspieler die Tore schießen – diese einfache, irgendwie aber auch zutreffende Interpretation der Aufgabenteilung im Sturm bei Borussia Dortmund zauberte bei Götze am gestrigen Dienstag ein Grinsen ins Gesicht.

Das Anforderungsprofil an den einstigen Regisseur und Vorlagengeber hat sich tatsächlich verändert unter dem neuen Trainer. Nachdem Lucien Favre in den Anfangswochen der Saison im Wochentakt zu Götzes permanenter Nichtberücksichtigung Stellung nehmen musste, hat sich der 26-Jährige mittlerweile wieder ins Team gespielt, allerdings in deutlich veränderter Rolle. Götze bekleidet bestimmt nicht seine Lieblingsposition als laufstarke „falsche Neun“ – aber er hat eine Nische gefunden, die ihm relativ regelmäßig Spielzeiten garantiert.

Augsburg als Wendepunkt für Mario Götze

Das Hinspiel in Brügge, das der BVB im September recht glücklich mit 1:0 für sich entschied, markierte einen Wiedereinstiegspunkt für den deutschen WM-Helden von 2014. Götze war in der Vorbereitung und auch beim Pflichtspiel-Auftakt in Fürth immer Startelfspieler, nach dem Pokalsieg beim Zweitligisten aber verschwand er für vier Wochen in der Versenkung.

Video
Die RN-Vorschau auf das Spiel gegen Brügge

Die endgültige Wende kam dann mit einer Partie, die Mario Götze noch lange in Erinnerung bleiben wird: das 4:3 gegen den FC Augsburg, das Duell mit seinem jüngeren Bruder Felix, die späte Einwechslung, bei der er von der Südtribüne frenetisch gefeiert wird. Und natürlich die Eruption der Emotionen, als Götze seinen BVB nach einer wilden und irren Partie in der 84. Minute erstmals in Führung schießt. „Definitiv“, sagt Mario Götze, „war das ein ganz besonderes Spiel für mich.“

Umfrage

Wie endet der BVB-Auftritt gegen Brügge?

92%
92%
Sieg BVB
6%
6%
Remis
2%
2%
Sieg Brügge
349 abgegebene Stimmen

Mit seiner veränderten Rolle hat sich Götze angefreundet. „Ich bin Fußballer, ich will immer spielen“, das sagte er nach jenem 1:0 in Brügge und wiederholte es auch gestern. Neu war der Nachsatz: „Wenn ich 60 Minuten die Vorarbeit leiste und Paco dann die Tore macht, ist alles okay. Wichtig ist, dass wir als Team Erfolg haben.“

Paco Alcacer drängt in die Startelf

Favre könnte die Aufgabenteilung allerdings sprengen. Alcacer drängt in die Startelf, der Spanier will endlich auch einmal über 90 Minuten sein Können beweisen. Weitere Änderungen sind angesichts der noch kommenden Belastungen bis Weihnachten durchaus denkbar und möglich: Verletzte beklagt Borussia Dortmund nicht vor dem vorletzten Spiel der Gruppenphase, in dem die Borussia nach der verpassten Chance in Madrid das Achtelfinale klarmachen will.

BVB vor dem Duell mit Brügge - Götze fühlt sich wohl als „falsche Neun“

„Er spürt Fußball - und er gibt auf dem Platz immer alles.“ Lucien Favre über Mario Götze. © dpa

Lucien Favre ist es fast ein wenig unangenehm, als er – neben ihm sitzend – über die positive Entwicklung von Mario Götze sprechen soll. Götze „spüre Fußball“, sagt Favre nach einer langen Überlegungsphase, „und er gibt auf dem Platz immer alles“.

Götze ist eine wichtige taktische Option für Favre geworden

Das ist ein durchaus bedeutender Punkt: Götze mit viel Freiraum permanent in alle offensiven Räume des Spielfelds schicken zu können, ist zu einer wichtigen taktischen Option für den Schweizer Trainer geworden. Denn es sorgt für Stress beim Gegner. Vielleicht ja auch beim letzten Königsklassen-Auftritt im Dortmunder Stadion in diesem Jahr.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Champions League

Inter-Abwehrspieler Milan Skriniar: Mats Hummels ist die Sicherheit in Person