BVB-Sportdirektor Kehl: Klare Kritik, Ronaldo-Dementi und weitere Neuzugänge?

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Sebastian Kehl in einem Interview.
Sportdirektor Sebastian Kehl nimmt die BVB-Profis nach dem 2:3 gegen Bremen in die Verantwortung. © imago / Sportfoto Rudel
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Der Werder-Schock sitzt noch immer tief bei Schwarzgelb. Innerhalb von nur sechs Minuten gibt Borussia Dortmund gegen Werder Bremen eine ohnehin schmeichelhafte 2:0-Führung noch aus der Hand, blamiert sich gegen den Aufsteiger mit 2:3. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl spricht am Sonntag von einer „schlechten“ Leistung, nimmt die Mannschaft in die Verantwortung und will die Liga trotzdem spannend machen – auch ohne Cristiano Ronaldo. Dafür vielleicht mit einem anderen Neuzugang.

BVB-Sportdirektor Kehl: „Wollen die Liga spannend machen“

„Wir dürfen dieses Spiel nicht verlieren“, stellte Kehl bei „Bild-TV“ klar. „Es war eine schlechte Leistung. Die Mannschaft ist jetzt gefordert, sie trägt die Verantwortung. Sie hat sicherlich verstanden, dass gegen Bremen und vielleicht in anderen Spielen noch nicht alles perfekt war.“ Die Analyse habe bereits am Samstagabend begonnen, am Sonntag werde diese fortgesetzt. Auch Einzelgespräche stehen auf der Agenda.

Dennoch sei es zu früh, jetzt die Flinte schon ins Korn zu werfen: „Nach dem dritten Spieltag werden wir noch nicht aufgeben. Wir wollen die Liga spannend machen.“ Dafür muss der BVB vor allem an einer Statistik arbeiten: Borussia Dortmund hat lediglich 27 der vergangenen 45 Spiele gegen Aufsteiger gewonnen. Zum Vergleich: Der FC Bayern holte 39 Siege. „Es geht nicht darum, dass wir die Mannschaften nicht ernst nehmen. Aber an dieser Statistik würde ich natürlich gerne arbeiten.“

Cristiano Ronaldo zum BVB? Sebastian Kehl mit klarem Dementi

Definitiv nicht mithelfen wir dabei Cristiano Ronaldo. Nachdem bereits BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watze auf der Bilanzpressekonferenz die Gerüchte um den einstigen Weltfußballer dementiert hatte, stellte auch Sebastian Kehl noch einmal klar: „Cristiano Ronaldo wird nicht zu Borussia Dortmund wechseln.“ Er sei ein fantastischer Fußballer, der in seiner Karriere alles erreicht habe. Aber es gebe keinen Kontakt. „Wir haben in den letzten Tagen einiges versucht, dieses Ronaldo-Gerücht richtig einzuordnen.“

Dennoch könnte sich bei Borussia Dortmund personell noch etwas tun. Das Transferfenster ist noch bis zum 1. September geöffnet. Dass der BVB Manuel Akanji und Nico Schulz noch von der Gehaltsliste bekommen möchte, ist bekannt. „Ich habe schon das Gefühl, dass die Engländer und auch andere Ligen wach werden“, meinte Kehl. Auch um Thomas Meunier häuften sich zuletzt die Gerüchte. „Ich weiß nicht, was in der kommenden Woche passiert. Aktuell hat es aber keine Angebote für ihn gegeben und wir planen das so auch nicht ein.“

BVB-Sportdirektor Kehl über weitere Transfers: „Vielleicht“

Tut sich beim BVB denn auch noch etwas auf der Zugangsseite? „Ich würde das heute nicht ausschließen. Wir halten es uns offen, auf Dinge zu reagieren. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht“, sagte Kehl. „Aber wir können keine wahnsinnigen Dinger mehr drehen.“