BVB-Transfer perfekt: Das sind die Details des Akanji-Deals

Manuel Akanji schreibt in Brackel Autogramme.
Manuel Akanji wechselt von Borussia Dortmund zu Manchester City. © Groeger
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Die wochenlange Hängepartie um Manuel Akanji ist beendet. Kurz vor Ende der Sommer-Transferphase ist der Wechsel des 27-Jährigen zu Manchester City perfekt. Der Schweizer hat beim amtierenden englischen Meister einen Vertrag bis 2027 unterschrieben und trifft dort auf den Ex-Dortmunder Erling Haaland. „Ich hatte als Sportler und als Familienvater eine schöne, prägende Zeit in Dortmund, die ich nie vergessen werde. Ich bedanke mich insbesondere bei Borussia Dortmunds Fans und meinen Mitspielern herzlich für die Unterstützung während der vergangenen Jahre. Ich habe es genossen, vor der Gelben Wand spielen zu dürfen und werde immer gern zurück in den Signal Iduna Park kommen“, erklärte Akanji.

Akanji wechselt auf den letzten Drücker vom BVB zu Manchester City

Manchester überweist knapp 18 Millionen Euro Ablöse an den BVB, bei dem Akanji eigentlich noch bis Sommer 2023 unter Vertrag stand. Hinzu können Bonuszahlungen (nach Informationen der Ruhr Nachrichten rund vier Millionen Euro) kommen. „Wir bedanken uns bei Manu für eine erfolgreiche Zeit in Schwarzgelb, wünschen ihm privat mit seiner Familie alles erdenklich Gute und an seiner neuen Wirkungsstätte – außer in den Spielen gegen uns – viel Erfolg. Wir freuen uns, dass für ihn in der Premier League nun ein Traum in Erfüllung geht“, sagte Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl.

Manuel Akanji hat bei Manchester City einen Vertrag bis 2027 unterschrieben.
Manuel Akanji hat bei Manchester City einen Vertrag bis 2027 unterschrieben. © Manhester City

Nachdem der Schweizer im Laufe des Jahres zwei Angebote zur Vertragsverlängerung bei den Schwarzgelben abgelehnt hatte, verständigten sich beide Parteien darauf , die Zusammenarbeit – bei einem entsprechenden Angebot – bereits in diesem Sommer zu beenden. Doch das ließ bis kurz vor Toresschluss am 1. September auf sich warten.

Akanji trainiert beim BVB, wird für Spiele aber nicht berücksichtigt

Zudem hatte der BVB in Niklas Süle und Nico Schlotterbeck bereits vor geraumer Zeit zwei neue Innenverteidiger verpflichtet. So trainierte Akanji seit dem Trainingsauftakt Anfang Juli zwar weiterhin normal mit der Mannschaft, wurde für Test- und Pflichtspiele jedoch nicht berücksichtigt. Eine unbefriedigende Situation. „Manuel ist bereits vor mehreren Monaten mit dem Wunsch an uns herangetreten, den BVB in diesem Sommer verlassen zu wollen. Daraufhin haben wir uns in der Innenverteidigung für die Zukunft neu aufgestellt. Die vergangenen Wochen waren für ihn deshalb sicher keine leichte Zeit, und dennoch hat sich Manuel stets professionell verhalten und sich bei Borussia Dortmund nichts zu Schulden kommen lassen“, so Kehl.

Nun können beide Seiten ihr Gesicht wahren: Der BVB erhält zwar etwas weniger Ablöse als eigentlich gefordert (25 Millionen Euro), bekommt aber einen Großverdiener von der Gehaltsliste. Akanji erfüllt sich seinen Traum von der Premier League und wechselt zu einem europäischen Topklub.

Akanji-Wiedersehen mit dem BVB bereits am 14. September

Akanji war im Januar 2018 für 21,5 Millionen Euro vom FC Basel ins Ruhrgebiet gewechselt und hat für den BVB seither 158 Pflichtspiele absolviert (vier Tore, zwei Vorlagen). In seinen ersten beiden Dortmunder Jahren gab es große Leistungsschwankungen, dann entwickelte sich der Schweizer zum Führungsspieler.

Skurril: Bereits in zwei Wochen kommt es zum Wiedersehen mit Borussia Dortmund. Am 14. September tritt der BVB in der Gruppenphase der Champions League bei Manchester City an.