BVB-Frust nach 3:3 gegen Leipzig - Sportdirektor Michael Zorc findet klare Worte

dzBorussia Dortmund

Beim BVB ist der Frust nach dem 3:3 gegen Leipzig groß. Dieses Remis fühlt sich an wie eine Niederlage und hinterlässt Spuren. Sportdirektor Michael Zorc findet klare Worte.

Dortmund

, 18.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das, was alle gesehen hatten, konnte man keine beschönigenden Umschreibungen finden. Also versuchte Michael Zorc das auch erst gar nicht. Von „dicken Böcken“ sprach der BVB-Sportdirektor, von „krassen Fehlern, die ihnen bei ihrer Klasse sonst nicht unterlaufen“. Die Art und Weise, wie dem BVB eine hochverdient herausgespielte 2:0-Führung binnen Minuten durch die Finger rann, wie die Mannschaft auch die 3:2-Führung durch die nachlässige Verteidigung einer weiten Flanke aus der Hand gab, das sorgte für Entsetzen und riesigen Frust. Die Fassungslosigkeit war in Zorcs Stimme immer noch herauszuhören.

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Dass sich der BVB um den Sieg betrog und neben drei zum Teil wunderschön herausgespielten Treffern auch noch die drei des Gegners quasi selbst erzielte, war die Geschichte dieses Spiels - und nicht die ersten 45 Minuten, die gemeinsam mit den 90 im Heimspiel gegen den FC Barcelona das Beste waren, was diese Mannschaft in dieser Saison bislang gespielt hatte.

Der BVB überrollt Leipzig in den ersten 45 Minuten

Dieses 3:3 fühlte sich an wie eine Niederlage und hatte in jeglicher Hinsicht seine Spuren hinterlassen. Bei allen Spielern und bei allen Funktionären. Sebastian Kehl strich betont heraus, „dass wir das Spiel total im Griff hatten.“ Doch Kehls Stimme transportierte nur die reinen Worte, die Stimmungslage war eine ganz andere. Es war der vergebliche Versuch, den Fokus auf die positiven Dinge zu lenken, die es vor allem in der makellosen ersten Hälfte gegeben hatte. Da überrollte die Borussia den Tabellenführer förmlich, da spielte und kombinierte sie völlig losgelöst.

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Doch natürlich war das nicht das Thema nach dem Abpfiff. Wie die Leipziger zu ihrem Punktgewinn gekommen seien, „dass wissen die doch selbst nicht“, haderte Zorc. „Dass diese krassen Fehler gerade in diesem Spiel passieren, ist sehr schade.“ Kapitän Marco Reus gestand: „Wir können uns heute selbst in den Allerwertesten beißen.“

Das Remis ist für den BVB wie eine schallende Ohrfeige

Das 3:3 war wie eine schallende Ohrfeige. „Wir haben nicht gewonnen, das tut weh“, meinte Zorc. „Wir haben zwei Punkte zu wenig geholt heute.“ Die Chance, das Titelrennen kurz vor der Winterpause wieder richtig spannend zu machen und sich nach einer schwierigen Hinrunde in eine glänzende Ausgangsposition zu katapultieren, verspielte der BVB im Stile einer Schülermannschaft.

BVB-Frust nach 3:3 gegen Leipzig - Sportdirektor Michael Zorc findet klare Worte

© Deltatre

Der BVB gab in den 90 Minuten ein zwiespältiges Bild ab: Die Mannschaft ist wieder in der Lage, glänzend zu kombinieren, die Comeback-Qualitäten mit dem Treffer zum 3:2 zeigen, dass sie auch Rückschläge wegstecken kann. Wie fragil das Gebilde aber noch ist, zeigt die Konfusion nach dem Riesen-Patzer von Roman Bürki.

Favre wird der Mannschaft die Fehler aufzeigen

„Wir wissen jetzt nicht, was wir damit anfangen sollen“, gab Marco Reus zu. Am Mittwoch wird Lucien Favre das Spiel mit der Mannschaft analysieren, dort nur das Positive herauszustreichen, ist nicht angezeigt. „Wir müssen uns sicher auch das ein oder andere Gegentor anschauen“, meinte Kehl und schüttelte noch einmal den Kopf, als er langsam davonging. So richtig begriffen hatten alle noch nicht, was ihnen da in den zweiten 45 Minuten widerfahren war.

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