BVB nimmt die Euphorie mit ins Spiel gegen Monaco

Champions League

Gute Tage für den BVB! In der Bundesliga ist das Team an die Tabellenspitze gestürmt, Jadon Sancho gibt ein klares Bekenntnis ab. Perfektes Timing vor dem ersten Champions-League-Heimspiel.

Dortmund

, 03.10.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB nimmt die Euphorie mit ins Spiel gegen Monaco

Steht für den BVB-Aufschwung: Jadon Sancho. © Inderlied/Kirchner

Nicht nur wegen der schon sechs Torbeteiligungen, die Sancho in nur 124 Minuten Einsatzzeit in der Bundesliga beigesteuert hat, ist das ein logischer Schritt. „Mit der Vertragsverlängerung tragen wir seiner sehr, sehr positiven Entwicklung Rechnung“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Er spricht von „einem der spannendsten Talente in Europa“. In bislang 18 Bundesliga-Spielen für die Borussia hat Sancho zwei Treffer erzielt und neun vorbereitet.

Favres kleines Versteckspiel

Noch ist Sancho auch das: ein Talent. Dortmunds Königsklassen-Start in Brügge zeigte, dass es auch Tage gibt, an denen Sancho an sein großes Potenzial nicht herankommt - auch deshalb versucht ihn sein Klub vor einer überzogenen Erwartungshaltung zu schützen.

Ob Sanchos Trainer Lucien Favre den 18-Jährigen heute von Beginn an stürmen lässt oder wieder auf seine Jokerqualitäten setzt, dass ließ sich der Schweizer Trainer am Dienstag nicht entlocken. Wie überhaupt es auf der Pressekonferenz ein kleines Versteckspiel ob einiger Personalien gab. Shinji Kagawa sei verletzt, teilte Favre auf Anfrage eines japanischen Journalisten mit, genauer spezifiziert wurde das nicht. Beim Abschlusstraining fehlte am Spätnachmittag dann überraschend auch Marcel Schmelzer, der schon in Leverkusen nicht im Kader gestanden hatte.

„Wir sind viel zu oft in Konter gelaufen“

Das lässt darauf schließen, dass Favre in der Kette ähnlich spielen lassen wird wie bei der furiosen Aufholjagd in der BayArena, als der BVB ein 0:2 in ein 4:2 drehte. Man sah Favre nachher glücksstrahlend jeden umarmen - die zwei Gesichter, die seine Elf zeigte, mahnen aber vor dem Duell mit den Monegassen zur Vorsicht. „Wir brauchen ein gesundes Gleichgewicht“, fordert der 60-Jährige. „Wir sind viel zu oft in Konter gelaufen.“

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Abschlusstraining des BVB vor dem Spiel gegen Monaco

02.10.2018
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BVB-Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Monaco.© dpa
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Mit der Mannschaft, die vor zwei Jahren sensationell die französische Meisterschaft gewann und den Schockzustand des BVB nach dem Anschlag ausnutzte, um ins Halbfinale der Königsklasse einziziehen, hat Monaco heute allerdings nicht mehr viel gemein. Stars wie Kylian Mbappe (Paris Saint-Germain, 180 Millionen Euro), Benjamin Mendy (Manchester City, 57,5) oder Bernardo Silva (Manchester City, 50) gingen. Vor dieser Saison folgten Thomas Lemar (Atlético Madrid, 70 Millionen Euro) und Fabinho (FC Liverpool, 45).

In der Liga auf Rang 18

Ein bekanntes Gesicht ist Diego Benaglio, der lange beim VfL Wolfsburg das Tor hütete. Er sagt: „Vielleicht ist dieses Spiel auch eine Möglichkeit, die schlechten Eindrücke der vergangenen Wochen ein wenig vergessen zu machen.“ In der Liga dümpelt AS auf Platz 18 mit nur einem Sieg aus acht Spielen.

Auch in der Königsklasse lief es zum Auftakt nicht. Nach der Niederlage gegen Atletico braucht Monaco ein Erfolgserlebnis, den BVB würde ein Sieg dem Achtelfinale schon sehr nahe bringen.

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