BVB gedenkt Manni Burgsmüller mit einer Schweigeminute und Trauerflor

Bundesliga-Auftakt

Der BVB läuft gegen Augsburg am Samstag mit Trauerflor auf. Das schwarze Stück Stoff am Oberarm jedes BVB-Profis erinnert an einen der größten Stürmer der Klubhistorie. An Manni Burgsmüller.

Dortmund

, 16.08.2019, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB gedenkt Manni Burgsmüller mit einer Schweigeminute und Trauerflor

Mit einer Schweigeminute gedenken am Samstagnachmittag über 80.000 BVB-Fans im Signal Iduna Park dem im Mai verstorbenen früheren Mannschaftskapitän Manfred Burgsmüller. © imago

Für Marco Reus oder Jadon Sancho schwärmen heute Borussias junge Fans. Wenn aber ihre Väter ins Schwärmen geraten, dann hat oft ein schneller Stürmer mit blonder Mähne damit zu tun. Manfred Burgsmüller. Einer, der mit seinen Toren vor mehr als 35 Jahren Borussia gerettet, elektrisiert, vorwärts gebracht hat. Mehr Tore als er hat kein Dortmunder je geschossen. 135. Er war einer der wichtigsten Fußballer, die je das Trikot des BVB trugen.

Und einer der besten Typen. „Der BVB wäre ohne Burgsmüller ein anderer Verein“, schrieb Marc Quambusch von schwatzgelb.de, kurz nachdem Manni Burgsmüller am 18. Mai im Alter von nur 69 Jahren gestorben war. Auch die BVB-Bosse huldigten posthum der Vereinsikone, die von 1976 bis 1983 für Dortmund spielte.

„Manni Burgsmüller war das Idol einer ganzen Generation. Ich habe ihn sehr gerne Fußballspielen gesehen“, sagte Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. „Er ist der Bundesliga-Torschützenkönig unseres Vereins. Ein großer Borusse. Die Nachricht von seinem Tod hat mich erschüttert.“

Der Antoine Griezmann der Siebziger- und Achtzigerjahre

Wenn die Väter zum Bundesligastart am Samstag noch einmal an Manni Burgsmüller erinnert werden, dann werden sie ihren Kindern berichten können von einem Instinktfußballer, der „überall auftauchte und aus jeder Lage den Torabschluss suchte, mal aus fünf Metern per Fallrückzieher, mit einem Kopfball vom Elfmeterpunkt oder nach einem Dribbling. Der Antoine Griezmann der Siebziger- und Achtzigerjahre“, wie es Spiegel Online treffend formulierte.

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BVB-Legenden erinnern sich in Kemminghausen an Manni Burgsmüller

Burgsmüller war raffiniert. Ein Schlitzohr. Frech. „Ein Engel war ich bestimmt nicht. Ein Rebell aber auch nicht“, sagte Burgsmüller nach seiner Karriere, in der er zum viertbesten Torjäger der Bundesliga-Geschichte avancierte: 213 Erstligatreffer erzielte er von 1974 bis 1990 für Rot-Weiß Essen, Borussia Dortmund, Nürnberg und Werder Bremen.

Auch Werder Bremen spielt mit Trauerflor

Im Trikot von Werder Bremen wurde der Stürmer im Alter von 38 Jahren erstmals Deutscher Meister. Auch Werder wird deshalb jetzt am Samstag mit Trauerflor spielen in Gedenken an den „tollen Menschen“ Manni Burgsmüller, wie es Bremens Sportchef Frank Baumann ausdrückte.

Mit der Nationalmannschaft dagegen knüpfte der Sprücheklopfer Burgsmüller dagegen nie ein freundschaftliches Band. Wohl vor allem, weil er als unbequem galt. Nationaltrainer Helmut Schön empfahl ihm einst „auf dem Teppich zu bleiben“. Burgsmüller konterte in seiner typischen Art: „Ich dachte, wir spielen auf Rasen.“

Burgsmüller mit Zeichnung seit Saisonbeginn im Stadion verewigt

Neben dem Rasen, auf dem der Stürmer einst so viele mitreißende Momente kreierte, würdigt Borussia Dortmund den ewigen Helden. Nahe der Südtribüne prangt an einer Wand eine große Zeichnung: Burgsmüllers Konterfei. Es beweist, dass seine Leistung eine herausragende war.

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