BVB ermöglicht den A-Junioren des BSV Fortuna eine ganz besondere Trainingseinheit

Borussia Dortmund

Ballkind beim BVB zu sein, ist ein Traum vieler Jugendfußballer. In den Genuss kommt die A-Jugend des BSV Fortuna. On top gab es noch ein Training mit zwei Akteuren aus der U23 des BVB.

Dortmund

von Dennis Winterhagen

, 16.10.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB ermöglicht den A-Junioren des BSV Fortuna eine ganz besondere Trainingseinheit

© BVB/Jens Volke

Einmal Ballkind sein, das ist der Traum vieler Jugendfußballer. Das weiß auch Borussia Dortmund, weshalb der Verein dazu aufrief, dass dass sich die C- bis A-Jugenden aller in Dortmund ansässiger Vereine dafür bewerben bei einem Heimspiel Ballkinder zu sein.

Zwar nicht im Signal-Iduna-Park in der Bundesliga, aber dafür im legendären Stadion Rote Erde bei der U23 - jener Spielstätte, in der schon seit 1926 die eine oder andere sportliche Schlacht ausgetragen wurde.

Mindestens zwölf Jungen oder Mädchen einer Mannschaft wurden gesucht, für das Gewinner-Team gab es noch einen ganz besonderen Anreiz on top: Zwei Akteure der BVB-U23 kommen als Coaches zu einem Training auf der eigenen Anlage.

16 Mann lauschen gespannt den beiden BVB-Innenverteidigern

Zahlreiche Vereine bewarben sich für die Aktion, unter allen Teilnehmern setzten sich die A-Junioren des BSV Fortuna Dortmund durch. Am 11. Oktober war es dann endlich soweit – Lars Bünning und Marco Rente fanden sich am Kunstrasenplatz an der Diedenhofer Straße wieder.

Die Innenverteidiger erscheinen an jenem Freitagabend bereits eine Stunde vor Trainingsbeginn, halten letzte Absprachen mit dem Trainer der Mannschaft, drehen kurz noch ein Video für die vereinseigene Homepage und dann geht es auch schon los.

BVB ermöglicht den A-Junioren des BSV Fortuna eine ganz besondere Trainingseinheit

Die Profis reden, die Jugendlichen sind still und hören gespannt zu. © BVB/Jens Volke

16 Mann sammeln sich schnell zusammen, formen einen Kreis und hören ganz genau zu, was die Profis ihnen zu erzählen haben. Danach ist erst einmal Aufwärmen angesagt.

Profi Lars Bünning muss eingreifen

Ein kurzes Laufprogramm steht auf dem Zettel der Coaches, bevor es zur „Ecke“ übergeht. Ein Viereck, in dem sich zwei Spieler in der Mitte befinden. Alle anderen stellen sich außen auf. Das klassische 5 gegen 2 mal anders. Das Ziel ist es, sich 20 Pässe hin und her zu spielen, ohne, dass einer der beiden aus dem Zentrum den Ball berührt.

Gelingt es dem Team die Anzahl an Pässen zu erreichen, wird von vorne losgezählt und es gibt eine Strafrunde für das Duo im Quadrat. Diese gibt es auch bei einem Beinschuss für einen der beiden.

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Lars Bünning beim Training bei BSV Fortuna. © BVB/Jens Volke

Zu Beginn tun sich beide Gruppen recht schwer – dann entscheidet sich Bünning dazu mitzuspielen und prompt läuft es bei seinem Team besser – außen spielen sich die Jungs teilweise in einen Rausch. Die beiden in der Mitte lassen sie hinterherlaufen und kommen so immer öfter zu den 20 Pässen.

„Tore, Tore, Tore“ - und eine Strafe für die Verlierer

Anschließend geht es zum Torschuss über. Die drei Torhüter versammeln sich beim Tor, die Feldspieler in zwei Gruppen an der Mittellinie. Drei Hütchen werden vom Sechzehnmeterraum bis zur Hälfte des Spielfeldes aufgebaut. Es soll kein langweiliges Torschusstraining werden, es geht in den Wettkampfmodus.

Ein kurzer Doppelpass mit dem ersten Spieler, ein Direktpass auf den Kicker am Sechzehner, der klatschen lässt - und dann wird abgefeuert. „Tore, Tore, Tore“, wollen die beiden Profis sehen. Wer zuerst zehn Treffer erzielt, gewinnt. Und für den Verlierer gibt es eine Strafe.

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Torschusstraining unter den Augen der Profis - da kann man schon einmal nervös werden. © BVB/Jens Volke

Es wird abwechselnd geschossen – die Torhüter sind direkt voll da und treiben ihre Mitspieler zur Weißglut. So muss die erste der drei Runden aus Zeitgründen bei Unentschieden abgebrochen werden. Was nun? Rente und Bünning sind sich schnell einig: beide Teams werden bestraft, Gestöne hin oder her – zehn Liegestütze stehen auf dem Programm. Bünning zählt, dann machen sich die Gruppen für Runde zwei bereit, und die Anzahl verdoppelt sich.

Der Siegeswille wächst und übertrumpft die Erschöpfung

Verlieren will nun erst Recht keiner mehr, auch warmgeschossen sind die Jungs inzwischen, das bekommen die Torhüter nun zu spüren. Einen Ball nach dem anderen müssen sie aus dem Netz fischen, das Spiel entwickelt sich zu einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen.

10:8, das Team von Rente setzt sich durch. Wieder Liegestütz, Lars Bünning zählt für seine Gruppe, die sich in der letzten Runde nun umso mehr an den Kollegen rächen will. Denn die Anzahl der Liegestütze steigt nach jeder Runde: Nun drohen schon 25!

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Strafe muss sein: Auf Dauer waren die Liegestütz ganz schön anstrengend. © BVB/Jens Volke

Lange sieht es so aus, als würde die Truppe von Rente davon ziehen, sichtlich erschöpft scheinen die Jungs von Bünning zu sein, aufgeben tun sie aber nicht. Bei einem Rückstand von 4:6 beginnt die Aufholjagd. Ein Ball nach dem anderen findet den Weg ins Tor und sie schaffen es tatsächlich noch mit 10:7 zu gewinnen.

Der Profi zeigt wie es geht: Traumschuss in den Winkel

Beim Abschlussspiel spielen die beiden Profis auch mit. Ein weiteres Tor wird auf die Mittellinie gestellt und schon geht es los. Der Ball läuft gut, zu klaren Chancen kommen die Mannschaften aber bis jetzt nicht. Dann hat Marco Rente am eigenen Strafraum viel Platz, legt sich den Ball kurz vor und knallt drauf. Sein Schuss fliegt in den Winkel, der Torhüter des anderen Teams ist geschlagen - 1:0.

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Marco Rente beim Training bei BSV Fortuna. © BVB/Jens Volke

Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten – Lars Bünning leitet mit einem Pass auf Rechtsaußen ein, es kommt eine scharfe Flanke, in der Mitte muss nur noch eingeschoben werden, 1:1.

Aber das war es nicht, das Spiel geht flott weiter, beide Teams nehmen sich nicht viel. Auf beiden Seiten fallen viele Tore. Erst in den letzten zwei Minuten fällt die Entscheidung. Der Torhüter aus Bünnings Team wird durch einen abgefälschten Schuss überwunden, er war bereits auf dem Weg in die andere Ecke. Die Truppe von Rente behält die Oberhand.

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Ein Erinnerungsfoto mit allen Akteuren darf natürlich nicht fehlen. © BVB/Jens Volke

Anderthalb Stunden sind um – sicherlich schneller als erwartet. Die beiden Profis richten noch ein paar letzte Worte an die Jungs, für die es anschließend unter die Dusche geht. Training haben sie wieder am Dienstag – dann aber wieder unter gewohnter Leitung.

Auch ihr wollt ein Training mit zwei Akteuren der U23 erleben? Dann geht es hier lang!
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