BVB-Neuling Brandt als DFB-Joker: Das ist nicht mein Anspruch

Nationalmannschaft

Seit dreieinhalb Jahren gehört Julian Brandt zur Nationalmannschaft. Gespielt hat der BVB-Neuzugang seitdem wenig. Der ewige Joker hat ganz andere Ansprüche.

Hamburg/Dortmund

, 08.09.2019, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Neuling Brandt als DFB-Joker: Das ist nicht mein Anspruch

Ist beim DFB der ewige Joker: BVB-Neuling Julian Brandt. © imago

Julian Brandt kann die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen klar analysieren. Kein Wunder: Von der Reservebank aus hat er meist einen guten Blick und einen intensiven Eindruck. Viel lieber aber wäre es ihm, wenn er selber auf dem Platz stehen könnte.

Brandt stand erstmal zweimal in der DFB-Startelf

„Nur zehn Minuten zu spielen ist nicht mein Anspruch“, sagte Brandt nach dem 2:4 der DFB-Elf in Hamburg gegen die Niederlande. In der 84. Minute, beim Stand von 2:3, schickte ihn Bundestrainer Joachim Löw für den Verteidiger Matthias Ginter aufs Feld. Zu spät, um noch etwas auszurichten. Wie so oft.

In 26 Länderspielen seit seinem Debüt am 29. Mai 2016 kommt der Neu-Dortmunder auf lediglich zwei Startelf-Nominierungen. Er gehört definitiv zu den Spielern, die in Zukunft Deutschlands Spiel prägen und bestimmen können. Doch noch lässt ihn Löw selten von der Leine, obwohl er ihn sogar öffentlich lobt für den Saisonstart. „Julian Brandt hat einen sehr guten Eindruck gemacht, auch als er eingewechselt worden ist. Er hat mir auch bestätigt, dass er sehr viel Spaß hat in Dortmund. Er“, betonte Löw, „gehört zu den ersten Optionen.“

Gegen Nordirland könnte Brandts Stunde schlagen

Am Montagabend in Nordirland könnte dann die Stunde von Brandt schlagen. Er erwartet einen Systemwechsel, hin zu einer Viererkette, und damit mehr Platz für Offensivspieler wie ihn. „Ich kann mir vorstellen, dass wir das System nochmal wechseln, und dass ein Spieler mehr von der Bank in die Startelf rückt.“ Nachdem Ilkay Gündogan wegen eines Infekts passen muss, scheint der Weg frei.

BVB-Neuling Brandt als DFB-Joker: Das ist nicht mein Anspruch

Unter Joachim Löw stand Brandt erst zweimal in der Startelf des DFB-Teams. © imago

„Julian Brandt gehört zu den Spielern, die den nächsten großen Schritt machen müssen“, erklärte in den Tagen von Hamburg DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Er sprach Brand ein Kompliment aus für eine „tolle Entwicklung“ und „tolle Akzente“, die er zuletzt gezeigt und gesetzt habe. Der 23-Jährige arbeite sehr professionell und versprühe immer eine positive Stimmung.

Bierhoff begrüßt Brandts Wechsel zum BVB

Den Schritt, zum BVB zu wechseln, begrüßte Bierhoff. „Das ist noch einmal eine andere Herausforderung, ein ganz anderer Konkurrenzdruck.“ Das werde Brandt helfen und er könne lernen, auch in entscheidenden Spielen mit seinen Qualitäten „Entscheidendes“ zu leisten.

Für Brandt selber gilt: „Ich muss dranbleiben und gut trainieren. Ich warte auf meine Chance.“ Am Montagabend könnte es soweit sein. Und an Bedeutung hat die Partie in Nordirland nach der Pleite gegen die Niederlande auch gewonnen. „Wir müssen umswitchen und mit guter Energie an die Aufgabe herangehen“, sagt er. Und Fakt sei: „Wir müssen das Spiel gewinnen.“ Er würde allzu gerne von Beginn an dazu beitragen.

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