Borussia Dortmund

BVB enttäuscht in Leverkusen: „Sonst verlieren wir ganz den Anschluss“

Borussia Dortmund kassiert in Leverkusen die sechste Saisonniederlage. Julian Brandt und BVB-Kapitän Marco Reus suchen Gründe - Trainer Edin Terzic bemängelt einen Punkt besonders.
Enttäuschender Auftritt in Leverkusen: BVB-Kapitän Marco Reus. © dpa

Borussia Dortmund verliert das Topspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 1:2 (0:1). Der BVB kassiert bereits seine sechste Saisonniederlage, der Blick Richtung Tabellenspitze verbietet sich. Torschütze Julian Brandt und BVB-Kapitän Marco Reus fahnden nach den Gründe. Den Titel haben die beiden schon fast abgeschrieben, Trainer Edin Terzic prangert die Körpersprache seiner Spieler an. Die Stimmen zum Spiel.

Borussia Dortmund verliert in Leverkusen: Das sagen die BVB-Akteure

Julian Brandt (BVB-Torschütze): „Ich glaube, dass wir in den ersten Minuten gut reingekommen sind, aber der Rest war nicht gut. Wir hatten keine Intensität im Spiel, die Leverkusener hatten zu viel Zeit und zu viel Ballbesitz. Das macht kein Spieler auf dem Platz extra. Das zieht sich durch die Saison. Wir sind nicht in der Lage, die Form über 90 Minuten zu halten. Es gibt zu viele Dellen und zu viele schlechte Phasen im Spiel. Das bricht uns oft das Genick. Ich bin froh, dass bei mir der Knoten geplatzt ist. Die Hinrunde ist vorbei, mit der Punkteausbeute sind wir nicht zufrieden. Am Freitag müssen wir uns anders präsentieren und vielleicht mal eine Serie starten. In 17 Spielen kann noch viel passieren, aber vom Titel sind wir weit entfernt.“

Marco Reus (BVB-Kapitän): „Wenn wir wüssten, was wir nicht gut machen, würden wir es abstellen. Es war ein brutal offenes Spiel. Wir haben Leverkusen viele Räume gegeben. Nach dem 1:1 waren wir sehr, sehr am Drücker. Die Tür war auf, wir sind aber nicht durchgegangen. Da muss man versuchen, das Spiel zu killen und in Führung gehen. Dann bekommst du das 1:2 und es wird natürlich schwer. Wir hätten nach dem 1:1 den Sack zumachen müssen. Nach den Chancen, die wir hatten, ist es extrem bitter. Das ist ein enttäuschender Abend für uns. Die Meisterschaft spielte weder vor noch nach dem Spiel eine Rolle. Wir müssen jetzt Freitag punkten, sonst verlieren wir ganz den Anschluss – das müssen wir verhindern.“

Edin Terzic (BVB-Trainer): „Wir sind ganz ordentlich ins Spiel gekommen. Dann kassieren wir das Gegentor und es war ein Bruch im Spiel. Mit der Körpersprache waren wir gar nicht einverstanden – der Kopf ging runter. Das wollten wir in der zweiten Halbzeit ändern. Das ist uns gelungen und wir haben das Tor gemacht. Dann kassieren wir wieder ein doofes Gegentor – danach ging nicht mehr viel, leider. Qualität ist immer das Ergebnis von Talent plus Mentalität. Heute haben wir uns zu sehr auf das Talent verlassen und uns nicht gewehrt. Wir haben es vor dem Spiel gesagt und sagen es jetzt: Wir müssen uns stabilisieren. Mit Ergebnissen kann man die Tabelle beeinflussen, mit Reden nicht. Die Champions-League-Qualifikation ist unser Minimalziel. Es geht darum, nach vorne zu gucken.“

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