BVB-Ultras spotten in Mönchengladbach: Die hässlichen Fratzen des Fußballs

Borussia Dortmund

Die BVB-Ultras begegnen der aufgeheizten Diskussion um ihre Kritik an DFB und Dietmar Hopp mit Hohn und Spott. In Mönchengladbach bleibt ein Eklat aus - weil die Sprüche subtiler ausfallen.

Mönchengladbach

, 07.03.2020, 22:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die BVB-Ultras protestieren gegen „die hässlichen Fratzen des Fußballs“.

Die BVB-Ultras protestieren gegen „die hässlichen Fratzen des Fußballs“. © dpa

Spott und Unverständnis, aber kein Eklat: Die Reaktionen der Fankurven auf die heftige und teils undifferenzierte Kritik nach den Vorkommnissen vom vergangenen Wochenende ließen auch in Gladbach nicht auf sich warten. Beide Borussen-Blöcke hatten entsprechende Spruchbänder vorbereitet. Den Rahmen des Erlaubten sprengten sie diesmal nicht. Zu Spielunterbrechungen oder gar einem Abbruch gab es keinen Anlass.

BVB-Ultras präsentieren in Mönchengladbach kreativen Spott

Mit kreativem Spott wandte sich die schwarzgelbe Kurve gegen ihr Feindbild DFB und TSG Hoffenheim. „Die hässlichen Fratzen des Fussballs“ lautete der Spruch zu Doppelhaltern mit den Portraits der DFB-Präsidenten Fritz Keller und Rainer Koch, dem Hoffenheimer Lager um Dietmar Hopp und Anwalt Christoph Schickhardt sowie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge - mit roten Clownsnasen im Gesicht. Auch ohne Fadenkreuz kam die Botschaft rüber.

Auf weiteren Spruchbändern hieß es: „Milliardäre hofieren statt die Lösung gesellschaftlicher Probleme zu forcieren - Scheiss DFB“ oder „Spielunterbrechungen als neues Druckmittel für absurde Forderungen? - Wir bleiben unangepasst - Scheiss DFB“.

Hopp-Schmähgesänge aus dem Dortmunder Fanblock

Die Gladbacher Fanszene, von Borussias Sportdirektor Max Eberl vor einer Woche als „Hornochsen“ beschimpft, schrieb eben dieses Schimpfwort groß Schwarz auf Weiß auf ein mehrere Meter langes Banner vor dem Block. Auf weiteren Bannern hieß es: „Für bunte Kurven wollt ihr stehen, sind wir kritisch sollen wir gehen?“

Zu einer Spielunterbrechung kam es auch nicht, als aus dem Dortmunder Block rund um die 80. Minute laut vernehmbar der Gesang „Hopp, du Hurensohn“ ertönte. Das Schiedsrichterteam um Sascha Stegemann, vor der Partie im Gespräch mit Verantwortlichen beider Klubs sensibilisiert, hörte in diesem Moment wohl einfach mal weg.

Gladbach gegen BVB: Ultras kritisieren Kollektivstrafe

Wie unversöhnlich sich Ultra-Gruppen und Verband unter anderem wegen der Kollektivstrafe noch gegenüberstehen, verdeutlichte ein Spruchband, das im zweiten Durchgang hochgehalten wurde: „Wenn es Kollektivstrafen für Korruption gäbe, wäre die DFB-Zentrale so leer wie eure Versprechen.“

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