BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den Haaland-Transfer: Es ist ein schönes Gefühl

Trainingslager

Michael Zorc ist guter Dinge für die Rückrunde - obwohl der BVB viele Punkte verschenkt hat. Neuzugang Haaland hellt seine Stimmung auf.

Marbella

, 10.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den Haaland-Transfer: Es ist ein schönes Gefühl

Sportdirektor Michael Zorc (r.) und Trainer Lucien Favre freuen sich über die Verpflichtung von Erling Haaland. © Kirchner-Media

Auf der Trainingsanlage der Borussia sieht man seit Tagen einen ausgesprochen gut gelaunten Dortmunder Sportdirektor. Zorcs gute Laune rührt noch aus dem letzten Wochenende des alten Jahres, das für Borussia Dortmund trotz der schmerzhaften Nachwirkungen der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim doch noch positiv zu Ende ging.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist stolz auf den Haaland-Transfer

Das etwas verspätete Weihnachtsgeschenk für Zorc und die Borussia ist 1,94 Meter groß und 19 Jahre jung. Dass sich Erling Haaland trotz namhafter Konkurrenz aus England und Leipzig für den BVB entschieden hat, macht Zorc stolz. „Es ist ein schönes Gefühl“, meinte er nun in einem Interview mit dem WDR-Hörfunk, „wenn du dann vom Spieler, seinem Vater und von seinem Berater Mino Raiola das Ja-Wort bekommst.“ Wochenlange Überzeugungsarbeit hätten sich in diesem Moment ausgezahlt.

Wie im Sommer, als der BVB nach der knapp verpassten Meisterschaft mit aufsehenerregenden Transfers die drohende Depression vertrieb, gibt eine Neuverpflichtung den notwendigen Anschub für einen optimistischen Blick in die nahe Zukunft. Die fünf äußerst unnötig hergeschenkten Punkte in der letzten Englischen Woche des Jahres hängen Zorc noch immer ein wenig in den Klamotten, „stellen Sie sich nur vor, wie das Tabellenbild ausgesehen hätte, wenn wir diese Spiele gewonnen hätten.“ Sowohl gegen Leipzig als auch in Hoffenheim sei dies möglich gewesen. „Wir waren jeweils die bessere Mannschaft.“

Verpflichtung von Haaland soll BVB neuen Schub verleihen

Weil es nicht so kam, sei der BVB zu Beginn der Rückrunde nun „nicht der Favorit. Leipzig spielt eine hervorragende Saison, die Bayern sollte man immer auf dem Zettel haben. Wir sind momentan hinten dran.“ Dennoch gebe es keinen Grund, die ausgegebenen Ziele zu korrigieren. Der BVB, so Sportdirektor Michael Zorc, wolle „vorne angreifen“.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den Haaland-Transfer: Es ist ein schönes Gefühl

© Kirchner-Media

Das führt zu einer klaren Forderung des Ur-Dortmunders: „Spiele wie in der Hinrunde, in denen wir dominiert und dann Führungen aus der Hand gegeben haben, müssen wir vermeiden“, sagt Zorc. Insgesamt müssen wir besser werden. Wir haben zu einfache und zu viele Gegentore bekommen, wir müssen unsere Angriffe, Kontersituationen und Chancen mit mehr Killerinstinkt zu Ende spielen.“ Eine Forderung, die zuletzt auch Julian Brandt untermauerte. Mehr Gier auf eigene Treffer fordert dabei noch der 57-jährige Zorc, „darum haben wir auch Erling Haaland verpflichtet.“ Der 19-Jährige bringe „Wucht und Willen“ mit. „Er will immer gewinnen.“

Zorc: „Darum haben wir auch Erling Haaland verplichtet“

Auch Zorc versucht, was kaum gelingen dürfte: Der Hype um den jungen Norweger sei riesig, aber man wolle ihm keinen Rucksack aufsetzen. Dass Haaland, der zusätzlich den Druck auf Mario Götze erhöht, in Fan-Kreisen schon als alleiniger Heilsbringer gesehen werde, bereitet ihm durchaus auch einiges Kopfzerbrechen. „Er ist noch ein „roher“ Spieler, einer, den wir entwickeln wollen. Diesem Hype kann er gar nicht gerecht werden. Auch schwierige Phasen gehörten zu diesem Prozess, „aber wir haben ihm gesagt, dass wir überzeugt sind, dass wir ihn zu einem kompletten Spieler entwickeln können.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Borussia Dortmund
Zorc will BVB-Euphorie um Haaland nutzen: Haben in dieser Saison schon genug gebremst
Meistgelesen