BVB-Sportdirektor Michael Zorc begrüßt Abschaffung der Montagsspiele

Borussia Dortmund

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc begrüßt die Abschaffung der Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga nach Ende der laufenden Rechteperiode im Sommer 2021.

Dortmund

, 22.11.2018, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

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BVB-Pressekonferenz vor dem Spiel in Mainz

Am 26. Februar 2018 betrat auch Borussia Dortmund nach über 108 Jahren Vereinsgeschichte Neuland. Erstmals trat die Profimannschaft des BVB an diesem Februarabend an einem Montag zu einem Punktspiel in der Bundesliga an. Aus Protest gegen die Einführung der bis zu fünf Partien an einem Montagabend blieben viele Plätze im Signal Iduna Park leer, die 54.600 Fans bescherten der Borussia mit Abstand die Minuskulisse der vergangenen Jahre.

Noch kein Spiel des BVB in dieser Saison auf Montag terminiert

Ob der BVB auch in dieser Saison an dem von den Fans wegen der kaum zu bewältigender Reisestrapazen ungeliebten Montag ran muss, das steht noch nicht fest. Das erste von wiederum maximal fünf möglichen Montagsspielen steigt in der ersten Dezemberwoche, wenn der 1. FC Nürnberg die Werkself von Bayer Leverkusen empfängt. Proteste gegen die Verzerrung der Spieltage haben mehrere Aktions-Bündnisse schon angekündigt – und das ungeachtet der Entscheidung der Klubs, ab der kommenden Rechteperiode zur Saison 2021/22 die Entscheidung für Montagsspiele rückgängig zu machen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc begrüßt Abschaffung der Montagsspiele

Viele Plätze blieben am 26. Februar dieses Jahres auf der Südtribüne leer. © imago

Für Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc ist der Entschluss eine Konsequenz aus dem eindeutigen Stimmungsbild unter den Anhängern. „Man darf aber nicht blind durch die Gegend laufen“, meinte Zorc. „Für viele Fans sind die Montagsspiele ein großes Ärgernis.“ Es sei daher nicht schlimm, „sondern souverän, darauf zu reagieren.“

In der Rückrunde sind noch vier Montagsspiele möglich

Zorc erinnerte allerdings auch an die Beweggründe, die seinerzeit zu dieser Entwicklung geführt hätten: „Es haben alle Vereine dafür gestimmt, dass die wenigen Montagsspiele durchgeführt werden, mit dem Hintergedanken, die Teams zu entlasten, die in der Europa League spielen.“ Wegen der Fernsehverträge hatten in der Vergangenheit immer wieder international aktive Mannschaften, die am Donnerstag in der Europa League am Ball waren, samstags schon wieder in der Liga spielen müssen. Mit einer Pause von weniger als 48 Stunden zwischen den Spielen und manchmal zusätzlichem Reisestress.

Bis zu fünf Partien pro Saison dürfen nach dem derzeit gültigen Fernsehvertrag an einem Montag stattfinden, in der Hinrunde macht die Deutsche Fußball-Liga (DFL) von diesem Recht nur einmal Gebrauch. Vier weitere Partien könnten also in der Rückrunde folgen.

Borussia Dortmunds bislang einziges Montagsspiel in der Fußball-Bundesliga passte sich übrigens den äußeren Umständen an. Tristes Wetter, triste Stimmung – und am Ende ein tristes 1:1 gegen den FC Augsburg, der die BVB-Führung durch Marco Reus spät konterte.

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