BVB schießt sich beim 3:0 gegen Wolfsburg aus der Krise - Bangen um Reus

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund schießt sich mit einem 3:0 gegen den VfL Wolfsburg vorerst aus der Krise und zurück ins Titelrennen. Sorgen bereitet Kapitän Marco Reus.

Dortmund

, 02.11.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB schießt sich beim 3:0 gegen Wolfsburg aus der Krise - Bangen um Reus

BVB-Torschützen unter sich: Thorgan Hazard (l.) und Raphael Guerreiro. © imago/Nordphoto

Ein doppelter Hackentrick, Thorgan Hazard sprintete mit vollem Tempo in Richtung Sechzehner, sein strammer Schuss zischte knapp am Pfosten vorbei: Spielerische Leichtigkeit, rasanter Fußball, Borussia Dortmund fand im zweiten Durchgang im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ein Stück weit zu sich selbst zurück.

BVB wirft den großen Ballast ab

Ein Doppelpack von Thorgan Hazard (52.) und Raphael Guerreiro (58.) brachte den BVB gegen insgesamt harmlose Gäste auf die Siegerstraße. Mario Götze (Strafstoß, 88.) stellte den Endstand her. Szenen wie die oben beschriebene von Hazard zeugten davon, dass der BVB allmählich den großen Ballast und Druck abwerfen kann - und wieder Fußball spielt.

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Bundesliga, 10. Spieltag: BVB - VfL Wolfsburg 3:0 (0:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg.
02.11.2019
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg.© dpa
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Begonnen hatte die Partie allerdings schmerzhaft. 15 Minuten waren vergangen, als bei einem der bis dahin besten Angriffe Wolfsburgs Jerome Roussillon BVB-Kapitän Marco Reus mit vollem Einsatz ausbremste. Reus hielt sich danach das linke Sprunggelenk, suchte später an der Seitenlinie den Doc auf - und musste nach 28 Minuten endgültig passen.

BVB-Kapitän Reus wird mit Sprechchören verabschiedet

Die Sorgen um seine Verletzung werden die nächsten Tage beim BVB mit bestimmen. Für ihn kam Mario Götze ins Spiel. Immerhin sorgte die Einblendung des 2:0 für Eintracht Frankfurt gegen Dortmunds nächsten Bundesliga-Gegner Bayern München für Jubel, während Reus mit Sprechchören verabschiedet wurde.

Für seine Startelf hatte Trainer Lucien Favre die Rotationsmaschine angeworfen. Mit gleich fünf Änderungen gegenüber dem DFB-Pokalspiel am Mittwoch (Hummels, Reus, Guerreiro, Hakimi und Dahoud anstelle von Zagadou, Witsel, Schulz, Sancho und Bruun Larsen) wirbelte der BVB sein Personal ordentlich durcheinander.

Bürki sitzt überraschend auf de BVB-Bank

Den um seine Bestform kämpfenden Jadon Sancho nicht von Anfang an zu bringen, erfolgte mit Blick auf die Duelle gegen Inter und die Bayern. Aber wohl auch, um dem jungen Engländer zu zeigen, dass auch er sich mit Arbeit und Leistung beweisen muss. Dem müden Axel Witsel eine Pause zu gönnen, war fällig. Und verblüffend: Stammtorhüter Roman Bürki nahm nach seiner Grippe auf der Bank Platz, im Kasten stand erneut sein Vertreter Marwin Hitz.

Vor sich sah Hitz in den ersten 45 Minuten eine durchaus engagierte Dortmunder Elf, die um Tempo und zügiges Passspiel bemüht war und das Geschehen diktieren wollte - doch es fehlte spätestens am gegnerischen Strafraum an Präzision und Durchsetzungsvermögen. Nach 20 Minuten standen 4:0 Ecken auf der Anzeigetafel - Torchancen hatten sich die Schwarzgelben dabei nicht herausgearbeitet.

Dem BVB fehlt in den ersten 45 Minuten die Struktur

Bezeichnend für die bemühten wie unglücklichen Dortmunder Bestrebungen vor der Pause: Als Thorgan Hazard einmal in aussichtsreicher Position abschließen wollte, traf er nur den flüchtenden Mario Götze (43.). Gefährliche Situationen darüber hinaus: nicht vorhanden.

Das lag zum einen am fehlenden Spielverständnis und mangelnder Struktur bei den Schwarzgelben, zum anderen an der Fußball verhindernden Gangart der Gäste. Im 5-2-3-System stellten sie die Räume in der eigenen Hälfte zu, den Rest räumten die drei Riesen (Bruma, Brooks, Tisserand) in der Zentrale weg. Paradox: Die beste Einschussmöglichkeit vor der Pause hatten trotzdem die Gäste. U21-Nationalspieler Lukas Nmecha entwischte Mats Hummels, sein Lupfer aus spitzem Winkel prallte von der Querlatte zurück ins Feld (22.).

Dortmund startet kreativer und zielstrebiger

Mit Fahrtrichtung Südtribüne agierte der BVB endlich kreativer, zielstrebiger - und konsequenter. Raphael Guerreiro verzog noch aus elf Metern (48.), dann fand Achraf Hakimi von rechts kommend links Thorgan Hazard: ein Blick, ein Schuss ins linke Eck - 1:0 für Schwarzgelb (52.). Der Premierentreffer für den Neuzugang, der diesen Glücksmoment intensiv feierte.

Plötzlich war Schmackes drin bei Borussia: Hakimi scheiterte beim nächsten Anlauf an Wölfe-Keeper Pavao Pervan (56.), dann war wieder Platz auf links: Hazard bediente Guerreiro, ein platzierter Flachschuss ins hintere Toreck, und - zack, zack - lag Dortmund 2:0 vorne (58.). Wolfsburg kam zu zwei Gelegenheiten, beide vereitelte Marwin Hitz gegen Joao Victor (67.) und Wout Weghorst (90.).

Leichtigkeit und Ballsicherheit kehren beim BVB zurück

Wie auf Knopfdruck kehrten Leichtigkeit und Ballsicherheit zurück in die in dieser Saison bislang so zähflüssigen Dortmunder Aktionen. Auf den Tribünen feierten die Fans so laut wie lange nicht mehr. Achraf Hakimi (67.) und Hazard (80.) verpassten das 3:0, das dann Mario Götze besorgte. Jeffrey Bruma bekam den Ball von Julian Brandt im Sechzehner an den Arm geschossen, den Strafstoß versenkte Borussias Zehner seelenruhig (88.). Auch die Fans jubelten ausgiebig, die Borussen haben wieder Bock auf Borussia.

In Dortmunds Heimspiel-Trilogie folgt nach Gladbach (2:1) und Wolfsburg (3:0) nun am Dienstag Inter Mailand (21 Uhr) in der Champions League.

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