BVB-Stratege Axel Witsel: Wir hätten Unentschieden gespielt oder verloren

Borussia Dortmund

Der BVB zeigt beim 2:1 in Mönchengladbach neue Qualitäten. Axel Witsel lobt die Mannschaft für ihre Entwicklung - und vergleicht Dortmund mit Juventus Turin.

Mönchengladbach

, 08.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Axel Witsel fährt mit dem BVB selbstbewusst zum Champions-League-Spiel nach Paris.

Axel Witsel fährt mit dem BVB selbstbewusst zum Champions-League-Spiel nach Paris. © dpa

Für den BVB war es ein kompliziertes Topspiel ...

Ja, der Anfang war für uns nicht einfach. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, Gladbach war besser. Aber wir haben mit der ersten Aktion getroffen - dann waren wir drin in der Partie. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, das stimmt. Wir haben Gladbach nicht viele Möglichkeiten gelassen. Klar, sie machen das Tor und dann war da noch die Chance von Embolo. Aber wir hätten das Spiel auch früher für uns entscheiden können. Jadon Sancho hat den Pfosten getroffen und Erling Haaland hatte eine große Gelegenheit. Aber am Ende haben wir gewonnen und das war vor dem großen Spiel in Paris sehr wichtig.


Hat man heute ein neues Gesicht des BVB gesehen?

Das kann man so sagen. Es gab viel Körperkontakt, es war sehr physisch, es gab viele Fouls. Der Schiedsrichter hat zehn Gelbe Karten gezeigt. Es war wirklich hart. Wir hatten manchmal viele Löcher. Aber wir sind einfach nur glücklich, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind. Nicht in der ersten Halbzeit.

Was war der Schlüssel, was haben Sie anders gemacht?

Wir haben den Ball besser gehalten und waren auch ruhiger. Ich erinnere mich an eine Phase, als wir sehr lange den Ball gehabt haben. Ich weiß nicht wie lange, aber lange. Dadurch hatten wir mehr Selbstvertrauen. Wenn du mehr den Ball hast, dann hast Du auch mehr Chancen. Für mich war das der Grund, wir hatten einfach mehr Ballbesitz. In der ersten Halbzeit haben wir den Ball oft schnell wieder verloren.


Ist der BVB jetzt eine komplette Mannschaft?

Wir sind auf jeden Fall zufrieden. Letzte Woche haben wir ähnlich gespielt, aber wir haben gewonnen. Manchmal muss man so gewinnen. Juventus Turin gewinnt bestimmt zehn Mal pro Saison so. Ich glaube, dass so ein Spiel im letzten Jahr noch schwieriger für uns war. Wir hätten Unentschieden gespielt oder verloren. Was das angeht, sind wir also besser.

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Ist Erling Haaland eigentlich doch nur ein Mensch?

Ja, ich glaube schon. Er kommt vom gleichen Planeten wie wir. Er hat zwei Arme und zwei Beine (lacht). Das kann passieren. Jedes Spiel zwei oder drei Tore schießen, das ist nicht möglich. Er ist etwas müde. Aber wir machen uns um ihn keine Sorgen. Am Mittwoch wird er ein großes Spiel machen.


Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Spiel gegen Paris?

Erstmal müssen wir uns etwas erholen, denn nach diesem Spiel sind wir doch relativ müde. Die nächsten beiden Tage werden wir eher wenig machen. Wir müssen dort unser Spiel spielen und so früh treffen wie möglich.

Aufgezeichnet von Jürgen Koers in der Mixed Zone.
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