BVB-Profis haben großen „Hunger, etwas zu gewinnen“

Souveräner Spitzenreiter

Das Spitzenspiel gewonnen, souveräner Spitzenreiter: Bei den BVB-Fans reifen längst die Titelträume. Kann Dortmund Deutscher Meister werden? Das sagen Spieler und Verantwortliche.

Dortmund

, 11.11.2018, 00:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Profis haben großen „Hunger, etwas zu gewinnen“

Axel Witsel sagt: „Wir müssen jetzt aber nichts ändern, nur weil wir Bayern München geschlagen haben.“ © Thomas Bielefeld

Über dem Ausgang aus dem Kabinentrakt des Dortmunder Stadions hängt ein Fernseher. Das Bild zeigte am Samstagabend die Tabelle im Videotext. Borussia Dortmund ganz oben, schwarz auf weiß, mit nun sieben Zählern Vorsprung auf den Titelverteidiger und Abo-Meister FC Bayern München. Zeit für eine Wachablösung, für ein neu formuliertes Saisonziel? Nein, solche Worte kamen keinem Borussen über die Lippen. Wohl aber Sätze, die geprägt waren von Selbstvertrauen, von Zuversicht und vom „Hunger, etwas zu gewinnen“, wie Lukas Piszczek sagt.

„Die Tabelle ist mir wurscht“

„Das könnt ihr mir glauben oder nicht“, meinte Kapitän Marco Reus, „die Tabelle ist mir völlig wurscht. Klar, das sind sieben Punkte auf die Bayern, vier auf Gladbach, aber es ist auch erst der elfte Spieltag. Da lohnt es sich nicht, über mehr zu sprechen.“ Der einmal mehr überragende Spielführer freute sich über das „Polster“, mahnte aber: „Wir tun gut daran, uns auf uns zu fokussieren und jedes Spiel für sich zu nehmen. Am Ende müssen wir sehen, was dabei herauskommt. Aber es ist zu früh darüber zu sprechen, ob wir Meister werden.“

Pisczek stimmte zu. „Es ist noch weit weg.“ Angesprochen auf die Parallelen zu der überraschenden Meistersaison 2010/11 erklärte er: „Wenn wir weiter so hungrig spielen, dann können wir am Ende etwas erreichen. Es sind viele junge Burschen, die haben Hunger.“ Und lachend fügte er hinzu: „Ich bin zwar alt, aber ich habe auch noch Hunger, etwas zu gewinnen.“

„Ein enormer Schritt für uns“

Borussia Dortmunds bestens gelaunter Sportdirektor Michael Zorc war wie gewohnt nicht für Überschwang zu haben. „Wir haben den elften Spieltag, wir sind eine sehr junge Truppe, das war heute ein enormer Schritt für uns“, sagte er. „Wir müssen weiter wachsen, weiter lernen, das machen wir step by step.“

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In die nun anstehende Bundesliga-Pause, die für den BVB am 24. November mit einem Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 endet, als unangefochtener Tabellenführer zu gehen, gefiel auch Manuel Akanji. An das Tabellenbild mag er sich gewöhnen. Wie lange das so bleibt? „Bis zum Ende der Saison hoffentlich“, sagte der Schweizer Innenverteidiger.

„Es ist noch viel zu lange hin“

Sebastian Kehl, der als Anführer der Meistermannschaften 2011 und 2012 die Situation sehr gut einschätzen kann, dämpfte die aufkommenden Diskussionen. „Wir haben November. Es ist noch viel zu lange hin.“ Wenn dieses triumphale 3:2 das Rückspiel gewesen wäre, „dann wäre die Ausgangsposition nach diesem Spiel eine andere“.

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Bundesliga, 11. Spieltag: BVB - FC Bayern München 3:2 (0:1)

10.11.2018
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Bilder des Bundesliga-Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.© dpa
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Sachlich und souverän wie er spielt, schilderte Axel Witsel die Situation: „Wir sind Erster und gut drin in der Meisterschaft. Wir müssen jetzt aber nichts ändern, nur weil wir Bayern München geschlagen haben.“ Einfach so weitermachen, das würde den BVB-Fans schon reichen.

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