Enttäuschender Start beim BVB! Julian Brandt ist bislang der schwächste Neuling

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BVB-Neuzugang Julian Brandt ist derzeit von seiner Bestform so weit entfernt wie San Marino von der EM. Die ersten Monate in Dortmund verlaufen enttäuschend. Spieler und Trainer sind gefordert.

Dortmund

, 15.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Plan lautete ganz anders. Julian Brandt (23) wollte sich in den Spielen mit der deutschen Nationalmannschaft „das gute Gefühl zurückholen“. Am Sonntag in Estland misslang ihm das - und noch viel mehr. Der „Kicker“ watschte ihn mit der Note 5,5 ab, die Sportschau vermisste sogar den nötigen Ernst. Das sind gänzlich neue Noten und Töne mit Blick auf den Blondschopf, der auch Mitte Oktober noch nicht angekommen ist. Nicht in Dortmund, nicht in der Saison.


Statistik: In neun Pflichtspielen stand Julian Brandt für den BVB auf dem Platz - die überschaubare Zahl von 417 Spielminuten weist ihn aber als Teilzeitarbeiter aus. Und das auch noch auf ungewollter Position. Beim BVB setzte ihn Trainer Lucien Favre häufig als Linksaußen ein, dann sogar als Mittelstürmer - und schließlich als taktisches Bauernopfer: In Freiburg wurde Brandt ein- und wieder ausgewechselt.

Enttäuschender Start beim BVB! Julian Brandt ist bislang der schwächste Neuling

© Deltatre

Ein Tor (gegen Augsburg) und zwei Vorlagen (in Prag) sind Kinkerlitzchen im Vergleich zu den 18 Scorerpunkten in der Rückrunde bei Bayer Leverkusen.


Form: Mit einer Durchschnittsnote von 4,13 ist Brandt mit Abstand der am schwächsten bewertete Borusse in dieser Saison. Der 23-Jährige ist so weit von seiner persönlichen Bestform entfernt wie San Marino von der EM-Teilnahme. „Dieses Hin und Her ist schwierig“, sagt Brandt mit Bezug auf seine wechselnden Positionen. Doch ihm ist auch klar, dass er schleunigst mehr Leistung bringen muss. Dazu wünscht er sich Rhythmus und Spielminuten - beides fromme Wünsche, wenn die eigene Performance nicht gerade prickelnd ist.

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Der gebürtige Bremer ist zwar mit 23 Jahren noch jung, aber zugleich erfahren genug, um bei der aufkommenden Frustration nicht gleich in Selbstzweifel zu verfallen. „Nicht jeder Anfang ist perfekt“, sagte er im Gespräch mit dieser Redaktion, „ich mache mir keine Sorgen.“


Perspektive: Julian Brandt muss zügig die Kurve kriegen. Und Trainer Lucien Favre wäre gut beraten, tiefgründig zu überlegen, wie er den feinfüßigen Balljongleur auf einer Position in der Mannschaft unterbringt, so dass alle davon profitieren.

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Seine größten Stärken kommen im Zentrum am besten zum Vorschein. Zugleich muss Brandt seine Defizite im Rückwärtsgang tunlichst bearbeiten. Gerade sein Trainer in Dortmund lässt lieber Vorsicht walten - und mit Brandt und Marco Reus zwei Spielmacher mit Vorwärtsdrang aufzustellen, könnte im Mittelfeld größere Rasenflächen unbeackert lassen.


Zwischenzeugnis: Bislang ist Julian Brandt eine der größten Enttäuschungen im BVB-Kader. Das liegt zum Teil an den hohen Erwartungen, die diesem super Kicker entgegenfliegen, zum Teil auch daran, dass Brandt sich noch nicht zurechtfindet. Er ist clever genug, die Situation treffend einzuschätzen. Und gut genug, den Eindruck schnell zu korrigieren. Note: 4,5

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