BVB-Trainer Marco Rose: „Haben die Außen nicht zu bekommen“

Redakteur
BVB-Trainer Marco Rose sah in Köln „ein sehr gerechtes Unentschieden“. © imago / Uwe Kraft
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Borussia Dortmund kommt zum Abschluss des 27. Bundesliga-Spieltags nur zu einem 1:1 beim 1. FC Köln. Damit baut der FC Bayern München seinen Vorsprung gegenüber dem BVB wieder auf sechs Punkte aus. Marius Wolf sorgt für die schnelle schwarzgelbe Führung (8. Minute), doch die Kölner kämpfen sich ins Spiel zurück und kommen durch Sebastian Andersson zum verdienten Ausgleich (36.). Nach dem Seitenwechsel sind die Schwarzgelben dem Sieg näher – agieren in der Offensive jedoch ideenlos. Die Stimmen zum Spiel:

Das sagen die BVB-Akteure zum Spiel in Köln:

Marco Rose (BVB-Trainer): „Wir sind gut reingekommen und haben das Tor gemacht. Dann haben wir noch eine Chance, danach kam bis zur Pause aber nur noch Köln. Der Ausgleich war gerecht. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder guten Zugriff und auch die besseren Chancen. Insgesamt ist es aber ein sehr gerechtes Unentschieden für mich. Die Umstellung auf Dreierkette hat uns geholfen, weil wir vorher die Außen nicht zu bekommen haben.“



Manuel Akanji (BVB-Spieler):
„Es war ein intensives Spiel. Es ging hin und her – leider konnten wir die drei Punkte nicht mitnehmen. Wir hatten viele Möglichkeiten, wo wir Kontersituationen besser ausspielen können, uns aber zu früh für den langen Ball entscheiden. Wir haben auf Dreierkette umgestellt, um mehr Druck auf die Flankengeber auszuüben und in der Mitte drei Innenverteidiger gegen die zwei kopfballstarken Stürmer zu haben. Man kann nicht jedes Spiel zu Null spielen, ich bin nicht unzufrieden mit dem Gegentor. Klar hätte ich lieber zu Null gespielt, aber ich glaube, wir haben das Bestmögliche in der Defensive gemacht.“

Marius Wolf (BVB-Spieler): „Ich habe die Tiefe gesucht beim Tor, Jude spielt den Ball überragend und dass ich ihn reinmache, freut mich umso mehr. Wir haben in der ersten Hälfte aber nicht so den Zugriff auf die Innenverteidiger bekommen, haben es in der Halbzeit angesprochen und es dann besser gemacht. Für uns Spieler und für die Fans ist es geiler, wenn volle Hütte ist – das macht einfach mehr Spaß.“


Das sagen die Köln-Akteure zum Spiel gegen den BVB:

Steffen Baumgart (Köln-Trainer): „Die erste Halbzeit war richtig gut von uns. Mit der Umstellung der Dortmunder auf Dreierkette in der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar Probleme. Unseren beiden Stürmern liegt es nicht so, eine Dreierkette anzulaufen. Darauf hätten wir früher reagieren können. Aber was die Jungs abgerissen haben, ist das, was wir sehen wollten.“

Mark Uth (Köln-Spieler): „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, schlafen aber bei dem langen Ball. Marius Wolf macht es dann auch überragend. Nach dem Gegentor sind wir am Drücker, müssen früher den Ausgleich machen. In der zweiten Hälfte haben wir es ein bisschen hergegeben. Die Umstellung des BVB war kein schlechter Schachzug.“

Salih Özcan (Köln-Spieler): „Wir sind zufrieden mit dem 1:1. Wir hatten unser Schema, wollten über die Intensität kommen, die Dortmunder ärgern und das haben wir auch geschafft. Wir wollten die Bälle mutig nach vorne spielen, auch wenn wir sie mal verlieren. Wenn wir schon zwei Brocken vorne drin haben, dann verwerten wir auch den einen oder anderen.“