BVB-Blamage in Augsburg: Akanji und Meunier stehen falsch - Totalausfall Haaland

dzEinzelkritik

Der BVB erlebt beim 0:2 in Augsburg einen bitteren Nachmittag. Manuel Akanji und Thomas Meunier stehen bei den Gegentoren falsch, Erling Haaland ist ein Totalausfall. Die Einzelkritik.

Augsburg

, 26.09.2020, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Den wilden Rückpass von Thomas Meunier hätte er besser ins Aus gehen lassen, mit seiner Harakiri-Aktion machte er die Kugel scharf (26.). Beim 0:1 fliegt der Ball mit Karacho in den Fünfmeterraum, den Keeper traf bei der scharfen Hereingabe eine Teilschuld. Beim 0:2 machtlos (54.). Note: 4,5


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Emre Can: Er versuchte mehrfach, mit Drang nach vorne Überzahl zu schaffen - vergebens. Das Foul an Michael Gregoritsch vor dem 0:1 muss er sich verkneifen (39.). Beim 0:2 stand er verloren im leeren Raum (54.). Sah Gelb wegen Meckerns bei eigenem Freistoß, das sagt viel aus. Note: 5,0


Mats Hummels: Sehr offensiv mit seinem Stellungsspiel, das ging meist auf. Von den Risikobällen kamen nicht alle so gut an wie der auf Jude Bellingham (28.). Kein Druck auf Florian Niederlechner, der dann einen Traumpass in die Tiefe spielte (54.). Note: 3,5

Manuel Akanji: Augsburgs Niederlechner bereitete ihm Schwierigkeiten. Beim 0:1 war er wohl Torschütze Felix Uduokhai zugeteilt - und stand fatal hinter seinem Gegenspieler, damit chancenlos (40.). Danach wirkte er verunsichert. Note: 5,0


Thomas Meunier: Der Belgier war viel in Bewegung auf dem rechten Flügel, aber Durchbrüche oder präzise Flankenversuche fehlten. Sein Distanzschuss kurz vor der Pause flog knapp am Tor vorbei, seine gefährlichste Aktion (45.). Beim 0:2 ließ er Daniel Caligiuri flitzen, und durfte dann nicht foulen (54.). Note: 5,0


Axel Witsel: Richtig guter Beginn, er sorgte für Spielkontrolle und Balance. Schöner Volleyschuss, den Rafal Gikiewicz aber entschärfte (6.). Nach einer halben Stunde entglitt ihm die Partie. Die Gelbe Karte für ein taktisches Foul war bezeichnend (71.). Note: 4,0

Raphael Guerreiro: Kaum wieder fit nach seiner Zerrung, bekam er den Vorzug vor Felix Passlack (Favre: „Eine schwere Entscheidung“). Er versuchte immer wieder, mit komplizierten Kombinationen den Weg zum Tor freizuspielen. Einmal klärte Andre Hahn bei seinem Torchuss (58.). Note: 4,0


Jude Bellingham: Auffälligster Borusse bis zur Pause. Enorm laufstark, überall zu finden, dazu zwei gute Abschlüsse (2., 28.) - beim zweiten davon hätte die feine An- und Mitnahme des Spielgeräts fast ein Tor verdient gehabt. In der Viertelstunde nach dem Wechsel schwächer, dann ausgewechselt (60.). Note: 3,0


Giovanni Reyna: Der 17-jährige Spielmacher zeigte sich und forderte Bälle, blieb aber ohne zündende Ideen. Augsburgs Rezept, ihn mit Härte zu stoppen, ging auf, der US-Amerikaner fand zu keinem Zeitpunkt zu seinen Möglichkeiten. Bei einem Teenager nachvollziehbar, für den BVB dramatisch. Note: 5,0


Jadon Sancho: Setzte mehrfach zum Dribbling an, gewann aber kaum Eins-gegen-Eins-Situationen. Zielstrebigkeit fehlte, und etwas Power wie bei seiner Chance nach zehn Minuten. Trotz des steten Anrennens ohne weitere Torszene. Note: 4,0

Erling Haaland: Die Gelbe Karte nach einer Rangelei mit Jeffrey Gouweleeuw war seine auffälligste Szene vor der Pause (30.). Augsburgs Innenverteidiger hatten ihn gut im Griff, Läufe in die Tiefe fehlten völlig. Am Ort seines Wahnsinns-Debüts mit drei Toren im Januar diesmal ein Totalausfall. Note: 5,0


Marco Reus (60. für Bellingham): Der Kapitän versuchte die wilden Ballvorträge zu strukturieren - ein fast unmögliches Unterfangen, der Karren steckte tief im Dreck. Note: 4,0


Julian Brandt (60. für Guerreiro): Um kreative Aktionen bemüht, doch das war schwer, auch ihm misslang mehr als gelang. Note: 4,0


Reinier (70. für Meunier): Bundesliga-Debüt für den BVB-Brasilianer. Kein guter Start. ohne Note


Mahmoud Dahoud (82. für Witsel): Auch seine Einwechslung änderte nichts mehr am Spiel. ohne Note

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