BVB-Gegner Mainz 05 im Fokus: Sandro Schwarz und Rouven Schröder machen einen guten Job

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Transfer-Erlöse zu erzielen ist das eine, die Mannschaft nach dem Abgang von Leistungsträgern konkurrenzfähig zu halten das andere. Beim FSV Mainz 05 gelingt das derzeit.

von Dennis Rink

Dortmund

, 24.11.2018, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Yoshinori Muto, Suat Serdar, und natürlich Abdou Diallo – der FSV Mainz 05 hat im Sommer alleine durch diese drei Transfers rund 50 Millionen Euro eingenommen. Enorm viel Geld für einen Fußball-Bundesligisten dieser Größe. Nach elf Spieltagen und 15 Punkten lässt sich festhalten: 05-Sportvorstand Rouven Schröder hat einen sehr guten Job gemacht.

Neuzugänge wie Stürmer Jean-Philippe Mateta (aus Lyon), Innenverteidiger Moussa Niakhaté (aus Metz), Sechser Kunde Malong (aus Grenada), Linksverteidiger Aaron Martin (von Espanyol Barcelona) oder Techniker Jean-Paul Boëtius (von Feyenoord Rotterdam) haben es auf Anhieb zur Stammkraft geschafft und einen großen Anteil daran, dass sich die 05er in dieser Saison wesentlich stabiler und strukturierter präsentieren.

Zur Person

Dennis Rink

BVB-Gegner Mainz 05 im Fokus: Sandro Schwarz und Rouven Schröder machen einen guten Job
Unser Gastautor Dennis Rink (32) leitet seit 2014 das Gesamtressort Sport bei der Verlagsgruppe Rhein Main, zu der die Allgemeine Zeitung gehört.

Der in seiner Debütsaison in der Öffentlichkeit hart gescholtene Trainer Sandro Schwarz hat nun die richtigen Kicker im Team, um seinen Fußball spielen zu lassen. Laufstark, intensiv, schnell – damit haben die 05er schon stolze 15 Punkte eingetütet. Unter anderem durch die Erfolge in den vergangenen beiden Spielen gegen Werder Bremen (2:1) und in Freiburg (3:1).

Mainz verfügt über ein unangenehmes, giftiges Mittelfeld

Schwarz zauberte dafür die lange in Fußball-Deutschland verschwundene Raute aus dem Hut. Mit drei Sechsern und dem Läufer Boëtius auf der Zehn stellen die Mainzer jedem Gegner ein unangenehmes, giftiges Mittelfeld entgegen. Hier sollen die Bälle durch Überzahlsituationen erobert und schnell in die Spitze zu Mateta und Robin Quaison gespielt werden. Umso besser, wenn der FSV seine Chancen tatsächlich auch verwertet.

Schon bei den Niederlagen in Leverkusen (0:1) und Schalke (0:1) waren die 05er die bessere Mannschaft, trafen aber nicht. Zwar stellen die Mainzer mit lediglich zehn Toren den drittschwächsten Angriff der Liga, der Trend nach fünf Treffern in den vergangenen beiden Partien zeigt aber eindeutig nach oben.

BVB-Gegner Mainz 05 im Fokus: Sandro Schwarz und Rouven Schröder machen einen guten Job

Nach seinem Wechsel vom AS Monaco zu Mainz 05 reifte Diallo in 27 Bundesligaspielen zu einem abgeklärten Defensivspieler. Beim BVB bringt er derzeit auch seine Vielseitigkeit ein. © imago

Und selbst, wenn es nicht läuft, moderieren Schröder und Schwarz das sehr ruhig in der Öffentlichkeit. Die vielen Tiefschläge in der vergangenen Saison hat die beiden Verantwortlichen nur noch enger zusammengeschweißt – natürlich auch durch den Erfolg des Klassenerhalts. Schwarz wirkt in seinem zweiten Bundesligajahr deutlich klarer, selbstbewusster und zielstrebiger. Er hat einen Plan für seine Mannschaft. Und der geht bisher auf.

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