BVB-Kapitän Marco Reus: Wir wissen nicht genau, was wir damit anfangen können

Borussia Dortmund

Der BVB erlebt trotz einer eigentlich guten Leistung beim 3:3 gegen Leipzig einen bitteren Abend. Kapitän Marco Reus will trotzdem das Positive mitnehmen - spricht die Fehler aber deutlich an.

Dortmund

, 18.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Kapitän Marco Reus: Wir wissen nicht genau, was wir damit anfangen können

Ratlos nach dem 3:3 gegen Leipzig: BVB-Kapitän Marco Reus. © imago/Revierfoto

Wie beschreiben Sie dieses verrückte Spiel?

Wir können uns heute wirklich in den Allerwertesten beißen. So wie die Tore gefallen sind ist es einfach bitter, jeder hat es gesehen. Ich glaube, dass wir über weite Strecken ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben, vor allem in der ersten Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit hatte Leipzig keine wirklich zwingenden Torchancen.


Wie haben Sie die Gegentore wahrgenommen?

Beim ersten Tor wollte Roman Bürki den Ball einfach ins Aus köpfen. Der ist dann über seinen Kopf gerutscht, weil der Rasen und auch der Ball so nass waren. Das dritte Tor war im Großen und Ganzen auch vermeidbar. Von daher ist es bitter, dass wir jetzt hier stehen und nur einen Punkt haben. Wir haben uns mehr ausgerechnet.


Fehlte nach der Pause vielleicht etwas die Anspannung?

Das hat weniger mit Anspannung oder Konzentration zu tun, sondern das sind einfach Dinger, die nicht passieren sollten. Aber es passiert einfach. Ich glaube, dass solche Tore nicht nochmal fallen werden. Wir sind trotzdem gut zurückgekommen und haben nach dem Ausgleich schnell wieder die Führung erzielt. Dann war wieder alles in Ordnung. Das dritte Gegentor war auch wieder vermeidbar. Von daher stehen wir jetzt hier und wissen nicht genau, was wir damit anfangen können, weil wir eigentlich den Sieg verdient gehabt hätten. Man muss aber auch sagen, dass Leipzig einfach eine gute Mannschaft ist.

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Wurden die Konter nicht gut genug ausgespielt?

Das kann man so sagen. Wir hatten nach dem 3:2 viele Möglichkeiten, bei denen der letzte Pass nicht ankam oder wir nicht in der Position

waren. Das können wir uns zum Vorwurf machen. Ansonsten denke ich, dass wir schon gefestigt sind, obwohl wir heute diese Gegentore bekommen haben. Im Großen und Ganzen muss man allerdings sagen,

dass es für uns zu wenig war.


Wie gehen Sie jetzt mit diesem Spiel um?

Wir müssen trotzdem das Positive mitnehmen. Die Art und Weise, wie

wird verteidigt haben, vor allem in der ersten Halbzeit umgeschaltet haben, so haben wir uns das vorgestellt. Wir hätten am Ende der zweiten Halbzeit etwas mehr Druck ausüben müssen. Wir werden irgendwann zu passiv, wenn wir verteidigen. Das ist noch ein Manko, da müssen wir aggressiver sein.


Das neue System funktioniert ...

Wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass die Feinabstimmung mehr und mehr kommt. Ich habe schon immer betont, dass wir so in den Flow kommen. Wir sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen.

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Wohin soll der Weg des BVB führen?

Nach oben, wohin sonst? Darüber haben wir ja schon länger gesprochen. Wir haben jetzt noch ein Spiel vor der Brust, das wir unbedingt gewinnen wollen und müssen. Dann wird es eine spannende Rückrunde.

Aufgezeichnet von Dirk Krampe in der Mixed Zone.
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