Das erste Drittel der Spielzeit ist rum. Bislang ist diese Saison für Borussia Dortmund ein einziger Höhenflug. Es gibt viele Gewinner, aber auch Verlierer beim BVB. Der Kader im Check.

Dortmund

, 22.11.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es läuft. 17 Pflichtspiele hat Borussia Dortmund in den Beinen. Die Zwischenbilanz ist herausragend gut. 13 Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage: Das erste Saisondrittel hat viele Gewinner beim BVB hervorgebracht, allen voran Trainer Lucien Favre. Klar ist freilich auch, dass nicht alle 29 Spieler im schwarzgelben Kader mit ihrer Situation zufrieden sein können. Wer hat überzeugt, wer nicht? Hier unsere Auswertung und für Sie die Möglichkeit, die Spieler zu benoten!

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Der BVB-Kader im Check nach dem ersten Saisondrittel

Das erste Drittel der Spielzeit ist rum. Bislang ist diese Saison für Borussia Dortmund ein einziger Höhenflug. Es gibt viele Gewinner, aber auch einige Verlierer beim BVB. Der Kader im Check.
22.11.2018
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Roman Bürki: Seine vierte Saison beim BVB ist bislang seine stärkste. Vor allem deshalb, weil er so konstant und gefestigt wirkt wie nie zuvor. Der Schweizer ist die klare Nummer eins.© dpa
Marwin Hitz: Der Bürki-Herausforderer muss sich hinten anstellen. Doch sobald er gebraucht wird, ist er da. Niemand beim BVB hat ein schlechtes Gefühl, wenn Hitz für Bürki einspringen muss – wie jüngst beim 3:2 gegen die Bayern.© dpa
Eric Oelschlägel: Training bei den Profis, Spielbetrieb bei der U 23: Oelschlägel ist und bleibt die Nummer drei beim BVB.© imago
Manuel Akanji: Der Schweizer ist unter Favre zum BVB-Abwehrchef aufgestiegen. Die Leistung stimmt. Das einzige, was bei Akanji derzeit Sorgen bereitet, ist seine malade Hüfte.© doa
Abdou Diallo: Der Neuzugang aus Mainz hat sich direkt durchgesetzt. Meistens in der Innenverteidigung, manchmal hinten links. Aktuell plagt er sich mit Adduktorenproblemen herum.© dpa
Ömer Toprak: Der Routinier rutscht ab in der Hierarchie. Aktuell ist der 29-Jährige nur Innenverteidiger Nummer vier. Ein Muskelfaserriss hat ihn zurückgeworfen, nun muss er auf seine Chance warten.© dpa
Dan-Axel Zagadou: Der junge Franzose ist eine der positivsten Überraschungen im BVB-Kader. Favre bescheinigt dem 19-Jährige eine „fantastische“ Entwicklung. Zagadou hat seine Chance voll genutzt.© imago
Marcel Schmelzer: Der ehemalige Kapitän war zu Saisonbeginn hinten links gesetzt, dann bremste ihn ein Knochenödem aus. Anders als in den Vorjahren wird er die nötige Zeit bekommen, um wieder richtig fit zu werden – und dann wieder angreifen.© dpa
Achraf Hakimi: Die Leihgabe von Real Madrid hat ein bisschen gebraucht, um sich beim BVB einzufinden. Jetzt aber überzeugt er rechts wie links mit viel Schwung nach vorne. Favre lobt den 19-Jährigen in höchsten Tönen, weist aber auch immer wieder darauf hin, dass er vor allem in der Rückwärtsbewegung „noch viel verbessern“ kann.© dpa
Lukasz Piszczek: Der Dauerbrenner auf der rechten Seite und Vizekapitän hat nicht mehr die Dynamik vergangener Jahre. Er selbst sagt, sein Spiel sei „ausgeglichener“ geworden. Mit seiner Zuverlässigkeit, seiner Erfahrung und seiner unaufgeregten Art hilft er gerade den jungen Spielern beim BVB.© dpa
Jeremy Toljan: Der U21-Europameister von 2017 wartet in dieser Saison noch immer auf seine ersten Pflichtspielminuten bei den Profis. Toljan ist derzeit ganz hinten dran.© Guido Kirchner
Axel Witsel: Der Belgier ist auf Anhieb zum Chef im BVB-Mittelfeld aufgestiegen. Sportdirektor Michael Zorc sagt: „Axel ist der ruhende Pol in unserem Mittelfeld.“ Der Neuzugang ist nicht mehr wegzudenken aus der ersten Elf.© dpa
Julian Weigl: Der Senkrechtstarter aus der Tuchel-Zeit erlebt eine weitere schwierige Saison beim BVB. Witsel hat ihm den Rang als Taktgeber im Mittelfeld abgelaufen. Gegen die Bayern spielte er neben dem Belgier von Beginn an, ließ seine Chance aber ungenutzt und wurde zur Pause ausgewechselt.© dpa
Thomas Delaney: Der Däne sagt über sich selbst, dass er Fußball „am liebsten arbeitet“. Delaney rennt, Delaney kämpft – und bringt damit eine Note ins BVB-Spiel, die in der Vorsaison gefehlt hat. Selten spektakulär, meistens wertvoll.© dpa
Mahmoud Dahoud: Zunächst Stammspieler, zuletzt Ergänzungsspieler. Dahoud ist nicht weit weg von der ersten Elf, aber eben auch nicht drin. Die Konkurrenz ist groß im Zentrum – und in der Rückwärtsbewegung weist der U21-Nationalspieler zu viele Defizite auf.© dpa
Marco Reus: Der Kapitän will vom „besten Reus aller Zeiten“ nicht viel wissen. Herausragend ist er in jedem Fall. 18 Torbeteiligungen in 17 Pflichtspielen stehen für sich.© dpa
Shinji Kagawa: Der Publikumsliebling hat einen schweren Stand. Mehr als eine Nebenrolle ist unter Favre bislang nicht drin. Nicht ausgeschlossen, dass Kagawa seine Zelte in Dortmund im Winter abbricht.© dpa
Raphael Guerreiro: 385 BVB-Pflichtspielminuten stehen für den Portugiesen bislang auf dem Zettel. Für das, was der Europameister kann, ist das eigentlich zu wenig. Ein Dauerproblem: Der gesamte BVB blickt sorgenvoller auf Guerreiros Oberschenkelmuskulatur als Studenten auf ihr Girokonto am Monatsende.© imago
Sergio Gomez: Das Küken im BVB-Kader, seit dem 4. September ist Gomez 18 Jahre alt – genießt noch Welpenschutz. In dieser Saison bislang ohne Pflichtspielminute bei den Profis.© imago
Dzenis Burnic: Das Eigengewächs kann sich gegen die große Konkurrenz im Mittelfeld nicht durchsetzen. 593 Minuten stand Burnic in dieser Spielzeit auf dem Platz – für die U 23 des BVB in der Regionalliga West.© Guido Kirchner
Sebastian Rode: Sein gut dotierter Vertrag beim BVB läuft noch bis Sommer 2020. Bislang saß Rode in dieser Saison nur auf der Tribüne – und aktuell fehlt die Fantasie, dass sich daran etwas ändern könnte.© Guido Kirchner
Mario Götze: Der Saisonstart muss Götze vorgekommen sein wie eine Geisterbahnfahrt. Der 26-Jährige pendelte zwischen Ersatzbank und Tribüne. Seit seinem Tor beim 4:3 gegen Augsburg Anfang Oktober aber geht es wieder aufwärts, er ist ein Kandidat für die „falsche Neun“ geworden.© dpa
Jadon Sancho: 17 Pflichtspiele, fünf Tore, acht Assists: Sancho, mittlerweile englischer A-Nationalspieler, ist das spannendste Talent der Bundesliga. Unter Favre blüht und dreht der Dribbler auf – und ist das, was neuerdings Unterschied-spieler genannt wird.© dpa
Jacob Bruun Larsen: Vor der Saison hatten den jungen Dänen wenige auf dem Radar. Michael Zorc aber gab sämtlichen Kaufinteressenten einen Korb. Das Eigengewächs zahlt das Vertrauen zurück. Er hat den Durchbruch bei den Profis gepackt.© dpa
Christian Pulisic: Favre hält große Stücke auf den Flügelflitzer, um den sich viele Wechselgerüchte ranken. Sieben Torbeteiligungen in zwölf Pflichtspielen sind ein guter Wert – und doch fehlte Pulisic ab und zu die Durchschlagskraft in der gegnerischen Hälfte. Im Spiel gegen die Bayern erhielten Bruun Larsen und Sancho den Vorzug vor dem US-Boy.© dpa
Marius Wolf: Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt ist noch nicht richtig angekommen in Dortmund. Über wenige gute Ansätze kommt Wolf bislang nicht hinaus – und ist auf der offensiven Außenbahn hinter Sancho, Bruun Larsen und Pulisic nur die vierte Wahl.© dpa
Paco Alcacer: 400 Pflichtspielminuten, neun Tore: Die Leihgabe vom FC Barcelona trifft im Schnitt alle 44 Minuten für Schwarzgelb. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagt: „Dass wir mit Paco sehr zufrieden sind, weiß ja jeder.“ Der Anschlussvertrag ist ausgehandelt, die Kaufoption in Höhe von 23 Millionen Euro auch. Zu gegebener Zeit wird der BVB sie ziehen.© dpa
Maximilian Philipp: 15 bis 20 Tore traue man ihm zu, hieß es vor der Saison. Bislang sind es zwei. Philipp war die interne Lösung für die Position im Sturmzentrum, als Alcacer noch nicht da war. Glücklich wirkt Philipp dort nicht – und er weiß trotz und wegen seiner Vielseitigkeit selbst nicht, wo für ihn ein Platz frei sein könnte.© dpa
Alexander Isak: Der junge Schwede (19) hat den Durchbruch auch unter seinem vierten Trainer in Dortmund nicht geschafft. Bei den Profis spielt er keine Rolle, in der Regionalliga traf er fünfmal. Zufriedenstellend ist die Lage weder für ihn noch für den BVB.© Guido Kirchner



Die Redaktionsnote ist die gerundete Durchschnittsnote aller bewerteten Bundesliga-Einsätze eines Spielers in der laufenden Saison.

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