BVB-Verteidiger Nico Schulz muss zulegen, um das Ticket für die EM zu lösen

Nationalspieler

Die Leistungen von Nico Schulz beim DFB-Team ließen zuletzt nach, während sein Kontrahent Jonas Hector punktete. Schulz muss zulegen - und auch bei Marco Reus hat sich der Status geändert.

Dortmund

, 20.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Verteidiger Nico Schulz muss zulegen, um das Ticket für die EM zu lösen

Nico Schulz hat beim DFB große Konkurrenz auf der linken Abwehrseite. © picture alliance/dpa

Zehn Tore schossen die Offensivpartner von Marco Reus in den beiden November-Partien der deutschen Nationalmannschaft. Vier gegen die Weißrussen, sechs am Dienstag in Frankfurt gegen Nordirland. Die Qualifikation für die EM 2020 stand im Zeichen des eingeleiteten Umbruchs, noch läuft das EM-Casting auf vollen Touren.

Reus hat seinen Status als klarer Stammspieler verloren

Reus verpasste die jetzigen Spiele verletzt – um seinen Platz im Kader aber muss sich Borussia Dortmunds Kapitän wohl nicht sorgen. War Reus fit, setzte Bundestrainer Löw im Kalenderjahr 2019 regelmäßig auf den 30-Jährigen.

BVB-Verteidiger Nico Schulz muss zulegen, um das Ticket für die EM zu lösen

Marco Reus ist fester Bestandteil der Nationalmannschaft - aber kein ununmstrittener Stammspieler mehr. © imago images/Team 2

Reus‘ Jahresbilanz: sieben Spiele, fünf davon als Startspieler. Ihm gelangen drei Treffer, zwei bereitete er vor. Löw verzichtete nur im Oktober-Freundschaftsspiel gegen Argentinien freiwillig auf Reus.

Auf seiner Position spielte gegen die Nordiren Ilkay Gündogan, generell ist die Konkurrenz in der Offensive riesengroß. Als unumstrittener Stammspieler kann sich Reus trotz der ordentlichen Einsatzbilanz in 2019 nicht mehr fühlen.

Der Vorteil von Julian Brandt ist seine Vielseitigkeit

Für Julian Brandt gilt das nicht minder. Im Kampf um einen Kaderplatz für die EM kann der 23-Jährige seine Vielseitigkeit als wichtigen Pluspunkt einbringen. Brandt kann auf fast allen offensiven Positionen spielen, das verschafft ihm bei der Kaderplanung einen Vorteil. Allerdings drücken nicht nur die derzeit verletzten Julian Draxler und vor allem Leroy Sané mit Nachdruck ins Team.

BVB-Verteidiger Nico Schulz muss zulegen, um das Ticket für die EM zu lösen

Julian Brandt wird auch aufgrund seinre Vielseitigkeit geschätzt. © picture alliance/dpa

Brandt gehörte bei allen Länderspielen seit der Neuausrichtung nach dem WM-Debakel zum Kader, er ist ein Gesicht des Neuaufbaus. Stammspieler ist er auch aufgrund der großen Konkurrenz bislang noch nicht.

Vier Partien sah Brandt komplett von der Bank aus, in sechs Spielen stand er in der Startelf und machte 2019 ein Länderspiel mehr als sein Dortmunder Offensivkollege Reus.

Nico Schulz muss sich steigern, um im Dreikampf zu punkten

Nico Schulz ist erst seit gut 15 Monaten Nationalspieler, kam seither auf zehn Einsätze, in denen er zwei Treffer erzielte. Sein Last-Minute-Siegtreffer im EM-Qualifikationsspiel in den Niederlanden steigerte sein Standing signifikant. In allen Maßnahmen seit der WM 2018 war der 26-Jährige dabei, stand acht Mal in der Startelf und wurde zwei Mal eingewechselt.

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Seine schwache Leistung am vergangenen Samstag in Gladbach versetzt den EM-Hoffnungen allerdings einen Dämpfer. Schulz‘ Ersatz Jonas Hector hat sich gegen die Nordiren in Erinnerung gerufen, dritter Kandidat für die Position auf der linken Abwehrseite ist der Leipziger Marcel Halstenberg, der in diesem Dreikampf derzeit wohl die Nase vorn hat.

Aus dem Trio dürften wohl nur zwei einen Kaderplatz ergattern, Schulz wird sich steigern müssen, um nicht das Nachsehen zu haben.

Mats Hummels befindet sich weiterhin im Wartestand

Weitere EM-Kandidaten aus Dortmund sind derzeit nicht in Sicht. Mats Hummels dürfte nur dann ein Thema werden, wenn sich die Personal-Knappheit in der Innenverteidigung weiter zuspitzt. Aktuell ist es kaum vorstellbar, dass der als stur bekannte Löw über seinen Schatten springt.

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