Bei BVB-Neuzugang Thorgan Hazard ist noch viel Luft nach oben

dzBVB-Transfercheck

Thorgan Hazard soll beim BVB den Konkurrenzkampf im Mittelfeld verschärfen. Doch nach einem guten Start hat der Belgier nachgelassen. Dabei liest sich seine Statistik gar nicht so schlecht.

Dortmund

, 12.10.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon sehr früh hat Borussia Dortmund die Verpflichtung von Thorgan Hazard vorbereitet und gleich nach Ende der vergangenen Saison perfekt gemacht. Er ist ein Wunschspieler von Trainer Lucien Favre. Der BVB ließ sich auch von einer durchwachsenen Rückrunde des Außenspielers in Gladbach nicht abschrecken. Inklusive Bonuszahlungen könnte der Transfer die Borussia knapp 30 Millionen. Euro kosten. Durchgängig überzeugt hat der 26-Jährige nach 100 Tagen noch nicht.


Statistik: Favre hat dem Ex-Gladbacher sein Vertrauen geschenkt, Hazard kommt in neun Pflichtspielen auf 602 Einsatzminuten, in sieben seiner neun Partien stand er in der Startelf. Wegen einer Rippenprellung verpasste er nur das Auswärtsspiel bei Union Berlin, als der BVB seine bislang einzige Pflichtspielniederlage kassierte, beim Supercup wurde er geschont.

Bei BVB-Neuzugang Thorgan Hazard ist noch viel Luft nach oben

In der Bundesliga hat Hazard bisher 425 Minuten gespielt. © deltatre

Hazards statistische Werte sind besser als der gefühlte Eindruck von seinen Leistungen. Er bringt 79,1 Prozent seiner Bälle an den Mann und gewinnt wettbewerbsübergreifend 43,1 Prozent seiner Zweikämpfe. In der Liga hat er in sechs Einsätzen durch Assists schon vier Scorerpunkte geholt.


Form: Große Ausreißer hatte Hazard in seinen bisherigen Einsätzen nicht. In der Liga (3,58) und Champions League (3,50) pendelt sich sein Notenschnitt im unscheinbaren Bereich ein.

Bei BVB-Neuzugang Thorgan Hazard ist noch viel Luft nach oben

Gegen den KFC Uerdingen überzeugte Thorgan Hazard. © imago images / MaBoSport

Sein bestes Spiel im BVB-Dress machte er gleich zum Auftakt im Pokal gegen den KFC Uerdingen, als er mit mutigen Dribblings und starken Standards den Drittligisten vor einige Probleme stellte, auch zum Liga-Auftakt gegen Augsburg lief es ordentlich. Eine Woche später folgte in Köln sein bislang schwächstes. Ihm fehlt derzeit noch der eigene erfolgreiche Abschluss. Gegen Bremen probierte er es gleich vier Mal mit Distanzschüssen, hatte dabei auch Pech.


Perspektive: Hazard balgt sich mit Julian Brandt um Einsatzzeiten im Dortmunder Hochglanzkader. Für Favres 4-2-3-1 ist er als ein Spieler, der gern von außen aus der Tiefe in die Mitte zieht, eher prädestiniert als Brandt und hat daher deutlich mehr Minuten vorzuweisen. Der interne Zweikampf könnte ein wenig aufgeweicht werden, wenn Favre in den vielen Englischen Wochen, die nun folgen, auch gesetzte Kräfte wie Sancho und Reus öfter mal pausieren lässt.

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Zwischenzeugnis: Konstant zu überzeugen wusste der ehemalige Gladbacher bislang noch nicht. Er muss sich vor allem damit zurechtfinden, dass in Dortmund seine Nebenleute zu den prägenden Figuren gehören. So viel Einfluss wie in Gladbach in der von ihm starken Hinrunde der vergangenen Saison nimmt Thorgan Hazard noch nicht auf das Dortmunder Spiel - und hat dementsprechend noch einiges an Luft nach oben. Note: 3,5

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