BVB-Sponsor sorgt für Unverständnis mit geschmacklosem Gewinnspiel

Borussia Dortmund

Für die BVB-Fans wirkte es lukrativ: „Tickets für Borussia Dortmund gegen Hertha BSC gewinnen.“ Doch die Gewinnspielfrage zu der Aktion von BVB-Sponsor MAN erzürnte die Fans.

Dortmund

, 16.10.2018, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Sponsor sorgt für Unverständnis mit geschmacklosem Gewinnspiel

Auf dem Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco waren im April 2017 drei Bomben in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses explodiert. © dpa

Kann man wirklich so geschmacklos, so pietätlos sein? Ist es ein Versehen? Oder gar gewollte PR – frei nach dem Motto: Auch schlechte Werbung ist Werbung? Denn die Frage, die die BVB-Fans zu beantworten hatte, lautete: „Wie viele Spieler, die damals mit im Bus saßen, als der Anschlag passierte, sind aktuell noch im Kader vom BVB?“

Gewinnspielfrage mittlerweile entfernt

Die Fans zeigten sich empört. Warfen dem Unternehmen Unprofessionalität vor und forderten eine Entschuldigung. MAN reagierte und hat die Gewinnspielfrage mittlerweile entfernt: „Wir möchten uns an dieser Stelle in aller Form bei allen BVB-Fans entschuldigen. Natürlich war die Gewinnspiel-Frage unüberlegt gestellt“, heißt es auf Twitter.

Auch bei Borussia Dortmund hat sich das Unternehmen mittlerweile entschuldigt. Der BVB wollte sich am Dienstag zwar nicht öffentlich zu diesem Thema äußern, nach Information dieser Redaktion hat es aber eine deutliche Beschwerde beim Sponsor gegeben.

Bürki: „Hatte geglaubt, dass ich damit abgeschlossen habe“

Bei dem Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus am 11. April 2017 waren drei Sprengsätze gezündet worden. Ex-BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist erlitten dabei Verletzungen. Monatelang stand die Mannschaft des BVB unter Schock.

Erst kürzlich – nach dem erneuten Aufeinandertreffen des BVB mit der AS Monaco - berichtete BVB-Torhüter Roman Bürki: „Ich hatte vor dem Spiel geglaubt, dass ich damit abgeschlossen habe. Im Bus war ich dann schon froh, als wir an der Stelle vorbei waren, wo es passiert ist.“

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