Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Marco Reus: „Es ist irgendwann auch ein Kopfproblem“

Borussia Dortmund erlebt beim 2:5 gegen Bayer Leverkusen einen bitteren Sonntag. BVB-Trainer Marco Rose fehlen die Argumente, Kapitän Marco Reus spricht von einer Blockade. Die Stimmen zum Spiel.
Ein gebrauchter Tag für BVB-Kapitän Marco Reus und seine Mitspieler: Gegen Leverkusen setzte es eine deftige Pleite für Borussia Dortmund.
Ein gebrauchter Tag für BVB-Kapitän Marco Reus und seine Mitspieler: Gegen Leverkusen setzte es eine heftige Pleite für Borussia Dortmund. © dpa

Borussia Dortmund wollte den Abstand auf Bayer Leverkusen vergrößern – doch das ist deutlich misslungen. Stattdessen setzt es eine krachende 2:5-Pleite, die Manuel Akanji nach katastrophalem Patzer von Dan-Axel Zagadou per Eigentor einleitet (10.). Zwar fällt der Ausgleich durch ein weiteres Eigentor (Frimpong, 16.), dann aber entscheidet Bayer die Partie: Florian Wirtz (20.), Robert Andrich (28.), Jonathan Tah (53.) und Moussa Diaby (87.) trefen. Steffen Tigges gelingt nur Ergebniskosmetik. Die Stimmen zum Spiel:

Das sagen die BVB-Akteure zur Klatsche gegen Leverkusen

Marco Reus (BVB-Spieler): „Ein katastrophaler Tag für uns. Wir sind gar nicht gut ins Spiel gekommen. Wir waren immer einen Schritt zu spät, sowohl im Defensivverhalten als auch im Pressing. Insgesamt war das zu wenig. Wir haben uns zwei Wochen auf das Spiel vorbereitet, erzählen immer dasselbe und müssen das einfach auf den Platz bringen – das haben wir heute aber gar nicht geschafft. Das ist ein sehr bitterer Tag für uns. Das Offensivverhalten war ganz schlecht, im Gesamten war das ganz, ganz schlecht. Es ist irgendwann auch ein Kopfproblem, weil wir uns zu viele Gedanken um das Drumherum machen und dann ist es wie eine Blockade.“

Marco Rose (BVB-Trainer): „In den Phasen, in denen wir mal am Ausgleich dran waren, ist uns direkt der Stecker gezogen worden. Gefühlt waren wir deshalb nie wirklich im Spiel und die Niederlage ist bitter. Wir hatten in der ersten Halbzeit zu wenig Ruhe und Klarheit, kaum Torschüsse. Zur Entwicklung gehören auch Rückschläge, wir müssen aber weitermachen und hart arbeiten. Wir müssen als Team gemeinsam die nächsten Schritte gehen. Konstanz ist das große Wort. Heute habe ich keine Argumente, reden bringt nichts – sondern machen.“

Gregor Kobel (BVB-Torwart): „Wir haben genau das gemacht, wo wir vorher gesagt haben, dass wir da aufpassen müssen: Wir wussten, dass Leverkusen gut im Umschalten ist, viel Tempo hat. Heute gab es so viele Situationen, in denen die Leverkusener gekontert haben und frei vor mir aufgetaucht sind, und gefühlt zehn weitere, die Leverkusen nicht gut ausgespielt hat. Das ist frustrierend und enttäuschend.“


Das sagen die Leverkusen-Akteure zum Sieg beim BVB

Gerardo Seoane (Leverkusen-Trainer): „Ein schöner Nachmittag für uns. Das war ein sehr guter Auftritt, wir waren sehr effektiv und haben sehr schöne Tore geschossen. Die Mannschaft hat nicht nur gut nach vorne, sondern vor allem gut gegen den Ball gespielt. Florian Wirtz will die Welt aufessen, der ist immer hungrig und will immer erfolgreich sein.“

Jonathan Tah (Leverkusen-Spieler): „Es wird vorher immer viel Wirbel um so ein Spiel gemacht. Das hat uns aber nicht beeinflusst. Wir haben uns ganz auf unser Spiel fokussiert. Wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln und mit unserer Qualität darf man nichts anderes sagen als das Ziel Champions League.“

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Bundesliga, 21. Spieltag: BVB – Bayer Leverkusen 1:5 (1:3)

Robert Andrich (Leverkusen-Spieler): „Über 95 Prozent des Spiels können wir uns heute sehr freuen. Wir haben unfassbar gut gegen den Ball gearbeitet und richtig schöne Tore herausgespielt: Riesen-Kompliment an die Mannschaft.“

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